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Im Rückspiel gegen den FC Liverpool ruhen die Hoffnungen vor allem auf Robert Lewandowski. Im Gespräch mit SPORT1 blickt er selbstbewusst auf das Duell mit den Reds und Virgil van Dijk

Wird dieses Duell darüber entscheiden, wer das Viertelfinale der Champions League erreicht?

Im Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Liverpool (Champions League: FC Bayern - FC Liverpool, ab 21 Uhr im LIVETICKER) treffen in der Allianz Arena erstmals auch Robert Lewandowski und Virgil van Dijk aufeinander.

Der 27-jährige Niederländer gilt als einer der besten Innenverteidiger der Welt und war beim 0:0 im Hinspiel gelbgesperrt. Und Lewandowski? "Er ist einer der besten Stürmer der Welt, wenn nicht sogar in diesem Moment der beste Neuner der Welt" schwärmt Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Gespräch mit SPORT1.

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Vor allem ist Lewandowski in Top-Form, erzielte in der Bundesliga zuletzt vier Tore in zwei Spielen und führt mit acht Treffern auch die Torjägerliste in der Königsklasse an.

Lewandowski: "Liverpool hat auch Schwächen"

Vor der Defensiv-Stärke der Reds und vor Abwehrhüne van Dijk hat der 30-Jährige Respekt, aber keinesfalls Angst. "Gegen ihn wird es nicht einfach, ein Tor zu schießen, aber das ist Champions League. Da muss man versuchen, etwas Besonderes zu schaffen. Wir müssen daher jede noch so kleine Lücke finden und unsere Chancen nutzen. Liverpool hat wenig Gegentore bekommen, wir müssen wirklich Gas geben", fordert Lewandowski im Gespräch mit SPORT1.

Zwar birgt das torlose Remis im Hinspiel für die Münchner Risiken, weil sie vorne treffen müssen und hinten kein Gegentor bekommen dürfen, sofern sie es nicht erst im Elfmeterschießen regeln wollen. Was dem dritten Kapitän der Bayern aber vor allem wichtig ist, ist der Glaube an die eigene Stärke.

"Wir müssen bereit sein ein Tor zu schießen, wenn Liverpool einen Fehler macht. Sie haben zwar eine starke Mannschaft und das zeigen sie auch in der Premier League, aber sie haben auch Schwächen. Genau da liegt unsere Chance."

Lewandowski weiß, dass am Mittwochabend die Hoffnungen auf ein Weiterkommen der Münchner nicht zuletzt auf ihm ruhen. Vor allem will er den Beweis erbringen, auch in den besonderen Spielen zu treffen. In den vergangenen sechs K.o.-Spielen in der Champions League blieb der Pole torlos. Lewandowski, der in dieser Saison auch als Vorlagengeber glänzt, ist optimistisch: "Ich weiß, dass der Gegner vermutlich sehr auf mich fokussiert sein wird. Dann muss ich halt was Neues versuchen, immer wieder den Ball fordern und versuchen, ein Tor zu schießen."

Mehr Offensive wagen

Lewandowski macht auch deutlich, dass er sich in neuer, verantwortungsvoller Rolle nicht nur Gedanken um sein Spiel macht, sondern auch die Ausrichtung seiner Mannschaft beachtet. Diese war im Hinspiel sehr defensiv ausgerichtet, Lewandowski hatte demzufolge wenig Aktionen, aber ackerte dafür umso mehr.

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"Wir dürfen nicht total angreifen, aber müssen unsere Offensivaktionen natürlich suchen", fordert er für das Rückspiel. "Defensiv müssen wir aber auch stark sein und sicher bleiben. Wir müssen das aber auf dem Platz regulieren. Erst da sehen wir, wie wir uns verhalten können."

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Ein Weiterkommen gegen Liverpool ist alles andere als ausgeschlossen. Galten die Bayern vor dem Hinspiel noch als leichter Außenseiter, gaben ihnen die zuletzt zwölf Siege aus den vergangenen 13 Bundesliga-Spielen merklich Rückenwind. Auch die zuletzt erzielten elf Tore in den vergangenen beiden Liga-Spielen habe seinem Team "Selbstbewusstsein" gegeben, so Lewandowski.

Die Reds hingegen haben in der Premier League die Tabellenführung verspielt und liegen nun einen Punkt hinter Manchester City auf Platz zwei.

Lewandowski: Komplizierte Saison

Allzu euphorisch will Lewandowski aber dennoch nicht sein. "Die Saison ist sehr kompliziert", sagt er zur Situation des deutschen Rekordmeisters.

"Wir müssen jetzt einfach locker und voll fokussiert bleiben, denn wir haben noch gar nichts gewonnen. Wir haben in der Bundesliga noch keinen Vorsprung und sind in der Champions League noch nicht in der nächsten Runde. Wir wissen, wie schwer diese Saison war und ist. Wir dürfen jetzt keinesfalls denken, dass es einfacher wird. Ganz im Gegenteil, es wird noch schwieriger und wir müssen jetzt noch mehr Gas geben."

Das trifft vor allem auf sein Duell mit van Dijk zu.

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