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Die Abläufe beim Videobeweis sollen künftig verbessert werden © Getty Images
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In Sachen Videobeweis lief es vergangene Saison nicht rund. Zahlreiche Entscheidungen sorgten für Diskussionen. DFB und DFL präsentieren nun einige Neuerungen.

Die Bundesligisten sind kurz vor dem Beginn der neuen Saison noch einmal im Detail über die Neuerungen im Bereich des Video-Assistenten und des Schiedsrichterwesens informiert worden. Bei einem Workshop in Köln kamen Vertreter der Klubs, der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zusammen. 

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich, Videoboss Jochen Drees und der DFL-Direktor für Fußball-Angelegenheiten und Fans, Ansgar Schwenken, sprachen über die Erfahrungen aus der vergangenen Spielzeit, zur neuen Saison gültige Regeländerungen sowie Anpassungen für die dritte Saison des ewigen Streitthemas Video-Beweis. Zudem wurde den Vereinsvertretern das für einen mittleren sechsstelligen Betrag umgestaltete und auf zwei Räume erweiterte Video-Assist-Center in Köln präsentiert.

Trotz des "kleinen Rückschlags" am Wochenende mit der nicht gegebenen Roten Karte für Joshua Kimmich im Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund sieht Drees den öffentlich weiterhin umstrittenen Videobeweis auf einem guten Weg: "Wir merken, dass die Entwicklung in den letzten zwei Jahren in die richtige Richtung geht. Wir sind als eine der ersten Ligen eingestiegen und dann dauert es einfach eine gewisse Zeit bis alles nahezu perfekt läuft."

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Leverkusen-Sportdirektor Simon Rolfes bewertete die Entwicklung auch aus Vereinssicht positiv: "Es gibt natürlich noch Verbesserungsbedarf. Ich glaube aber, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich merke, dass auch bei den Spielern die Akzeptanz immer mehr steigt."

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DFL suchte Austausch mit Vereinen

Für die neue Spielzeit setzen DFB und DFL beim Videobeweis vor allem auf mehr Transparenz und eine schnellere Entscheidungsfindung durch verbesserte Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Videoassistent. Zudem sollen die Referees bei allen "wahrnehmungsbedürftigen" Szenen selbst den Weg in die Review-Area suchen, nur rein faktische Entscheidungen wie Abseits soll der Video-Assistent aus dem Kölner Keller treffen.

Wegen der in der Vorsaison viel diskutierten Handspielentscheidungen hatte die DFL im Sommer den engen Austausch mit den Vereinen gesucht. Bei der Bewertung von 40 kritischen Szenen stellte Fröhlich eine mehrheitliche Übereinstimmung zwischen den Vereinen und den Schiedsrichtern fest. Zur neuen Spielzeit soll die neue Handspielregelung bei einer noch klareren Entscheidungsfindung helfen. "Wir gehen davon aus, dass es mit der neuen Regel etwas besser läuft", sagte der 61-Jährige: "Es gibt aber auch weiterhin Graubereiche und es wird auch weiter Diskussionsbedarf geben."

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