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München - Der FC Bayern erteilt Borussia Dortmund im Topspiel eine Lehrstunde und ist auf Meisterkurs. SPORT1 fasst die Stimmen zum spektakulären Topspiel zusammen.

Der FC Bayern München hat Borussia Dortmund im Topspiel der Bundesliga eine Lehrstunde erteilt. Die Münchner setzten sich in der Allianz Arena mit 5:0 (4:0) durch. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER) 

Mats Hummels erklärt, was die Bayern anders gemacht haben als beim Aus in der Champions League gegen den FC Liverpool. BVB-Kapitän Marco Reus bescheinigte seinem Team im Anschluss eine "katastrophale" Leistung.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zum Topspiel zusammen.

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Mats Hummels (FC Bayern): "Wir wollten von vornherein zeigen, dass das heute ein Heimspiel ist. Wir sind am besten, wenn wir aktiv mit und gegen den Ball sind. Wir wissen schon selber, wenn wir Sachen falsch machen. Dass wir gegen Heidenheim nach dem 4:2 noch das 4:4 kriegen und hätten ausscheiden können, wissen wir, dass wir viel falsch gemacht haben. Wichtig war, dass wir kein Gegentor bekommen. So wie wir in den ersten 45 Minuten gespielt haben, sind wir eine Top-Mannschaft. Das Passive, das Verteidigen gegen den Ball, liegt uns nicht so. Es war auch schon gegen Liverpool anders angedacht. Es war nicht so, dass der Trainer gesagt hat, wir wollen passiv spielen."

... zur nächsten Saison: "Ich finde es eine gute Sache, wenn man sich gegenseitig zur Höchstleistung pushen muss. Ich mag Konkurrenzkämpfe. Ein bisschen Konkurrenz schadet nicht." (SERVICE: Der Tabelle der Bundesliga)

... zu Boatengs Party: "Ich schaue wahrscheinlich mal kurz vorbei, aber nicht so lange, wir haben noch viele Ziele. Das Wasser soll da sehr gut schmecken."

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Robert Lewandowski (FC Bayern): "Ich freue mich sehr, dass wir heute richtig gut gespielt und gewonnen haben." (SERVICE: Der Spielplan der Bundesliga)

... zu seinen 201 Bundesliga-Toren: "Das bedeutet mir viel. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so viele Tore in der Bundesliga schießen würden. Ich bin sehr stolz, in einem Klub mit nur fünf Spielern zu sein. Aber das Wichtigste ist, was wir im nächsten und übernächsten Spiel machen. Wir sind nur einen Punkt vorne, das wird ein schwieriger Weg."

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Manuel Neuer (FC Bayern): "Es war ein guter Auftritt. Wir sind sehr froh darüber. Wir haben in allen Mannschaftsteilen sehr gut zusammengespielt. Wir waren sehr dominant. Darauf mussten wir lange warten. Wenn Dahoud den am Anfang reinmacht, kann es auch anders laufen. Das war ein Glücksmoment. Es war ein sehr geschlossener Auftritt, wir haben Dortmund kaum Luft zum Atmen gegeben."

... zu den großen Spielen dieser Saison: "Wenn man alle Big-Point-Spiele zusammennimmt, war es erst das erste Spiel, das wir für uns entschieden haben."

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Fußball ist merkwürdig, man kann ihn nicht immer genau erklären. Wir haben auch in der ersten Saisonhälfte nach vorne verteidigt. Der Sieg in der Art und Weise war richtig gut."

... zur Taktik: "Jetzt haben wir wieder mit einem Sechser und zwei Achtern gespielt und haben alles abgeräumt. Die Jungs vorne haben alle gut gearbeitet. Bis auf einen Schuss war von Dortmund nicht viel zu sehen. Wir wussten, dass Zagadou anfällig ist und sind vorne gut draufgegangen."

... zur Kritik an der Mannschaft: "Es war schon so, dass viele die Mannschaft hart kritisiert haben. Ich habe die Mannschaft sachlich kritisiert."

... ob Kovac zu Boatengs Party geht?: "Sicher nicht."

Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern): "Ich werde heute nichts sagen. Die Mannschaft hat gesprochen."

Marco Reus (BVB): "Wir haben einfach katastrophal gespielt und verteidigt. Wir hatten null Druck nach vorne. Bayern war besser, das müssen wir neidlos anerkennen. So dürfen wir nicht auftreten, sonst bekommen wir auch gegen andere Mannschaften Probleme. Bayern ist kein Karnevalsverein. Wir stehen viel zu tief, damit fängt es schon an. Man muss offensiv hier spielen, aber das haben wir zu keiner Sekunde geschafft. Wir waren hier klar die schlechtere Mannschaft. So dürfen wir uns nicht präsentieren. Wir haben heute verdient verloren."

"Wir hatten eine gute Möglichkeit am Anfang durch Mo (Dahoud; Anm. d. Red.). Aber auch wenn die rein gegangen wäre, hatte man schon das Gefühl, dass die Münchner griffiger waren, eine bessere Ordnung hatten. Sie haben die Räume sehr gut genutzt. Wir standen zu weit auseinander und haben die Räume nicht gut verteidigt, nach vorne keine guten Lösungen gefunden. Es war sehr enttäuschend, das mit anzusehen. Das tut sehr weh."

… ob die Niederlage der Mannschaft einen Knacks geben könnte: "Das wird man nächsten Samstag sehen. Psychisch tut es sehr weh, weil wenig dafür gesprochen hat, dass das Spiel so ausgeht. Aber wir müssen knallhart zu uns selbst sein und müssen das Spiel so analysieren, wie es sich angefühlt hat. Nur so können wir die Fehler abstellen. Das gehört dazu genau wie Lob nach einem guten Spiel. Wir kriegen heute zurecht einen drauf und jeder einzelne muss sich an die eigene Nase fassen."

