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Berlin - Aufatmen beim BVB: Dank Marco Reus gewinnt Borussia Dortmund ein spektakuläres Topspiel bei Hertha BSC. Die Borussia legt im Fernduell gegen den FC Bayern vor.

Am Ende war nur noch Erschöpfung und Jubel bei Borussia Dortmund. Im Fernduell mit dem FC Bayern hat sich der BVB nach einem spektakulären Duell mit Hertha BSC drei eminent wichtige Punkte geschnappt und sich für eine vor allem in der zweiten Halbzeit leidenschaftliche Leistung belohnt. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Die Dortmunder entschieden die Partie mit 3:2 (1:2) für sich, nachdem die Gastgeber zweimal in Führung gegangen waren. Die Schwarz-Gelben glichen jeweils aus und drängten in der zweiten Halbzeit permanent auf die Führung.

Kapitän Marco Reus erlöste die Borussia in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer. 

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Mit dem Sieg eroberten die Dortmunder zumindest vorübergehend die Tabellenspitze vom FC Bayern zurück. Der Titelverteidiger trifft erst am Sonntag auf den 1. FSV Mainz 05. (SERVICE: Der Spielplan der Bundesliga)

Hertha schockt den BVB früh

In Berlin musste der BVB früh einen Rückschlag verdauen. In der vierten Spielminute nutzte Salomon Kalou einen von BVB-Keeper Roman Bürki nach vorne abgewehrten Ball und staubte zum 1:0 ab. Bürki hatte den Distanzschuss von Maximilian Mittelstädt nicht kontrollieren können.

Dortmund ließ sich davon aber nicht beirren und hatte bald die Antwort. Thomas Delaney eroberte in der 14. Minute den Ball im Mittelfeld und marschierte  mit einem schönen Solo nach vorne. Seinen Abschluss fälschte Karim Rekik unhaltbar für Rune Jarstein im Berliner Tor ab.(SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Elfmeter für Berlin

Die Partie war somit wieder offen. Der BVB, bei dem Jacob Bruun Larsen im Sturm die fehlenden Paco Alcacer und Mario Götze ersetzte, hatte im Anschluss gleich mehrere dicke Chancen. In der 22. Minute scheiterte Bruun Larsen nach schönem Zuspiel von Christian Pulisic an Jarstein.

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Der Tabellenzehnte verteidigte stark und wollte möglichst wenig zulassen. Das musste dann in der 35. Minute aber der BVB: Schiedsrichter Tobias Welz pfiff ein Handspiel von Julian Weigl im Sechzehner - Elfmeter für Berlin. Der äußerst treffsichere Elfmeterschütze Kalou markierte seinen zweiten Treffer in der Partie.

Verwandelte Dortmunder nach der Pause

Trainer Lucien Favre war also gefordert in der Halbzeitpause und machte seiner Mannschaft offenbar ordentlich Dampf.

Ein verwandelter BVB kehrte zurück auf den Rasen und drehte den Turbo auf. Schon in der 47. Minute war es soweit. Dan-Axel Zagadou köpfte nach Eckball von Jadon Sancho zum verdienten 2:2.

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In der Folge wirbelte vor allem Dortmund und kam fast im Minutentakt zu größten Torchancen, ging aber zu fahrlässig mit ihnen um. 24 waren es am Ende.

Aufregung herrschte kurz, als Abdou Diallo Herthas Ondrej Duda im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Tobias Welz ignorierte die Berliner Einwände.

Reus führt den BVB zum Sieg

Die Erlösung brachte schließlich Marco Reus in der Nachspielzeit. "So ein Sieg in der 93. Minute gibt einen enormen Push", sagte der Kapitän bei Sky.

Auch Trainer Favre sagte: "Die zweite Halbzeit war viel besser. Am Ende hatten wir zwei, drei große Möglichkeiten. Die erste Halbzeit war schwer, aber nicht schlecht. Wir haben das Spiel aber nicht beherrscht."

Für den unrühmlichen Höhepunkt sorgte in der Nachspielzeit Herthas eingewechselter Routinier Vedad Ibisevic. Nachdem zuvor bereits Jordan Torunarigha wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte, warf Ibisevic BVB-Keeper Roman Bürki den Ball an den Kopf und sah Rot.

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