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Als Jens Lehmann beim FC Augsburg entlassen wurde, befand sich der Verein in akuter Abstiegsgefahr. Trotzdem besteht der Ex-Profi auf seinem Anteil am Erfolg.

Jens Lehmann ist beim FC Augsburg in der heißen Phase als Co-Trainer entlassen worden – auf seinen Anteil am Verbleib in der Bundesliga pocht er trotzdem.

"Der Klassenerhalt wurde ja erreicht, was vielleicht nicht gelungen wäre, wenn sie mich nicht geholt hätten", erklärte der ehemalige Nationaltorhüter im Interview mit der Bild.

Der 49-Jährige musste beim FCA Anfang April seinen Hut nehmen, als sich der Verein von Cheftrainer Manuel Baum trennte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Klub noch in akuter Abstiegsgefahr. 

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"Man spürte, dass die Mannschaft einen frischen Impuls von außen brauchte. Das ist normal, wenn ein Trainer lange im Amt ist und die Ergebnisse über einen längeren Zeitraum nicht gut sind", sagte Lehmann über seinen Einfluss auf das Team. 

Der einstige Profi des FC Arsenal betonte jedoch auch ausdrücklich: "Damit will ich nicht sagen, dass sie es mit jemandem anderen nicht auch geschafft hätten."

Lehmann: Viele haben sich bei mir bedankt

Und man habe nur wenig Argumente, "wenn man auf einmal weg ist." Was er als Co-Trainer von Arséne Wenger bei Arsenal gelernt habe, habe er einbringen können. "Viele haben sich dafür bedankt, auch etwas Neues gelernt zu haben."

Auch deswegen bereue er sein Intermezzo beim FCA (nur 71 Tage) aus sportlicher Sicht nicht. Denn auch er habe von Baum und anderen einiges gelernt. Vor allem die gut strukturierte Herangehensweise und Analyse im Detail hob der Ex-Profi hervor.

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Aber: "Was die Außendarstellung angeht, bereue ich es, weil das schnelle Ende natürlich komisch wirkt."

Entlassen wurde Lehmann in einem Telefonat mit Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter: "Stefan Reuter rief an. Das Telefonat dauerte so zehn Minuten. Er sagte: Wir haben uns von Manuel Baum getrennt. Ich dachte: Was kommt jetzt? Hopp oder top?"

Mit einer Beförderung zum Chef habe er aber nicht ernsthaft gerechnet, weil Augsburg dies schon im Vorfeld ausdrücklich ausgeschlossen hatte. Man habe ihm jedoch zugesichert, dass er auch bei der Verpflichtung eines neuen Trainers bleiben werde.

Mehrere Optionen für Lehmann

"Vielleicht hätte man bei einem persönlichen Gespräch ein Gefühl bekommen, wer wirklich hinter der Entscheidung stand", sagte Lehmann und ergänzte: "Stefan Reuter, der Präsident oder sonst wer. Es war meine erste Entlassung im Fußball. Wenigstens kann mir keiner Illoyalität vorwerfen." 

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Als neuer Coach wurde Martin Schmidt geholt. Zu diesem habe er aber "keinen Kontakt" gehabt.

Auf die Frage nach seiner eigenen Zukunft erklärte Lehmann, dass er sich den Schritt in die zweite oder dritte Liga vorstellen könne. "Oder aber wieder ins Ausland als eine Option."

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