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Stefan Effenberg kritisiert nach der BVB-Klatsche bei den Bayern die Einstellung der Dortmunder. Der SPORT1-Experte nimmt nun Matthias Sammer als externen Berater der Borussia in die Pflicht.

Borussia Dortmund musste im Topspiel beim FC Bayern eine deftige 0:5-Niederlage hinnehmen. 

Für SPORT1-Experte Stefan Effenberg ist vor allem die Einstellung des BVB mit entscheidend für die hohe Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre habe gespielt "wie das Kaninchen vor der Schlange", erklärte Effenberg im CHECK24 Doppelpass

Kritisch sieht der 50-Jährige in diesem Zusammenhang auch die Verteidigung bei Eckbällen im Raum - wie beim 0:1 durch Mats Hummels. "Du musst gegen den Mann verteidigen bei den Bayern-Standards und nicht im Raum. Das war symptomatisch für das ganze Spiel: Keiner wollte in die Zweikämpfe gehen und sie annehmen", bemängelte Effenberg.

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Effenberg von Witsel enttäuscht

Der ehemalige Bayern-Kapitän sieht vor allem die Dortmunder Führungsspieler in der Pflicht: "Da erwarte ich auch von einem wie Witsel, dass er da vor einer Ecke nochmal klar die Zuteilung vornimmt. Wenn etwas verändert werden musste, dann hat das der Kapitän oder ein Führungsspieler zu machen. Das erwarte ich, das ist Eigenverantwortung."

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Auch mit dem Plan von Marco Reus, das Spiel gegen den Rekordmeister genau zu analysieren, kann Effenberg nichts anfangen. "Dortmund hatte den Kopf nicht im Griff. Das Spiel jetzt zu analysieren, würde die Jungs nur noch mehr runterholen. Das würde ich nicht machen", sprach er eine Empfehlung an Lucien Favre aus. 

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Er würde an Dortmunder Stelle nach vorne schauen. "Und ich erwarte von Matthias Sammer, dass er auch Einfluss nimmt. Dafür ist er da", meinte Effenberg. "Die Frage ist, ob Favre das zulässt. Wenn Favre jetzt sagt: 'Wir müssen das erstmal verdauen' - das ist doch schon ein falsches Zeichen! Es ist doch nur ein Punkt Rückstand."

Freund missfällt die Körpersprache

Auch Steffen Freund, Europameister von 1996, missfielen die Dortmunder Einstellung und Körpersprache.

"Das war alles viel zu passiv und immer zu spät dran in den Zweikämpfen. Das galt für alle Spieler. Auch die ganz normalen Dingen haben nicht funktioniert", sagte er. "Bayern München hat zu Hause so viel Qualität, dass man sich auch mal tiefer stellen muss und kontern muss. Und dann schafft es Dortmund nur ein einziges Mal im ganzen Spiel, so einen Konter zu fahren."

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