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Ralf Rangnick zeigt sich im Doppelpass beeindruckt von den Qualitäten von Julian Nagelsmann. Er nimmt den neuen Trainer von RB Leipzig aber auch gleich in die Pflicht.

Ralf Rangnick hat im Check 24 Doppelpass auf SPORT1 seinen Nachfolger Julian Nagelsmann schon vor dessen Start bei RB Leipzig in die Pflicht genommen.

"In der Bundesliga haben wir ja noch zwei Plätze Luft nach oben. Julian hat zu Beginn dieser Saison gesagt, er möchte gerne Meister werden mit Hoffenheim. Dann gehe ich davon aus, dass er das mit uns auch gerne werden würde. Nächste Saison versuchen wir, einen oder zwei Plätze besser zu werden als dieses Jahr", erklärte der scheidende RB-Trainer.

Es sei aber auch Nagelsmanns Ziel, mit RB in naher Zukunft den Titel zu holen. "Bei allem Respekt, aber ich glaube, dass wir noch ein bisschen bessere Spieler haben als Hoffenheim. Dann wird er dieses Ziel sicherlich auch mit uns haben."

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Rangnick lobt Nagelsmanns Handschrift

Rangnick zeigte sich beeindruckt davon, was der 31 Jahre alte Nagelsmann mit der TSG erreicht habe. "Er hat die Hoffenheim-Mannschaft vor drei Jahren übernommen, als sie mit eineinhalb Beinen in der zweiten Liga war und hat sie gerettet. Seitdem hat er sich zweimal für den internationalen Wettbewerb qualifiziert, es diesmal nach einer 2:0-Führung knapp verpasst."

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Nagelsmann sei ein Trainer, "der eine klare Handschrift hat. Und er ist ein Trainer, der die Spieler besser gemacht hat. Und das gilt für Spieler, bei denen man nicht von vornherein erwarten konnte, dass sie sich zu Topspielern entwickeln." Als Beispiel führte Rangnick Spieler wie Nico Schulz, Kevin Vogt oder Andrej Kramaric an, die aufgrund ihrer Entwicklungen internationale Aufmerksamkeit auf sich zögen.

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Auch die an Nagelsmann haftende Kritik, er wolle manchmal zuviel, schmetterte Rangnick ab. "Ich glaube nicht, dass es Trainer gibt, die zuviel wollen können."

Krisenmanagement beeindruckt Rangnick

Besonderes Lob hatte Rangnick für Nagelsmanns Krisenmanagement parat. Auch in der vergangenen Saison, bevor Hoffenheim sich auf Platz vier hochgearbeitet hatte, habe es eine Phase gegeben, in der es hieß, es gebe Missstimmung in der Kabine. "Wie Julian da öffentlich und intern darauf reagiert hat, fand ich bemerkenswert, gerade für so einen jungen Trainer. Ich weiß nicht, ob ich das als junger Trainer damals auch so gemacht hätte.", sagte Rangnick.

Für Nagelsmann sei RB auch eine gute Option, sich als Trainer weiterzuentwickeln. "Wir haben in den vergangenen sieben Jahren nicht nur Spieler entwickelt, sondern auch Trainer. Im nächsten Jahr sind sechs Trainer in der Bundesliga im Amt, die in den vergangenen sechs Jahren eine RB-Vergangenheit hatten", erkläre Rangnick.

Die neue Hierarche bei RB sei bereits klar gegliedert. "Die Zusammenarbeit ist völlig klar: Der Trainer ist der Chef in der Kabine, in allen Bereichen. Wenn er meinen Ratschlag möchte, werde ich ihm zur Seite stehen", sagte Rangnick.

Auch zu seiner eigenen Zukunft äußerte sich der 60-jährige im CHECK 24 Doppelpass auf SPORT1. Seine neue Rolle sei bisher nicht klar definiert. "Ich kann schon einschätzen, wieviel Nähe beziehungsweisen Distanz es nachher braucht. Egal, in welcher Rolle ich nächstes Jahr sein werde, ich werde definitiv nicht auf der Bank sitzen."

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