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München - Franck Ribéry verabschiedet sich nach dieser Saison und zwölf Jahren vom FC Bayern. Auf seiner letzten PK wird es emotional und er gibt ein Versprechen.

Das "Servus" kam Franck Ribéry locker über die Lippen, als er mit ungewohnt nachdenklicher Miene den kleinen Presseraum an der Säbener Straße betrat.

Nach zwölf Jahren beim FC Bayern fiel dem 36-Jährigen der Gedanke an seinen Abschied vom Rekordmeister sichtlich schwer. "Nach zwölf Jahren ist es eine schwierige Situation. Es war eine tolle Zeit für mich und meine Familie. Ich kann das nicht vergessen", sagte ein sichtlich bewegter Ribéry.

Die Emotionen vor seinen letzten drei Spielen im roten Trikot mit der Nummer 7 konnte er kaum verbergen. Dass sich der FC Bayern seit seinem Wechsel 2007 von Olympique Marseille für 25 Millionen Euro zu seiner großen Liebe entwickelt hat, war aus jedem Satz herauszuhören. Gott sei Dank, so fügte Ribéry emotional an, "ist das alles wahr, was passiert ist. Es ist ein Traum."

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Ribéry verspricht Rückkehr nach München

Auf seiner letzten Pressekonferenz ging es neben dem Abschied aber auch um Ribérys Zukunft. Nach dem Karriere-Ende möchte er nach München zurückkehren.

"Ich weiß noch nicht, was ich mache. Es ist noch sehr früh. Vielleicht spiele ich noch ein, zwei Jahre. Danach komme ich hundertprozentig zurück nach München. Die Familie fühlt sich sehr wohl hier", sagte der Franzose.

22 Titel mit dem FC Bayern

22 (!) Titel hat er mit den Münchnern gewonnen, wurde bisher achtmal Meister und fünfmal Pokalsieger. Höhepunkt war 2013 das historische Triple unter seinem Lieblingscoach Jupp Heynckes. "Was wir da gemacht haben, war Wahnsinn", schwärmt er noch heute.

Es winkt aber noch ein weiterer Rekord: Mit neun Meistertiteln hätte Ribery die Klub-Ikonen Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger, Mehmet Scholl und Philipp Lahm in der Bestenliste überholt. "Bayern hat so viele große Namen, aber dann wäre ich der Beste, das ist unglaublich, das ist historisch", sagte er mit leuchtenden Augen. Am meisten schmerzt ihn das verlorene "Finale dahoam" in der Champions League 2012 gegen den FC Chelsea. "Das hast du immer noch im Kopf."

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Ribéry: "Hoeneß wie ein Vater"

Doch noch viel mehr wiegt bei Ribéry, dass ihn Fans und Verein, allen voran Präsident Uli Hoeneß, "in meinem Leben und meiner Karriere nie haben fallen lassen. Das werde ich nie vergessen, was die Leute für mich gemacht haben." Hoeneß sei gar "wie ein Vater und Freund" gewesen. 

Die Eskapaden von "Filou" Ribéry konnten gar nicht skandalös genug sein - der FC Bayern stand in Treue zu seinem Offensivspieler. Bei den Münchner Anhängern genießt Publikumsliebling "Ribéry, Ribéry" ohnehin längst Legendenstatus, egal, was sich der schlitzohrige, aber auch jähzornige und mitunter schwierige Franzose auch leistete.

Konzentration auf das Double

Entsprechend winkt Ribéry bei seinem Abgang der ganz große Bahnhof. Für 2020 versprach Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem langjährigen Erfolgs-Duo Ribéry und Arjen Robben bereits ein Abschiedsspiel. "Franck und Arjen sind großartige Spieler. Der FC Bayern hat beiden sehr viel zu verdanken. Sie haben die erfolgreichste Dekade des FC Bayern mit fantastischem Fußball mitgeprägt", lobte Rummenigge.

Doch noch will Ribéry "nicht zu viel darüber nachdenken, was danach kommt. Ich will jeden Tag mit meiner Mannschaft genießen", betonte er. Und natürlich will er sein Ende beim Rekordmeister mit dem Double krönen. Das Pokalfinale in Berlin am 25. Mai gegen RB Leipzig wird vermutlich sein letztes von dann womöglich 425 Pflichtspielen mit bislang 123 Toren und 183 Vorlagen für die Münchner sein.

Doch viel wichtiger, das hatte schon Robben angedeutet, dürfte Ribéry der letzte Auftritt vor den eigenen Fans zum Bundesliga-Finale am 18. Mai in der Allianz Arena gegen Eintracht Frankfurt sein.

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