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Will nicht mehr treffen: Timo Werner
Will nicht mehr treffen: Timo Werner © Getty Images
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Leipzig - RB Leipzig muss sich gegen den FC Augsburg mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Die Gäste sammeln einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.

Der FC Augsburg hat sich für den erhofften Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga einen "Bonuspunkt" erkämpft.

Der abstiegsbedrohte Klub sicherte sich im Auswärtsspiel beim Champions-League-Anwärter RB Leipzig durch das 0:0 ein überraschendes Unentschieden und verteidigte erfolgreich den 15. Tabellenplatz. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Leipziger verpassten den fest eingeplanten ersten Heimsieg im neuen Jahr trotz einer großen Dominanz und Vielzahl an Chancen. Allerdings fehlte es dem Tabellendritten an der letzten Konsequenz und Zielstrebigkeit in der gegnerischen Hälfte. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

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"Es war das erwartet anstrengende Spiel", sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick. "In der ersten Halbzeit haben wir viel zu viel quer gespielt, mit zu wenigen diagonalen Bällen. In der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht, aber in entscheidenden Situationen hat uns das Glück und die Durchschlagskraft gefehlt."

Kein guter Tag für Werner

Insbesondere für RB-Stürmer Timo Werner war es kein guter Tag, mit gesenktem Kopf schlurfte er in die Kabine. Der Torjäger a.D. war zwar bemüht, aber fast immer glücklos. Mal versprang ihm der Ball, mal traf er die falsche Entscheidung, mal übersah er seinen Mitspieler. Seit dem letzten Hinrundenspiel im Dezember, als die Diskussionen um seine sportliche Zukunft so richtig an Fahrt aufnahmen, hat Werner kein Bundesligator mehr erzielt. Nur Zufall?

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie mit seiner Vertragssituation zu tun hat", sagte Rangnick über die fehlende Topform seines Angreifers: "Es hat damit zu tun, dass er in den letzten zweieinhalb Monaten keine zwei oder drei Wochen am Stück im gesunden Zustand mittrainieren konnte."

Gegen Augsburg kehrte Werner (23) nach einer Erkältung zurück in die Startelf – und selbst Rangnick sah noch reichlich Luft nach oben. "Das Hochschalten in den siebten Gang" habe ihm bei Werner gefehlt, sagte Rangnick, der allerdings all seinen Stürmern "den Punch und die Entschlossenheit beim Abschluss" absprach.

Bei Werners bester Chance (40.), einem Kopfball aus fünf Metern freistehend vor dem Augsburger Tor, hatte Rangnick schon den Jubelschrei auf den Lippen. "Ich dachte eigentlich, den macht er sicher", sagte der Trainer. Doch Werner köpfte weit über das Tor.  

Augsburg arg dezimiert

Die Augsburger waren mit großen Personalsorgen nach Leipzig gereist. Auch Ji Dong-Won (muskuläre Probleme), der beim überraschenden 2:1-Heimsieg vor einer Woche gegen Borussia Dortmund als doppelter Torschütze geglänzt hatte, fiel verletzt aus.

"Wir sind mit dem Problem von zehn verletzten und zwei gesperrten Spieler hierher gekommen, deswegen haben wir uns für eine etwas defensivere Organisation entschieden", erklärte FCA-Trainer Manuel Baum. "Wir hatten viel Glück, Leidenschaft, Kampfgeist und einen guten Torhüter. Unter diesen Vorzeichen muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen."

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Leipzig dominant

Vor 38.590 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf ein Tor. Die Leipziger waren tonangebend, aggressiver in den Zweikämpfen und gefährlicher im Spielaufbau.

Allerdings konnten die Hausherren aus ihrer Überlegenheit zunächst kein Kapital schlagen, weil beim letzten Pass das richtige Timing fehlte. 

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Gulacsi überragend

Auch nach dem Seitenwechsel suchten fast ausschließlich die Gastgeber den Weg in die Offensive. Augsburg kam in der 55. Minute das erste Mal gefährlich vors Tor, als RB-Torhüter Peter Gulacsi eine Kopfball-Bogenlampe von Sergio Cordova über das Tor lenkte.  (SERVICE: Ergebnisse der Bundesliga)

Danach schienen die Gäste auf den Geschmack gekommen zu sein, nur vier Minuten später hatte Michael Gregoritsch das 1:0 auf dem Fuß. Doch erneut reagierte Gulacsi glänzend.

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Nach rund einer Stunde kam Emil Forsberg bei Leipzig ins Spiel. Doch auch mit dem schwedischen WM-Star taten sich die Leipziger schwer, eine Lücke im Augsburger Abwehrverbund zu finden.

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