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München - In der Zukunfts-Frage um Miroslav Klose bahnt sich eine Entscheidung an. SPORT1 kennt die Gründe, warum er U17-Trainer bleiben will und den U19-Posten ablehnt.

Geht jetzt alles ganz schnell? 

Nach SPORT1-Informationen bahnt sich beim FC Bayern zeitnah eine Entscheidung über die Zukunft von Miroslav Klose an.

Gemäß dem Exklusiv-Bericht vom Dienstag herrscht seit Tagen dicke Luft zwischen U17-Trainer Klose und Hasan Salihamidzic. Der Bayern-Sportdirektor möchte unbedingt, dass Klose fortan die U19 coacht. Stattdessen sollen Danny Schwarz und Stefan Buck die U17 übernehmen. Das Team im Übrigen, in das zur neuen Saison Salihamidzics Sohn Nick aufrücken wird.

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Klose ist U19 nicht abgeneigt, aber...

Grund des Zwists soll aus Sicht von Klose vor allem die Art und Weise sein, wie ihm der Wechsel intern vermittelt und schmackhaft zu machen versucht wurde.

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Grundsätzlich soll der 41-Jährige einem U19-Engagement nämlich keineswegs abgeneigt sein. Nun aber ist ein Autoritäten-Gerangel in Gange - Vereinsinsider trauen Klose sogar zu, dass er von sich aus hinschmeißt als Bayern-Coach. Wie SPORT1 weiß: Bereits vor Tagen hatte es ein hitziges Gespräch mit Salihamidzic gegeben, nach dem sich der Ex-Stürmer vorerst in den Urlaub verabschiedete. 

Warum aber will Klose unbedingt Trainer der U17 bleiben?

Der Weltmeister von 2014 betrachtet sich als Trainer-Novize. Die Saison 2018/19 war seine erste als Chefcoach, zuvor gehörte Klose bei der WM in Russland dem Trainerteam von Joachim Löw an.

Klose wünscht sich noch Zeit

Der A-Lizenzinhaber will sich nun in Ruhe weiterentwickeln – mit einem zweiten Jahr in der B-Jugend.

Klose weiß: In der U19 stünde er weitaus mehr im Fokus der Öffentlichkeit, hätte zudem durch die Teilnahme an der Youth League einen ganz anderen Stressfaktor und weitaus mehr Verantwortung als jetzt.

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A-Jugend am schwierigsten zu betreuen

Zudem wäre Klose in der U19 mit Spielern vertraut, die sich im Kopf schon parallel mit möglichen Wechseln zu den Senioren beschäftigen oder offensiv von anderen Vereinen gelockt werden. Ein Grund auch, warum die aktuelle U19 die Saison nur auf Platz vier in der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest abschloss.

Kurzum: Die U19 gilt bei den Münchnern intern zwar als wichtigstes Junioren-Team, aber auch am schwierigsten zu betreuen. 

Enge Bindung zum Team

Ein weiterer Gedanke des WM-Torschützenkönigs von 2006: Bliebe er in der U17, würde Klose in der neuen Saison mit einem Großteil der Spieler zusammenarbeiten, die er bereits in dieser Saison ausgebildet hat.

Zur Erklärung: Das Team setzte sich zuletzt fast zur Hälfte aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 2003 zusammen.

Mit seinen Youngstern verpasste Klose das Finale der Meisterschafts-Endrunde nur knapp, innerhalb des Teams - wie auch bei etlichen Klub-Mitarbeitern - ist er zudem hoch angesehen. 

Für Klose (Vertrag bis 2020) steht die Entwicklung dieser Spieler im Vordergrund. Youngster wie Lasse Günther und Torben Rhein besitzen bereits eine derart große Reife und Klasse, dass sie nach SPORT1-Informationen in der kommenden Saison für die ältere U19 auflaufen sollen. 

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"Ich weiß, dass er gerne noch ein weiteres Jahr mit der U17 arbeiten würde. Aber wir brauchen ihn auf dieser Position bei der U19 in unserem Ausbildungssystem", sagte Salihamidzic zu der Personalie Klose zuletzt im kicker.

Noch wissen die Spieler der kommenden U19 nicht, wer sie beim Trainingsstart kommenden Montag trainieren wird. Schon eine Woche später startet dann auch die U17.

Würde Klose am Ende gar kein Team übernehmen, wäre es ein herber Verlust für die Bayern.

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