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Bruno Labbadia wird den VfL Wolfsburg nach dieser Saison verlassen. Die Nachricht verkündet der Coach den Bossen und der Mannschaft.

Trainer Bruno Labbadia wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht verlängern.

Der 53-Jährige hört im Sommer bei den Niedersachsen auf, das bestätigte der Klub am frühen Dienstagabend. Auch seine beiden Assistenztrainer Eddy Sözer und Olaf Janßen sowie Rehatrainer Günter Kern werden den VfL verlassen.

Nach SPORT1-Informationen hatte Labbadia zuvor am Mittag um 13 Uhr Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer seine Entscheidung mitgeteilt. Auch die Mannschaft wurde bereits über diesen Schritt informiert. Wie SPORT1 weiß, fiel die Entscheidung des Trainers am vergangenen Wochenende.

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Gräben zwischen Labbadia und Schmadtke

"Ich möchte mich beim Verein, aber vor allem auch bei der Mannschaft für die zurückliegenden fantastischen und intensiven Monate bedanken. Ich habe mir in den vergangenen Wochen Gedanken über die Zukunft gemacht und bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich dem VfL Wolfsburg ab dem Sommer nicht mehr zur Verfügung stehe", wird Labbadia in einer Pressemitteilung zitiert.

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Zuletzt waren Dissonanzen zwischen Labbadia und Wolfsburgs Sportvorstand Jörg Schmadtke an die Öffentlichkeit geraten. Labbadia machte nun keinen Hehl daraus, dass das maßgeblich zu seiner Entscheidung beigetragen habe.

"Eine weitere Zusammenarbeit wäre für den VfL nur zielführend und sinnvoll, wenn ein konsequenter fachlicher Austausch zwischen den sportlichen Verantwortlichen über die gesamte Saison gegeben wäre. Da unsere Vorstellungen nicht zu einhundert Prozent übereinstimmen, habe ich für mich diesen Entschluss gefasst", erklärte der zweimalige deutsche Nationalspieler.

Labbadia rettete den VfL vor dem Abstieg

Einen möglichen Abschied hatte Labbadia auch schon Ende Februar im SPORT1-Interview nicht ausgeschlossen.

Labbadia arbeitet seit dem 20. Februar 2018 in Wolfsburg und führte das abstiegsbedrohte Team in der vergangenen Saison über den Umweg Relegation zum Klassenerhalt. In der laufenden Spielzeit zählt der VfL wieder zum Kreis der Europacup-Anwärter.

Wer folgt auf Labbadia?

Die für April angekündigten, "ergebnisoffenen" Vertragsgespräche, die Schmadtke sich laut Vereinsmitteilung gewünscht hätte, finden nun nicht mehr statt. Der als Sturkopf geltende Rheinländer zeigte sich vom Zeitpunkt der Entscheidung Labbadias "überrascht".

Die Frage ist nun, wer auf Labbadia im Sommer folgen wird. Als heißester Anwärter gilt Salzburgs Marco Rose, der in Österreich allerdings noch einen Vertrag bis 2020 besitzt und auch bei Schalke 04 und 1899 Hoffenheim hoch im Kurs steht. Auch der Name von Oliver Glasner vom Linzer ASK fiel im Umkreis des Klubs auffallend häufig.

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