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München - Der neue RB-Trainer Julian Nagelsmann zieht nach dem Trainingslager ein positives Fazit. Vorgänger Ralf Rangnick ist auch dabei - angeblich nur als Randfigur.

Julian Nagelsmann wirkte nach sechs schweißtreibenden Tagen in Tirol äußerst zufrieden. "Sehr gut", sagte der neue Coach von RB Leipzig, als er um eine Einschätzung für das Trainingslager des Bundesligisten in Seefeld gebeten wurde.

"Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man heimfliegt und sagt: Man hätte noch ein, zwei Tage bleiben können", meinte der 31-Jährige, dessen Mannschaft zum Abschluss gegen den türkischen Meister Galatasaray Istanbul einen überzeugenden 3:2-Sieg feierte.

"Ein gutes Spiel mit gutem Ergebnis", befand Nagelsmann, der viele Fortschritte sah.

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"Natürlich hat das Ergebnis keinen vorrangigen Stellenwert, aber es ist trotzdem schön", sagte Leipzigs neuer Hoffnungsträger über seinen ersten Sieg als RB-Coach, nachdem es zu seinem Debüt gegen den FC Zürich noch eine herbe 1:4-Pleite gesetzt hatte.

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Neuzugang Nkunku überzeugt bei Leipzig

Einen guten Eindruck hinterließ gegen Galatasaray der kurz zuvor verpflichtete Franzose Christopher Nkunku (21). Der 13-Millionen-Einkauf von Paris Saint-Germain kam im offensiven Mittelfeld für den leicht am Sprunggelenk verletzten Marcel Sabitzer ins Spiel und war gleich eine Belebung. 

In dem achtmaligen walisischen Nationalspieler Ethan Ampadu (18) ist ein weiteres Top-Talent im Anflug. Der Defensivspieler vom FC Chelsea hat bereits in Leipzig den Medizincheck absolviert und soll nicht nur optische Akzente mit seiner wilden Rastafrisur setzen.

Zudem fehlt noch ein offensiver Flügelspieler. Weiter im Gespräch ist Ademola Lookman, der bereits 2018 für ein halbes Jahr vom FC Everton ausgeliehen wurde und einen guten Eindruck hinterließ.

Neue Rolle für Rangnick

In Seefeld ständig dabei, aber meist nur am Rande, war Ralf Rangnick. Der 61-Jährige verfolgte die Einheiten aus der Ferne, als eine Art Schattenmann von Nagelsmann. Seit dem 1. Juli ist der frühere RB-Macher Angestellter von Sponsor Red Bull, darf laut Statuten nicht mehr ins operative Geschäft des Klubs eingreifen.

"Fakt ist: Ralf Rangnick ist nicht mehr Teil von RB Leipzig, sondern er arbeitet bei Red Bull und ist dort verantwortlich für Fußball", stellte Oliver Mintzlaff vor Ort klar.

Leipzigs neuer starker Mann setzt weiter auf eine gute Zusammenarbeit: "Er ist ein Berater - genauso wie Gérard Houllier. Für uns ist er ganz, ganz wichtig. Er hat die Aufgabe, die Dinge miteinander zu verzahnen."

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Rangnick hat sich nach sieben Jahren aus Leipzig verabschiedet, um die RB-Klubs Bragantino (Brasilien) und New York (USA) zu entwickeln.

Mintzlaff meinte, Rangnick habe "nächste Zeit in Brasilien und New York" zu tun. Keiner solle sich aber beunruhigt fühlen, "wenn Ralf Rangnick immer mal wieder auftaucht".

Nagelsmann hat Rangnick als Berater bislang noch nicht kontaktiert, will dies aber noch tun. Für den neuen Coach geht die Vorbereitung nun in Leipzig weiter.

Konate, Upamecano und Klostermann steigen ein

Ab Sonntag hat er dann auch die Abwehrspieler Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano und Lukas Klostermann zur Verfügung, die bei der U21-EM im Einsatz waren. Auch Marcelo Saracchi (Copa América) füllt den Kader weiter auf. 

In den nächsten zwei Wochen soll zu Hause vor allem an der Spieleröffnung und am Offensivspiel gefeilt werden, ehe für Nagelsmann das Abenteuer RB Leipzig endgültig mit dem ersten Pflichtspiel startet - mit dem DFB-Pokalspiel am 11. August bei Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück.

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