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München - Hansi Flick ist beim FC Bayern ein alter Bekannter. Zum Abschluss der USA-Reise spricht er über seine Rolle im Trainerteam von Niko Kovac - und Jérôme Boateng.

Es ist für Hansi Flick eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Dennoch betritt der 54-Jährige Neuland.

"Ich muss alles erstmal aufsaugen, sehen wie alles hier läuft", sagte Flick zum Abschluss der USA-Reise über seine ersten Wochen beim FC Bayern.

"Es ist natürlich schon ein Unterschied zu dem, was ich vorher gemacht habe - es ist jetzt Tagesgeschäft", ergänzte er.

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Trainingsplatz statt Schreibtisch - darin liegt der offensichtlichste Unterschied zu seinem vorherigen Berufsleben als Sportdirektor der TSG Hoffenheim, respektive beim DFB. Als früherer Assistent von Bundestrainer Joachim Löw ist ihm die Arbeit auf dem Rasen aber durchaus vertraut.

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Flick: Hatte immer Kontakt mit Kovac

Und sie hat ihm gefehlt. Entsprechend kurz fiel die Bedenkzeit nach einem ersten Treffen mit Bayern-Trainer Niko Kovac aus. "Wir hatten immer Kontakt, seitdem wir uns vor der WM 2014 auf einem Workshop von der Fifa getroffen haben", sagt Flick über sein Verhältnis zu seinem neuen Chef.

"Für mich war es überraschend, wie schnell alles gegangen ist. Ich musste mir das schon überlegen, aber bin froh, dass ich hier bin. Und die Position passt zu mir. Mit jungen Spielern zusammenzuarbeiten habe ich vermisst", erklärt Flick.

Als Spieler absolvierte er zwischen 1985 und 1990 über 100 Bundesligaspielen für den Rekordmeister - die meisten davon unter Trainer Jupp Heynckes Ende der 80er. Als Nachfolger von dessen langjährigem Assistenten Peter Hermann, der sich in den Ruhestand verabschiedete, soll Flick nun mit seiner Erfahrung Kovac unterstützen.

Lob von Flicks Vorgänger Hermann

"Der Hansi ist eine sehr gute Wahl", sagte Hermann unlängst im SPORT1-Interview. "Er kennt auch viele Spieler aus der Nationalmannschaft. Mit dieser Vorgeschichte ist es doch ideal, denn die Spieler haben Respekt vor ihm."

Einer dieser "alten Bekannten" ist Jérôme Boateng. Beide feierten mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014 mit der Nationalmannschaft einen Meilenstein ihrer Karrieren.

Sah es zu Beginn der Transferperiode so aus, als würden sich die Wege der Bayern und von Boateng trennen, hat sich das Bild im Laufe der Saisonvorbereitung verändert.

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Flick schwärmt von Boateng

Bleibt Boateng nun wegen Flick beim FC Bayern?

"Jérôme ist für mich ein absolut toller Spieler, einer der besten Innenverteidiger", antwortet Flick ausweichend. "Er hatte kein leichtes Jahr, aber so ist das manchmal."

Mit Boatengs Trainings- und Testspielleistungen war Flick jedenfalls sehr zufrieden. Er hat sich hier bisher sehr gut verkauft, so kenne ich ihn. Und so habe ich ihn immer zu schätzen gewusst. Das ist seine Aufgabe als Spieler hier Leistung zu bringen, das macht er bisher sehr gut."

Eine durchweg positive Zwischenbilanz zieht Flick auch von seinen ersten Wochen bei den Bayern. "Die Atmosphäre ist schonmal sehr gut, auch innerhalb des Trainerteams. Das war mir wichtig. Wir finden immer mehr zueinander."

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