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Das Aus von Niko Kovac nach der Saison ist nach einem Bericht beschlossene Sache. Demnach kann den Trainer selbst ein Double-Gewinn nicht mehr retten. Karl-Heinz Rummenigge dementiert.

Riesenwirbel beim FC Bayern – ausgerechnet vor dem letzten Akt im Titel-Fernduell mit Borussia Dortmund am Samstag. 

Laut einem Bericht des Internetportals Spox ist die Trennung von Trainer Niko Kovac zum Saisonende beschlossene Sache. Unabhängig davon, ob er in seinem ersten Jahr als Bayern-Trainer das Double holt.

SPORT1 kann diese Meldung aber nicht bestätigen. Vielmehr hängt die Kovac-Zukunft auch davon ab, wie die Bayern ihre "Endspiele" am Samstag gegen Eintracht Frankfurt und eine Woche später im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig bestreiten. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dementierte die Nachricht postwendend und wird bei Bild zitiert: "Einen solchen Beschluss gibt es nicht. Diese Meldung ist eine totale Ente."

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SPORT1 kann allerdings bestätigen, dass die Bayern Ex-Profi Mark van Bommel (PSV Eindhoven/Vertrag bis 2021) im Auge haben.

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Fakt ist: Zuletzt hatten Rummenigge und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine Job-Garantie für Kovac vermieden. Salihamidzic sagte im ZDF-Sportstudio auf die Frage, ob Kovac auch in der kommenden Saison Bayern-Trainer sein werde: "Das werden wir sehen."

Rummenigge zählt seit jeher zu denjenigen, die Kovac intern kritisch sehen sollen. Präsident Uli Hoeneß hingegen stärkte Kovac öffentlich zuletzt immer wieder. Die große Frage, die intern auch debattiert wird: Kann man Kovac den XXL-Umbruch in diesem Sommer anvertrauen und kann er die Mannschaft so entwickeln, dass sie auch in der Champions League zu einem ernsthaften Titel-Kandidaten reifen kann? Das Aus gegen den FC Liverpool ließ intern jedenfalls Zweifel daran wachsen. Mit einer sehr defensiven Taktik spielte man zwar an der Anfield Road 0:0. Im Rückspiel aber unterlag man chancenlos und mit einer Angsthasen-Taktik 1:3.

Viele einflussreiche Spieler, darunter auch Thiago und Robert Lewandowski, kritisierten die Taktik auch öffentlich. 

Fakt ist allerdings auch, dass Kovac einige Führungs-Spieler, die ihm anfangs kritisch gegenüberstanden, mittlerweile hinter sich bringen konnte – wie etwa Mats Hummels. Allerdings gibt es intern noch immer unzufriedene Spieler, die etwa fehlende Matchpläne beklagen. 

Beim Rekordmeister, der gegen die Eintracht aus eigener Kraft den siebten Meistertitel in Folge klarmachen kann, hat Kovac noch einen Vertrag bis 2021. "Den möchte ich gerne erfüllen. Darauf freue ich mich", sagte Kovac erst am Donnerstag voller Überzeugung. Über seine Zukunft sagte er aber auch: "Was kommt, kommt. Ich kann und will sie mit guter Leistung und Titeln beeinflussen. Wenn es irgendwann aber mal anders ist, dann ist das so. Ich habe mir in meinem Leben alles erkämpfen müssen und nie aufgegeben. Das wird es bei mir auch nie geben."

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