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Hertha BSC und Hannover 96 trennen sich torlos
Hertha BSC und Hannover 96 trennen sich torlos © Getty Images
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Berlin - Nach acht Pleiten in Folge ergattert Hannover 96 im Krisengipfel einen Zähler bei Hertha BSC. Der Relegationsplatz ist für das Schlusslicht aber noch weit entfernt.

Thomas Doll wusste, was die Stunde geschlagen hat. Nach dem 0:0 bei Hertha BSC klatschte der Trainer von Tabellenschlusslicht Hannover 96 zähneknirschend seine Spieler ab, wohlwissend, dass der verdiente Punkt an der Spree für den abgeschlagenen Tabellenletzten zu wenig war. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Ich weiß nicht so richtig, was ich mit dem Punkt anfangen soll. Aber ein Punkt ist zu wenig. Heute wäre mehr drin gewesen, denn Hertha hatte auch nicht den besten Tag", sagte Doll nach der Partie bei Sky.

Hannover stoppt Pleitenserie

Dass die schwarze Serie mit acht Niederlagen am Stück gestoppt werden konnte, war für Doll nur ein schwacher Trost: "Da können wir uns nichts für kaufen." Die Niedersachsen haben sechs Zähler Rückstand auf Relegationsrang 16. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Viel besser war die Laune bei seinem Kollegen Pal Dardai auch nicht. "Man hat gesehen, dass die Fünf-Niederlagen-Mannschaft gegen die Acht-Niederlagen-Mannschaft gespielt hat. Bei uns war der Wille da, aber die Tore und das spielerische Element haben gefehlt", kommentierte der zum Saisonende scheidende Coach das trostlose Match.

Überschattet wurde die Begegnung vom Tod eines 70 Jahre alten Fans, der vor dem Spiel vor dem Stadion zusammengebrochen war. Dadurch rückte die Sieglos-Serie der Hertha von nun sechs Partien ohne Dreier etwas in den Hintergrund. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Zwar sind die Berliner von Abstiegsängsten frei, doch Dardai wird seine Spieler noch einmal an seine Worte vor der Partie erinnern müssen.

"Nicht, dass die Spieler jetzt denken, Pal ist schon mit einem Bein weg, jetzt kann ich chillen", hatte der Ungar gesagt, nachdem am vergangenen Dienstag bekannt geworden war, dass er zum Saisonende das Cheftrainer-Amt abgibt.

Dardais Spielern war die Wut über die eigenen blutleeren Auftritte der jüngeren Vergangenheit gegen Hannover zu Beginn anzumerken.

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Über den nach einer Sprunggelenksverletzung zurückgekehrten Marko Grujic initiierte die Dardai-Elf zahlreiche ansehnliche Kombinationen, Lukas Klünter (1.) nach starkem Sololauf und Grujic selbst (9.) hatten früh aussichtsreiche Möglichkeiten. 

Hannover hatte im Angriff in dieser Phase wenig zu melden, zu häufig verlor der Abstiegskandidat den Ball schon in der eigenen Hälfte.

Leckie verpasst Hertha-Führung

Glück hatten die Niedersachsen, als Berlins Mathew Leckie (14.) mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel sowohl am Pfosten als auch an 96-Torwart Michael Esser scheiterte.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit flachte die Partie dann massiv ab. Fast aus dem Nichts hatte Hannovers Waldemar Anton (45.+1) die große Chance zur Führung, die Herthas Schlussmann Rune Jarstein zur Ecke lenkte.

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Nach der Pause kam Hannover stärker aus der Kabine, Florent Muslija (50.) setzte mit einem Schlenzer, den Jarstein nur mit Mühe aus der rechten unteren Ecke kratzte, ein Ausrufezeichen.

Diesen Weckruf hatte es für die Gastgeber wohl gebracht, die in der Folge wieder aktiver auftraten und in Person von Ondrej Duda (56.) eine hundertprozentige Chance vergaben.

Nach Vorlage des nach Rotsperre zurückgekehrten Kapitäns Vedad Ibisevic jagte der Spielmacher den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Auch Salomon Kalou vergab anschließend noch zwei gute Chancen.

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