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Köln und München - Marcel Daum genießt in der Branche einen exzellenten Ruf. Sein Vater Christoph Daum hat SPORT1 verraten, dass Bayern-Coach Niko Kovac Interesse am 32-Jährigen hat.

Bayern-Coach Niko Kovac möchte Christoph Daums Sohn Marcel zum FC Bayern holen.

"Ich kann das Interesse bestätigen. Diese Anfrage hat sich aus der erfolgreichen Zusammenarbeit von meinem Sohn und Niko bei Eintracht Frankfurt ergeben. Dort hat er die Qualitäten meines Sohnes kennengelernt", sagte der 65-Jährige im Gespräch mit SPORT1. Daum Junior war bei der Eintracht lange als Videoanalyst tätig und übernahm zusätzlich Scouting-Aufgaben.

"Als Niko nach München kam, war die Position von Marcel bei den Bayern gut besetzt und außer seinem Bruder Robert (Co-Trainer, d. Red.) sollte niemand Neues kommen", erklärte Christoph Daum weiter. "Der Wunsch nach Beständigkeit des Kaders - das heißt bei einem Trainerwechsel keine dauernden Veränderungen auf sechs bis sieben Positionen - ist bei Bayern vorherrschend." 

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Marcel Daum war einst im Zuge des kurzen Intermezzos seines Vaters 2011 zu den Hessen gekommen. Schnell sprach sich das Knowhow des 32-Jährigen herum, so dass Bayer Leverkusen im vergangenen Sommer auf ihn aufmerksam wurde und ihn verpflichtete. 

Der Sohn der Trainer-Legende spielte aktiv bis zur B-Junioren-Bundesliga beim 1. FC Köln und für Viktoria Frechen. Nach seiner Zeit in Frankfurt (2011 bis 2018) war Marcel Daum in der gleichen Tätigkeit bei der rumänischen Nationalmannschaft, als sein Vater dort Nationaltrainer war (August 2016 bis September 2017). 

SPORT1-Reporter Reinhard Franke (l.) kennt Christoph Daum seit vielen Jahren und besuchte ihn jetzt zu Hause in Köln. © Reinhard Franke

Kovac möchte erneute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit Kovac war überaus erfolgreich. Nun möchte der Bayern-Coach seinen ehemaligen Videoanalysten gerne nach München locken. Es gibt offenbar schon ganz konkrete Pläne.

"Die Abteilung nennt sich Analytics and Research", verrät der Vater. "Niko beurteilt die Fähigkeiten von Marcel auf einem höheren Niveau als den momentanen Stand beim FC Bayern." Beim Rekordmeister komme es "auf die letzten Details" an. "Niko versucht deshalb auf jeder Position etwas zu optimieren, und ich kann seine Anfrage sehr gut verstehen."

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Ob das Werben allerdings erfolgreich sein wird, ist fraglich. "Auf der anderen Seite gibt es nämlich Bayer Leverkusen", weiß Daum Senior.

"Rudi Völler (Sportvorstand, d. Red.) bezeichnete Marcel in der Vergangenheit als einen der wichtigsten Neuzugänge im Verein. Er hatte sich nach kürzester Zeit mit seiner Fachkompetenz und seiner Menschlichkeit Vertrauen und Respekt erarbeitet." Völler habe ihm deshalb einen langfristigen Vertrag angeboten. "Und dieser wurde unterzeichnet."

Große Hoffnungen, dass der Wechsel nach München klappen wird, macht Daum Kovac daher nicht. "Ich denke, dass keine Bereitschaft aus Sicht von Leverkusen besteht, diesen Vertrag zu kündigen oder aufzulösen. Marcel fühlt sich in Leverkusen auch sehr wohl und wird dort weiterhin erfolgreich arbeiten."

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