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Der VfB Stuttgart kassierte in Berlin die 20. Saisonpleite
Der VfB Stuttgart kassierte in Berlin die 20. Saisonpleite © Getty Images
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Berlin - Nach einer Pleite in Berlin kann sich der VfB Stuttgart den direkten Klassenerhalt abschminken. Die Gäste ärgern sich über einen nicht gegebenen Handelfmeter.

Der VfB Stuttgart bleibt in der Bundesliga trotz eines weiteren Rückschlages auf Relegationskurs. (Service: Spielplan der Bundesliga)

Die Schwaben verloren nach einer schwachen Vorstellung bei Hertha BSC mit 1:3 (0:2) und haben mit 24 Punkten nur noch theoretische Chancen auf Rang 15. Dort steht Schalke (30), das am Sonntag Tabellennachbar FC Augsburg (31) empfängt. (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

Die Gefahr von unten hält sich auch in Grenzen. Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg verloren jeweils ihre Spiele bei Bayern München bzw. beim VfL Wolfsburg und stehen vor dem direkten Abstieg aus der Bundesliga. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Vor 48.668 Zuschauern, zu denen auch Bundestrainer Jogi Löw und sein Torwarttrainer Andreas Köpke gehörten, trafen Kapitän Vedad Ibisevic mit seinem zehnten Saisontor (40.), Ondrej Duda (45.+1) und Salomon Kalou (67.) für die Hausherren, die erstmals nach sieben Spielen ohne Sieg wieder gewannen und nach 359 Minuten ohne Torerfolg wieder trafen. Mario Gomez (70.) verkürzte für den VfB.

Kein Elfmeter nach Rekik-Handspiel

Die Partie hätte komplett anders laufen können, wäre Schiedsrichter Daniel Schlager (Hügelsheim) nach 37 Minuten nicht ein klares Handspiel von Herthas Karim Rekik entgangen. Auch der Videoschiedsrichter in Köln hatte nichts zu beanstanden, was den VfB-Protagonisten die Zornesröte ins Gesicht trieb.

"Für was sitzen die da in Köln im Keller?", echauffierte sich Dennis Aogo bei Sky. "Ich hab's persönlich auch nicht gesehen, war insgesamt schwer zu sehen, aber ich glaube, genau für solche Fälle haben wir den Videoschiedsrichter, und dass er in so einem Moment nicht einschreitet, ist mir ein riesengroßes Rätsel."

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Aogo und Willig hadern mit Fehlentscheidung

Aogo ließ auch nicht gelten, dass es auf dem Spielfeld keine Proteste gegeben habe. "Der Schiri ist nicht nur da, zu reagieren, wenn jemand protestiert oder wenn niemand protestiert. Er ist dafür da, für Gerechtigkeit zu sorgen, und das hat er ganz klar verfehlt in der ersten Halbzeit."

Auch VfB-Trainer Nico Willig hatte kein Verständnis: "Alle Fußballfans sind da der gleichen Meinung, dass das einfach ein ganz klarer Handelfmeter ist. Ich weiß nicht, was in dem Moment im Keller los war. Keinen Vorwurf an den Schiedsrichter, aber wenn wir schon den Videoschiedsrichter im Keller haben, dann muss er hier eingreifen. Das geht einfach nicht anders."

Das Spiel hatte zunächst wenig Sehenswertes zu bieten. Stuttgart, das noch gegen Wolfsburg und Schalke spielt, war sehr defensiv eingestellt, nahm die Berliner erst an der Mittellinie auf. Andreas Beck und Aogo kümmerten sich um die Vorstöße von Valentino Lazaro und Marvin Plattenhardt auf den Flügeln.

VfB ohne Gomez und Gentner in der Startelf

Ohne Ex-Nationalspieler Mario Gomez und den genesenen Kapitän Christian Gentner, die beide zunächst auf der Bank saßen, gelang dem VfB im Spiel nach vorne nicht viel. Meist setzten die Gäste auf lange Bälle, die eine leichte Beute für Herthas Hintermannschaft waren. 

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Kurz nach dem nicht gegebenen Elfmeter für Stuttgart ging die Hertha in Führung. Nach einer Flanke von Plattenhardt kam Mathew Leckie völlig frei zum Kopfball. Zieler konnte den Ball nur abprallen lassen und Ibisevic war zur Stelle.

Noch vor der Pause das 0:2: Zieler klärte gegen Ibisevic, den Abpraller drosch Duda in die Maschen.

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Zur zweiten Halbzeit brachte Stuttgarts Interimstrainer Nico Willig, der am vergangenen Wochenende mit dem 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach noch einen glänzenden Einstand gefeiert hatte, Gomez und ging mehr Risiko.

Donis vor Operation?

Anastasios Donis (55.) scheiterte mit einem Weitschuss an Herthas Keeper Rune Jarstein, dem nach kicker-Information in der kommenden Woche eine Knie-OP droht. 

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Hertha blieb überlegen. Bei einem Torschuss verletzte sich jedoch Leckie und musste ausgewechselt werden. Für ihm kam Javairo Dilrosun, der mit einem fulminanten Sprint das 3:0 durch Kalou vorbereitete. Postwendend brachte das Tor durch Gomez für den VfB noch einmal Hoffnung.

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