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Die TSG Hoffenheim nimmt den FC Augsburg auseinander und träumt wieder von Europa. Belfodil ist abermals der entscheidende Mann, diesmal mit drei Toren.

Abgekämpft stützte sich Ishak Belfodil auf die Knie und atmete tief durch. Zur Belohnung für den Hattrick zum 4:0 (1:0)-Sieg der TSG Hoffenheim beim FC Augsburg gab es für den Algerier einen anerkennenden Klaps von Trainer Julian Nagelsmann.

"Natürlich kann er auch mal einen auflegen", sagte der Coach mit einem Schmunzeln bei Sky: "Aber wenn er drei Tore macht, ist alles in Ordnung."

In der zweiten Halbzeit hatte Belfodil mit drei Treffern (61., 74. und 82.) für die Entscheidung gesorgt. Vor der Pause allerdings hatte er nach der frühen Führung durch Andrej Kramaric (6.) sehr eigensinnig große Chancen ausgelassen.

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Belfodil nimmt Ball mit

"Drei Tore sind mir noch nie geglückt", sagte der Matchwinner, der den Spielball für seine Kinder mitnahm. Mit dem dritten Sieg in den letzten vier Spielen hielt Hoffenheim Tuchfühlung zu den Europapokalplätzen und rückte bis auf einen Punkt an Rang sechs heran.

"Wir müssen nahezu alle Spiele gewinnen, weil die Mannschaften vor uns sehr stabil sind", sagte Nagelsmann.

Augsburg liegt nach der Niederlage noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz. "Wir haben in den letzten beiden Spielen 0:7 Tore bekommen, da darfst du nicht hoffen, dass die anderen noch blinder sind", sagte Mittelfeldspieler Daniel Baier: "Wir stehen unten drin, weil wir nicht konstant genug sind." (SERVICE: Der Spielplan der Bundesliga)

Kramaric mit Führung

Die erschreckend schwachen Augsburger hatten vor 27.552 Zuschauern vor allem große Probleme mit dem schnellen Direktspiel der Gäste, die fast folgerichtig früh in Führung gingen. Nach einer Fußabwehr von Torhüter Gregor Kobel, von Hoffenheim an die Schwaben ausgeliehen, schloss Kramaric überlegt einen Angriff ab, den er im Zusammenspiel mit Nico Schulz selbst eingeleitet hatte. (Der Liveticker zum Nachlesen)

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Augsburg fand danach nicht ins Spiel, die Abwehr blieb anfällig. Hoffenheim hätte bereits zur Pause deutlicher führen können, Kobel aber rettete zunächst gegen Belfodil (24.). Nur Sekunden später lenkte der Torhüter einen Schuss von Kramaric mit einem Reflex noch an die Latte. Wenig später hatte erneut Belfodil einen Treffer auf dem Fuß, verzog aber (28.).

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Augsburgs Trainer Manuel Baum sah sich schon nach einer halben Stunde zu einer Umstellung gezwungen. Er nahm den als Rechtsverteidiger aufgebotenen Reece Oxford vom Feld, beorderte an dessen Stelle Jonathan Schmid und schickte Torjäger Alfred Finnbogason als zentrale Spitze auf den Platz. Zumindest defensiv stand Augsburg danach etwas besser. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Augsburg schwach

Offensiv aber brachten die Gastgeber nur wenig zustande. Ihr Spiel litt unter Ungenauigkeiten im Aufbau, auch Dribblings brachten keine Gefahr. Die beste Chance ergab sich erst in der 53. Minute, als Michael Gregoritsch mit einem Kopfball nur knapp das Tordreieck verfehlte. Es war eine Szene mit Seltenheitswert, Augsburg fehlten Präzision und Durchschlagskraft.

Hoffenheim hätte in dieser Phase längst mit Gelassenheit dem Schlusspfiff entgegensehen können. Die TSG besaß weiterhin die besseren Chance, spielte ihre Angriffe oder Konter aber zunächst nicht präzise genug zu Ende. Erst nach einer Stunde gelang dem starken Belfodil nach Vorarbeit von Kerem Demirbay der überfällige zweite Treffer, mit seinem zweiten war das Spiel endgültig entschieden.

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