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Der Mittelfeldspieler schnuppert unter Pep Guardiola beim FC Bayern rein und träumt von einer großen Karriere. Nach einer schweren Erkrankung stürzt er ab.

Gianluca Gaudino hat nach dem Abschied vom FC Bayern eine schwere Zeit durchlebt.

Als der Mittelfeldspieler 2017 bei Chievo Verona eine Lungenentzündung erlitt, ließ er seinen Vertrag auflösen und dachte ans Karriereende.

"Ich durfte bei den Bayern-Profis reinschnuppern - wovon jeder Fußballer träumt. Und nicht lange danach musste ich meinen Vertrag bei einer nicht so großen Mannschaft auflösen, weil es nicht mehr ging", erklärte der 22-Jährige der Sport Bild. "Da kam natürlich auch der Gedanke auf: Macht das alles eigentlich alles noch Sinn? Ich war so gekränkt von mir selbst, überhaupt diese Gedanken zu haben."

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"Diese 15 Kilo haben mir gefehlt"

Gaudino hatte vor fünf Jahren unter Pep Guardiola mittrainiert und erste Einsätze für die Profis verzeichnet.

"Ich war so jungfräulich unterwegs. Ich hatte einfach Spaß und dachte :'Wow, krass! Vor einer Woche bist du noch bei der U19 und plötzlich bist du in einem Team mit all den Top-Stars - das gibt’s doch gar nicht.'"

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Gaudino dachte daran, es langfristig beim Deutschen Meister zu schaffen. "Ich bin dann allerdings in ein Loch gefallen." Das Talent erklärte, dass es körperlich und mental nicht auf dem Level war, sich in München durchzubeißen. "Damals habe ich 60 Kilo gewogen, heute wiege ich 75. Diese 15 Kilo haben mir gefehlt."

Gaudino wollte bei Dorfklub unterkommen

Nach einer Leihe zum FC St. Gallen und dem Wechsel nach Verona war Gaudino vereinslos und überlegte, beim bayerischen Dorfklub SV Pullach mitzutrainieren.

"Das hätte ich auch wirklich gerne gemacht, weil es mir damals völlig egal war, in welcher Mannschaft ich arbeite. Ich wollte einfach mit anderen Jungs Fußball spielen und im Rhythmus bleiben."

Neue Lust bei Young Boys Bern

Gaudino erhielt anschließend jedoch das Angebot, sich bei der Reserve von Borussia Mönchengladbach fit zu halten und gewann dadurch sein Selbstbewusstsein zurück. Anfang des Jahres wechselte er in die Schweiz zu Young Boys Bern, wurde dort Meister und kam regelmäßig zum Einsatz.

"Ich bin wieder in einer Mannschaft, die wie der FC Bayern in der Liga oben dabei ist, dominanten Fußball spielt. Das passt zu meinem Spielstil."

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