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Der FC Augsburg feiert den Sieg bei Eintracht Frankfurt
Der FC Augsburg feiert den Sieg bei Eintracht Frankfurt © Getty Images
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Frankfurt am Main - Martin Schmidt feiert einen glänzenden Einstand als Trainer von Abstiegskandidat FC Augsburg. Nach Rückstand setzen sich die Gäste bei Eintracht Frankfurt durch.

Bei seinem Einstand nach Maß erlebte Martin Schmidt ein Deja-vu. "Unglaublich, wie damals, wieder 0:1 hinten, wieder gegen Frankfurt", sagte der neue Trainer des FC Augsburg nach dem 3:1 (2:1)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt bei Sky: "Mir fehlen die Worte."

Mit demselben Ergebnis gegen denselben Gegner hatte der Schweizer vor vier Jahren seine Bundesliga-Karriere als Coach des FSV Mainz 05 begonnen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Auch damals haben wir einen Rückstand gedreht", sagte Schmidt, der für ein Novum sorgte: Zum ersten Mal gewann in dieser Saison nach einem Trainerwechsel der neue Coach sein erstes Spiel.

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Der Sieg war enorm wichtig für die kriselnden Augsburger. Der Vorsprung auf den Relegationsrang wuchs fünf Runden vor Schluss auf sieben Punkte, im Kampf um den Klassenerhalt ist eine Vorentscheidung gefallen. "Wir haben uns sehr viel Druck genommen", sagte Schmidt. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Schmidt bedankt sich bei Baum

"Ich habe eine funktionierende Mannschaft übernommen, eine Top-Mannschaft", freute sich Schmidt, der seinem Vorgänger danken wollte: "Man kann in einer Woche nicht aus einer faulen Truppe eine Siegermannschaft machen, wie es heute war, sondern das war eine funktionierende Truppe. Deshalb ein Wort an meinen Vorgänger Manuel Baum: Er hat mir eine Top-Mannschaft, eine taktisch gut geschulte Mannschaft übergeben. Davon konnte ich heute profitieren. Jetzt geht es in die neue Zukunft."

U21-Nationalspieler Marco Richter (31.) glich für die Augsburger zunächst die Frankfurter Führung durch Goncalo Paciencia (14.) aus und drehte mit einem präzisen Fernschuss (45.+4) die Partie sogar noch vor der Halbzeit.

Für die Entscheidung sorgte Michael Gregoritsch (84.). Da spielten die Hessen nach der Gelb-Roten Karte für Gelson Fernandes (47.) schon lange in Unterzahl. 

Bobic kritisiert Dankert

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zeigte sich mit der Leistung von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) überhaupt nicht einverstanden: "Ich fand ihn nicht gut. Er hatte keine Linie", meinte Bobic. Dies bedeute "aber nicht, dass er schuld war an der Niederlage. Aber er war einfach schlecht heute. Auch das ist nicht schlimm, weil auch meine Spieler waren nicht alle auf der Höhe heute. Es passiert auch einem Schiedsrichter mal, dass er einen schlechten Tag hat. Er wird sicherlich wieder bessere Tage haben."

Auch zur Gelb-Roten Karte gegen Fernandes hatte Bobic eine klare Meinung: "Es ist ein Witz für mich. In der Bundesliga spielen wir keine Zweikämpfe mehr. Aus meiner Sicht wird in der Bundesliga eh zu schnell gepfiffen. Ich finde es schade, weil international ist das Spiel dann doch ganz anders und wird auch anders bewertet."

Während Augsburg nach der engagierten Vorstellung den restlichen Wochen optimistisch entgegenblicken darf, erhielten die Königsklassen-Hoffnungen der Eintracht durch die erste Liga-Niederlage in diesem Jahr einen Dämpfer. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Zudem misslang die Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League: Am Donnerstag muss Frankfurt gegen Benfica Lissabon ein 2:4 aufholen muss.

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Im Vergleich zum desaströsen 0:4 gegen die TSG Hoffenheim, das Ex-Trainer Baum letztlich den Job gekostet hatte, nahm Schmidt in seiner Startelf vier Veränderungen vor - unter anderem weil Verteidiger Philipp Max krankheitsbedingt fehlte. Dessen Vertreter Konstantinos Stafylidis hatte nach 118 Sekunden auch die erste, wenngleich harmlose Abschlussmöglichkeit der Partie.

Doppelpack von Richter

Für deutlich mehr Gefahr sorgten in der offen geführten Anfangsphase die Versuche des Frankfurters Luka Jovic (4./5.). Nach dem sehenswerten Treffer von Paciencia, der den wie in Lissabon verletzt fehlenden Sebastien Haller ersetzte, verlor das auf Augenhöhe geführte Duell allerdings an Attraktivität. Der Ausgleich durch Richter kam ebenso wie die FCA-Führung etwas überraschend.

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Insgesamt behinderten zahlreiche Fouls und Verletzungspausen den Spielfluss. Offensivaktionen waren vor allem im ersten Durchgang die Seltenheit, Schiedsrichter Dankert hatte mit den häufig diskutierenden Spielern jede Menge Arbeit.

Der Platzverweis des nicht immer souverän wirkenden Unparteiischen gegen Fernandes war vertretbar - und er erschwerte die Bemühungen der Gastgeber, die vor allem mental nicht den frischesten Eindruck machten. Ein Ausdruck dafür waren zahlreiche Abstimmungsfehler, technische Unzulänglichkeiten und zu einfach vertändelte Bälle.

Nach einer knappen Stunde hätte Ja-Cheol Koo (58.) die Schwäche der SGE ausnutzen müssen, er verpasste aus kurzer Distanz allerdings den dritten Treffer. Insgesamt waren die Gäste in dieser Phase einer Vorentscheidung dennoch deutlich näher als die Frankfurter dem Ausgleich.

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