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Gelsenkirchen - Die Königsblauen enttäuschen gegen Augsburg auf ganzer Linie, machen aber den Klassenerhalt perfekt. FCA-Kapitän Daniel Baier findet nach der Partie klare Worte.

Schalke 04 hat sich kurz vor dem Ende einer völlig verkorksten Saison mit fußballerischer Magerkost zumindest den Klassenerhalt in der Bundesliga vorzeitig gesichert.

Im vorletzten Heimspiel erkämpfte sich das Team des "Jahrhunderttrainers" Huub Stevens gegen den FC Augsburg mit einem 0:0 den notwendigen Zähler, um auch rechnerisch nicht mehr auf den Relegationsplatz zurückfallen zu können. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung von S04 auf den VfB Stuttgart vor den letzten beiden Spieltagen. (Service: Tabelle der Bundesliga)

"Das Aufatmen ist sehr groß. Wir sind schlecht in die Rückrunde gekommen, deswegen war irgendwann klar, dass es nur um den Klassenerhalt geht", sagte S04-Keeper Alexander Nübel bei Eurosport und rechtfertigte den Leistungsabfall gegenüber dem 4:2 im Derby bei Borussia Dortmund vor Wochenfrist: "Wenn wir das Tor machen, gewinnen wir das Spiel. Aber in Dortmund war es etwas ganz anderes."

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Stevens war nach dem Spiel dann auch nicht zum Feiern zumute. "Ich habe den Jungs morgen freigegeben, am Dienstag gibt es einen Laktattest. Es geht weiter. Und auch der nächste Trainer will Erkenntnisse haben, wie die Werte der Mannschaft sind."

Sportvorstand Jochen Schneider hat nun endgültig Planungssicherheit und kann die Vorbereitungen für die kommende Saison vorantreiben. Die dringendste Personalie ist dabei die des Trainers. Denn Stevens, der im März auf den entlassenen Domenico Tedesco gefolgt war, wird den Klub nach dem abgewendeten Abstieg wie angekündigt wieder verlassen.

Baier spricht von "Fremdschämen"

Als heißester Kandidat auf die Nachfolge wird der ehemalige Huddersfield-Teammanager David Wagner gehandelt. Auch der Posten des Sportdirektors ist vakant, hier sollen sich die Schalker um Markus Krösche bemühen, der beim Zweitligisten SC Paderborn sehr erfolgreich arbeitet.

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Acht Tage nach dem überraschenden und stürmisch bejubelten Derbysieg beim Rivalen Borussia Dortmund zeigte sich aber einmal mehr, wieso der Vizemeister in dieser Saison so lange gegen den Abstieg gespielt hatte. (Service: Spielplan der Bundesliga)

S04 hatte große Probleme, klare Torchancen zu kreieren und leistete sich zu viele Ungenauigkeiten. Weil aber auch der FCA, der den Klassenerhalt seit Samstag aufgrund der 1:3-Niederlage des VfB Stuttgart bei Hertha BSC bereits sicher hatte, wenig investierte, entwickelte sich ein Spiel auf mäßigem Niveau.

FCA-Kapitän Daniel Baier fand klare Worte: "Es war schon fast ein bisschen Fremdschämen auf dem Platz. Das war von beiden Seiten unterstes Niveau. Viel schlechter kann es fast nicht werden."

Stevens sah hingegen ein "taktisch gutes Spiel von Schalke. Im Sechzehner hat die Durchschlagskraft gefehlt, aber das Wichtigste ist der Klassenerhalt."

Serdar scheitert am Pfosten

So blieb die Choreographie der Schalker Fans, die vor dem Anpfiff mit einem riesigen Transparent des im Februar verstorbenen Ex-Managers Rudi Assauer gedachten, der am 30. April 75 Jahre alt geworden wäre, lange Zeit das einzige Highlight. Nur eine kleine Unsicherheit des Schalker Keepers Alexander Nübel nach einem Schuss von Konstantinos Stafylidis (29.) und ein aussichtsreicher Angriff von S04 über Suat Serdar und Breel Embolo (40.) sorgten für etwas Spannung auf dem Platz.

Erst nach der Pause wurden beide Teams kurzzeitig etwas zielstrebiger. Serdar traf nach einem Doppelpass mit Embolo nur den Pfosten (52.), kurz darauf reagierte S04-Torhüter Nübel nach einem abgelenkten Schuss von Michael Gregoritsch stark und bewahrte sein Team vor dem Rückstand (56.). (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

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Kobel hält das Remis fest

Danach aber nahm die Intensität schnell wieder ab: Augsburg verteidigte und überließ Schalke meist den Ball. Dem Stevens-Team mangelte es nicht an Einsatz und Engagement - dafür aber weiterhin an spielerischer Leichtigkeit.

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So fiel S04 vor 59.841 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena auch bis in die Schlussphase kaum etwas ein, der auffällige Serdar (90.) prüfte kurz vor dem Ende FCA-Schlussmann Gregor Kobel. Zuvor hatte der eingewechselte Rabbi Matondo zweimal die Führung für Schalke verpasst.

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