… über seine Position ganz vorne im Sturm: "Jeder weiß, dass das nicht meine Lieblingsposition ist und dass ich da nicht spielen möchte. Aber das ist keine Ausrede. Jeder spielt da, wo der Trainer ihn aufstellt. Da muss einfach eine andere Einstellung an den Tag gelegt werden. Das muss morgen schon anfangen."

... auf SPORT1-Nachfrage, wieso der BVB so anfällig bei Standardsituationen war: "Wir waren nicht aggressiv genug. Vor jedem Spiel schauen wir uns die Standardsituationen der Gegner an, aber die müssen wir einfach besser verteidigen. Wir stehen einfach nur aber wir müssen die Männer aufnehmen und auf dem Sprung sein. Das sagt der Trainer jedesmal, aber wir sind da zu unaufmerksam und kassieren zu leicht Gegentore."

Manuel Akanji (BVB): "Wenn du hier beim FC Bayern spielst, musst du deine Chancen nutzen. Wenn wir die Chance von Mo Dahoud in der 6. Minute nutzen, kann das Spiel ganz anders laufen. Bei Bayern war jeder Eckball wie eine gute Torchance. Wir haben einfach nicht genug dagegen gehalten. Es hat einfach viel zu viel gefehlt in der ersten Halbzeit. Mats Hummels ist da vier Mal allein zum Kopfball gekommen. Das kann einfach nicht sein. Wir sind ins Spiel gegangen, um zu gewinnen. Aber mit dieser Leistung reicht es einfach nicht."

... zum Titelrennen: "Es ist jetzt nur ein Punkt. Es ist noch alles drin, aber wir müssen uns schleunigst verbessern."

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Lucien Favre (Trainer BVB): "Das war eine Lehrstunde, das müssen wir klar sagen. Bayern war viel besser, hat mit viel Tempo, viel technischem Tempo und mit der richtigen Bewegung im richtigen Moment gespielt. Wir müssen uns auf die nächsten Spiele konzentrieren und fertig. Wenn wir so spielen wie heute, wird es schwierig."

... zur Aufstellung mit Reus statt Götze in der Spitze: "Es ist leicht zu sagen, dass es eine falsche Idee war. Aber wir haben es so gemacht, weil wir Läufe in die Tiefe haben wollten."

... zu Piszczeks Leistung: "Man hat gesehen, dass er zwei Monate nicht mehr gespielt hat. Aber er hat die ganze Woche gut trainiert. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er nicht gespielt hätte."

Michael Zorc: (Sportdirektor BVB): "Es ist schwer, nach so einem Spiel die Worte zu finden. Wir haben heute alles vermissen lassen, was eine Spitzenmannschaft ausmacht. Insbesondere hatte ich das Gefühl, dass wir dieser Konstellation mental nicht gewachsen waren. Wir haben Fehler gemacht, die manche Spieler das letzte Mal in der A-Jugend gemacht haben. Wir waren mental nicht in der Lage, das Spiel so zu spielen, wie wir es können."

... auf die Frage, ob die Niederlage auch der jungen BVB-Mannschaft geschuldet sei: "Wenn wir jetzt alle Erklärungen schon hätten, dann wäre es einfach. Ich kann erst einmal nur das beschreiben, was ich gesehen habe. Wir haben einfache Fehler gemacht. Das erste Tor war eine Standardsituation, einfacher geht es nicht mehr. Das zweite Tor war fast ein Eigentor. Wie willst du denn dann hier gewinnen?"

... über die BVB-Aufstellung: "Es war klar, dass wir nach den Ausfällen improvisieren mussten, bei den Problemen auf der Seite und vorne. Insgesamt haben vier Spieler gefehlt. Wer das Spiel an der Aufstellung oder Formation fest macht, der hat keine Ahnung vom Fußball. Hier ging es um ganz andere Sachen. Wir hätten auch mit der Aufstellung 11-0-0 spielen können, dann hätten wir trotzdem 5:0 verloren. Das ist der falsche Ansatz. Wir haben Fehler gemacht, die wir normal so nicht machen."

... über den Titelkampf: "Die Meisterschaft ist noch nicht zu Ende."

Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung BVB): "Das Heidenheim-Spiel kann man nicht mit dem Spiel heute vergleichen. Die Bayern haben von der ersten Minute an eine ganz andere Gier an den Tag gelegt. Wir haben uns zu sehr versteckt, nicht mutig genug hinten heraus geschoben, kaum Zweikämpfe geführt. Das ist leider die sachliche Analyse. In der ersten Halbzeit haben wir einfach vieles falsch gemacht. Dann war das Spiel natürlich sehr schnell entschieden. Trotzdem will ich hier auch ganz klar betonen, dass die Meisterschaft noch nicht entschieden ist. Es ist nur ein Punkt. Wir müssen natürlich anders auftreten. Aber es ist noch nicht entschieden."

... warum der BVB nicht mit dem angekündigten Mut agierte: "Es waren viele Dinge und Kleinigkeiten am Anfang. Einige Fehlpässe, kaum Zweikämpfe gewonnen. Bei Standards mussten wir auch ein paar brenzlige Situationen überstehen. Sowohl das Selbstvertrauen, das wir uns eigentlich als Tabellenführer erarbeitet haben und das man hier mitbringen muss, als auch der Mut, den wir unter der Woche auch angesprochen haben, war relativ schnell verbraucht. Dann kamen ein, zwei Tore direkt hintereinander. Wir haben eigentlich nie zu unserem Spiel gefunden. Wir hatten eine Torchance in der ersten Halbzeit, die hervorragend herausgespielt war. Ansonsten war heute leider kein Borussia Dortmund zu sehen."

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