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Oliver Kahn erklärt erstmals konkret, dass er sich einen Führungsjob beim FC Bayern vorstellen könne. Er habe jedoch auch andere Verpflichtungen.

Die Rückkehr des einstigen Torwart-"Titans" Oliver Kahn zum deutschen Rekordmeister Bayern München wird konkreter. "Natürlich überlege ich mir das im Moment und kann mir das auch durchaus vorstellen", sagte Kahn der Passauer Neuen Presse am Rande eines Besuchs bei einem Bauunternehmen über die Pläne der Münchner, ihn als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aufzubauen.

Präsident Uli Hoeneß (67) hatte zuletzt Gespräche mit Kahn über das Rummenigge-Erbe bestätigt und den 49-Jährigen als "Wunschkandidaten" bezeichnet. Rummenigges Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft Ende 2021 aus. Kahn soll aber schon früher im Vorstand des FC Bayern einsteigen und dort von Rummenigge (63) in einer Art Probezeit eingearbeitet werden

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Dies sei seine Idee gewesen, sagte Kahn nun. Der 86-malige Nationalspieler sprach von einer "Form des Übergangs, die ich mir sehr, sehr gut vorstellen kann und die auch übrigens von mir angeregt war, weil ich glaube, dass ich mich immer sehr gut einschätzen kann und konnte".

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"Stück für Stück aufbauen"

Er glaube angesichts der Größe des Unternehmens FC Bayern mit mehreren Hundert Millionen Euro Umsatz nicht, dass er einfach sagen könne: "So, wo ist jetzt mein Schreibtisch und jetzt geht's los." Daher sei es "die beste Lösung, so etwas Stück für Stück aufzubauen".

Man dürfe aber nicht vergessen, betonte Kahn, "ich bin seit zehn, elf Jahren nicht mehr dabei und habe mir in diesen Jahren vieles aufgebaut, das eine oder andere Unternehmen gegründet, habe Verantwortung für Mitarbeiter und kann nicht Knall auf Fall sagen, ich mache damit Schluss und werfe alles weg und stehe da jetzt zur Verfügung".

Hoeneß erklärt Stand der Gespräche

Er habe sich "ganz bewusst nicht" auf den Schritt zurück in den Fußball vorbereitet, bei seinen unternehmerischen Tätigkeiten aber "die Fähigkeit entwickelt, auch einmal so einen Job übernehmen zu können", meinte Kahn: "Für mich ist dieser Switch im Kopf nicht mehr so besonders groß, außer, dass es dann natürlich um ganz, ganz andere Dinge geht."

Am Sonntag hatte FCB-Präsident Uli Hoeneß im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 den Stand der Verhandlungen mit Kahn erklärt. "Wir sind im Gespräch. Wir werden das irgendwann mit dem Aufsichtsrat besprechen. Dann werden wir auch mit Oliver Kahn konkrete Gespräche führen." Im Moment sei es erst einmal nur eine gute Idee: "Und wenn das der Aufsichtsrat auch gut finden geht’s weiter."

Kahn wurde beim FC Bayern zur Legende und stand insgesamt 632-mal im Münchner Tor. 2008 beendete der Keeper seine Karriere.

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