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Prominente Väter und ihre Kinder
Prominente Väter und ihre Kinder © Getty Images
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Am Saisonende endet die Ära von Arjen Robben und Franck Ribéry beim FC Bayern. Ex-Profi Mehmet Scholl hat zum Abschied der beiden Legenden Ratschläge parat.

Seit Sonntag ist es amtlich: Nach Arjen Robben wird auch Franck Ribéry den FC Bayern am Saisonende verlassen, beide werden ihre Karriere aber aller Voraussicht nach anderswo fortsetzen.

Die beiden Routiniers und früheren Erfolgsgaranten prägten auf den Außenbahnen mit ihrem filigranen und dynamischen Spiel eine Ära beim Rekordmeister.

Während der 36-jährige Franzose seit 2007 für die Bayern wirbelte, kam Robben 2009 nach München. Beide Flügelflitzer feierten unzählige Triumphe mit den Bayern, mit dem Höhepunkt des Triple-Gewinns 2013.

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Drei Pflichtspiele, zwei in der Bundesliga sowie das Finale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig, stehen für den Tabellenführer in dieser Spielzeit noch an, dann ist das Kapitel "Robbery" bei den Bayern endgültig beendet.

Keine Einsatzgarantie für "Robbery"

Die beiden Ausnahmekönner und Fan-Lieblinge könnten sich mit dem Double-Gewinn verabschieden, doch einen Freifahrtschein für die letzten Partien werden sie nicht erhalten, es droht ein Bankplatz zu Spielbeginn.

In dieser Spielzeit mussten die beiden ehrgeizigen Akteure zähneknirschend häufiger auf der Bank Platz nehmen, als ihnen lieb war. Zudem war die Abschiedstour immer wieder von Verletzungen geprägt.

Der 35-jährige Robben musste fast ein halbes Jahr verletzt pausieren und feierte erst am Samstag gegen Hannover 96 sein Comeback, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Hoeneß beendet Scholl-Karriere

Wie schwer ein Abschied für Legenden sein kann, davon kann Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl ein Lied singen. Im Dezember 2006 war es der damalige Manager und heutige Präsident Uli Hoeneß, der nach 15 Jahren dessen Ende ankündigte, ohne Absprache mit Scholl.

Der heute 48-Jährige war seinerzeit äußerst irritiert, kann heute aber die Entscheidung von Hoeneß nachvollziehen. "Uli hatte recht, weil man als Spieler den richtigen Zeitpunkt, um aufzuhören, sowieso nie erkennt", sagte Scholl dem kicker.

Wie jetzt auch Robben und Ribéry war Scholl in seiner letzten Saison zum Teilzeitarbeiter mutiert und dementsprechend angefressen. "Aber man muss es schlucken", meinte Scholl. "Beide müssen verstehen, dass sie eine grandiose Karriere hatten und große Fußspuren hinterlassen. Was bleibt, ist die Weltklasse."

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Für Bayerns früheren Meistertrainer Ottmar Hitzfeld habe "der Erfolg der Mannschaft Priorität. Der Trainer muss im Interesse des Vereins aufstellen, nicht nach Sympathie. Er kann keine Geschenke machen."

Scholl machte sich zum Abschluss selbst ein Geschenk, am letzten Spieltag 2007 erzielte er beim 5:2-Sieg gegen den FSV Mainz das 2:0 und wurde nach seiner Auswechslung auf der Ehrenrunde frenetisch bejubelt – Robben und Ribéry können sich auf was gefasst machen…

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