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In der Bundesliga-Saison 2019/20 gibt es für Spieler, Offizielle und Schiedsrichter einige neue Regeln zu beachten. SPORT1 gibt einen Überblick.

Im Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern greifen einigen Regeländerungen. SPORT1 gibt einen Überblick über die Neuerungen.

Hände weg!

"Größere Klarheit ist nötig", schreibt das IFAB. Eine perfekte Zusammenfassung der Diskussion über den Videobeweis in der Bundesliga bezüglich der Handspielregel. Also:

1. Künftig darf kein Tor mehr mit der Hand/dem Arm erzielt werden, auch nicht unabsichtlich (gilt nur für die Offensive). Selbiges gilt für die Vorbereitung eines Tores oder einer Torchance: Es ist unabhängig von der Absicht abzupfeifen. 

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2. Die unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche wird in den Regeltext aufgenommen, bleibt aber im Ermessen des Schiedsrichters. Hält ein Spieler die Arme über Schulterhöhe, geht er ein "Risiko" ein und wird entsprechend bestraft - selbst bei einer Grätsche.

3. Wird der Ball unmittelbar vorher abgefälscht (auch vom betreffenden Spieler selbst), sodass keine ausreichende Reaktionszeit gegeben ist, ist ein Handspiel nicht zu bestrafen, es sei denn: siehe 1. oder 2. Nicht bestraft wird ein Spieler dafür, dass er sich im Fallen auf dem Boden abstützt.

Ruhe in der Mauer

Das Ende der Ellenbogengesellschaft: keine Rangeleien mehr, kein Auf-die-Füße-treten. Denn stellt die verteidigende Mannschaft eine Mauer aus drei oder mehr Spielern, muss fortan jeder Gegenspieler mindestens einen Meter Abstand halten. Bei Freistößen im eigenen Strafraum (oder Abstößen) ist der Ball nach Berührung sofort im Spiel, er muss nicht den Strafraum verlassen.

Ende einer Legende

"Der Schiedsrichter ist Luft" war einer der schönsten Sätze des Fußballs. Er gilt nicht mehr. Lenkt ein Referee den Ball derart ab, dass der Ballbesitz wechselt, ein "viel versprechender Angriff beginnt" oder gar der Ball im Tor liegt, wird mit Schiedsrichterball fortgesetzt. 

Neuer Abstand

Schiedsrichter müssen neben 9,15 Metern jetzt auch vier Meter "in den Füßen haben". Denn der Schiedsrichterball in seiner altbekannten Form entfällt. Es erhält die Mannschaft den Ball, die ihn zuletzt berührt hatte (nicht innerhalb des Strafraums, dort erhält der Torhüter den Ball). Gegenspieler haben vier Meter Abstand zu halten.

Rot für den Masseur

Künftig werden auch Teamoffiziellen Karten gezeigt. Gelb als Verwarnung, Rot zum Beispiel, wenn ein Trainer den Innenraum verlassen muss. Interessant: Ist der Übeltäter nicht ausfindig zu machen, wird stattdessen jener "Senior official" bestraft, der sich in der Coaching-Zone aufhält. Ergo: der Trainer. Er hat für Ruhe unter seinen Untergebenen zu sorgen - und bald kann er möglicherweise selbst gesperrt werden.

Runter! Sofort!

Wer kennt das nicht? In der 94. Minute versteckt sich der Mittelfeldspieler bei 2:1-Führung an der gegnerischen Eckfahne, denn er weiß, dass er ausgewechselt werden soll. Es folgt ein gemächlicher Trab zur Mittellinie. Künftig gilt: Spieler haben das Feld an der nächstgelegenen Auslinie zu verlassen. Folge: weniger Zeitspiel, zügigere Fortsetzung.

Torlinien-Yoga

Nur zur Sicherheit, falls es mal passieren sollte: Der Torhüter darf sich beim Elfmeter nicht an den Pfosten lehnen oder an die Latte hängen, denn diese darf er nicht berühren. Die wichtigere Änderung: Im Moment der Ausführung muss mindestens ein Fuß Kontakt zur Torlinie haben (nicht: beide). Denkbar wäre also ein Ausfallschritt in Richtung des Schützen. So es denn hilft. 

Anstoß für den Münzwurf-Sieger

Der den Münzwurf gewinnt, darf künftig (wie bisher auch) die Seite wählen - ODER den Anstoß.

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