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München - Die Rückkehr von Oliver Kahn zum FC Bayern nimmt Formen an. Der Ex-Torwart bestätigt Gespräche, auch Karl-Heinz Rummenigge äußert sich.

Der personelle Umbruch beim FC Bayern wird sich nicht nur auf dem Platz vollziehen, sondern mittelfristig auch in der Chefetage.

"Ich höre 2021 auf. Ich bin dann 20 Jahre dabei. Ich finde auch, dass das ein guter Zeitpunkt ist, den Staffelstab an Oliver Kahn zu übergeben", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag bei sky - und bestätigte damit gleichzeitig, dass der ehemalige Nationaltorhüter Kahn ihm nachfolgen soll.

"Der Plan ist, dass Olli mein Nachfolger wird. Der Aufsichtsrat hat dafür grünes Licht erteilt", erklärte der Rummenigge. Zwar gebe es noch keinen genauen Zeitplan und auch keinen Vertrag, in der Zeit bis zu seinem Rückzug wolle er Kahn aber noch einlernen. 

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Kahn erwartet "gigantische Herausforderung"

Kahn selbst hatte bereits am Samstagabend öffentlich gemacht, dass sein Engagement beim FC Bayern als Vorstand immer konkreter wird. Der ehemalige Nationaltorhüter bestätigte im ZDF-Sportstudio, dass er sich mit dem deutschen Rekordmeister in Verhandlungen befinde.

"Wir sind in guten Gesprächen", erklärte Kahn. Er rechne mit einer "gigantischen Herausforderung. Ich habe mich in den letzten Jahren auch schon mit vielen Dingen auseinandergesetzt. Wenn ich mich so einer Herausforderung stelle, dann auch nur dann, wenn ich mich bereit fühle", sagte Kahn.

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Kahn spricht über Kovac

Zusätzlich zu seiner eigenen Zukunft äußerte sich Kahn zur aktuellen Situation von Niko Kovac. Der Trainer des FC Bayern stand zuletzt wieder einmal in der Kritik.

"Niko ist ein junger Trainer, der seine Erfahrungen macht. Es setzt ihm schon zu, was ein Trainer beim FC Bayern so alles aushalten muss, wenn er nicht auf Platz eins steht. Er setzt sich extrem unter Druck. Vielleicht kann man auch mal die eine oder andere Randerscheinung, den ganzen Bullshit, der rund um den Fußball verzapft wird, ins Leere laufen lassen", sagte Kahn.

Er nahm jedoch auch sich als TV-Experte und die Journalisten in die Pflicht: "Wir in der Medienlandschaft sollten uns ab und zu mal kritisch hinterfragen, was eigentlich noch relevant ist, und ob wir für jedes bisschen Aufmerksamkeit über nicht relevante Dinge bis zum Exzess berichten müssen."

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