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Frankfurt am Main - Die TSG Hoffenheim verliert unter ihrem neuen Trainer Alfred Schreuder bei Eintracht Frankfurt. Martin Hinteregger trifft bereits in der ersten Minute.

Alfred Schreuder jubelte schon, dann schlug er vor Entsetzen die Hände vors Gesicht. Denn der vermeintliche Treffer zum 1:1 für die TSG Hoffenheim durch den eingewechselten Ishak Belfodil in der vierten Minute der Nachspielzeit wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

So endete das erste Pflichtspiel des Niederländers als Bundesliga-Trainer mit einer 0:1 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt. (Tabelle der Bundesliga)

Mit einem Blitztor nach 36 Sekunden und erfrischendem Power-Fußball hatten die Hessen dem neuen Hoffenheim-Coach das Bundesliga-Debüt vermiest. Die Eintracht feierten ihrerseits einen starken Start in die Meisterschaft und gehen mit frischem Selbstvertrauen ins Play-off-Hinspiel in der Europa League am Donnerstag (20.30 Uhr im LIVETICKER).

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"Das war Mentalität pur"

Schneller als Frankfurts Publikumsliebling Martin Hinteregger, der mit seinem präzisen Volleyschuss die Führung erzielte, hatte gegen Hoffenheim in der Bundesliga kein Spieler getroffen.

Frankfurt blieb somit zum fünften Mal in Folge gegen Hoffenheim unbesiegt - auch dank des Videobeweises. Dem vermeintlichen Ausgleich durch Dennis Geiger kurz vor der Pause (41.) verwehrte der Unparteiische Daniel Siebert (Berlin) nach Ansicht der Bilder wegen einer Abseitsstellung nämlich zurecht die Anerkennung.

"Das war Mentalität pur, wir haben alles reingehauen. Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt. Ich bin sehr glücklich über den Sieg, denn Hoffenheim ist ein Topgegner", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Abpfiff bei Sky und Hoffenheims Rückkehrer Sebastian Rudy äußerte: "Das war kein schlechtes Spiel von uns, aber am Ende machen wir leider das Tor nicht."

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Die unterhaltsame Partie hätte angesichts des Spektakels und zahlreicher Abschlüsse viel mehr Treffer verdient gehabt. Die könnte Frankfurt schon im Play-off-Spiel am Donnerstag bei Racing Straßburg (20.30 Uhr/Nitro) bejubeln, wenn der geplante Transfer des niederländischen Stürmers Bas Dost wie geplant über die Bühne geht. "Zu Wochenbeginn", kündigte Sportvorstand Fredi Bobic an, soll Dost präsentiert werden. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Hoffenheim früh unter Druck

Ohne den bevorstehenden Neuzugang waren die Gastgeber nicht nur wegen Hintereggers sehenswertem Treffer in der Anfangsphase überlegen. Mit ihrem offensiven Pressing setzte die SGE die Kraichgauer schon beim Spielaufbau unter Druck, deren lange Bälle wurden dann meistens von den Eintracht-Akteuren abgefangen - oder landeten im Aus. Erst nach rund 15 Minuten setzten sich die Gäste energischer zur Wehr.

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Dies wurde auch prompt bei einem gefährlichen Schuss von Lukas Rupp (14.) deutlich, zudem besaß der neue Stürmer Robert Skov (28.) die Möglichkeit zum Ausgleich.

Auf der anderen Seite wirbelte der agile Filip Kostic vor 50.200 Zuschauern immer wieder mit seinen schnellen Antritten und spektakulären Dribblings die TSG-Abwehr, in der Benjamin Hübner wegen Nackenproblemen kurzfristig fehlte, durcheinander.

Die etwas passivere Herangehensweise der Frankfurter, die Geiger vor der Pause beinahe bestraft hätte, war für die Gastgeber offenbar Warnung genug. Nach dem Seitenwechsel kam zunächst Daichi Kamada (48.) zum Abschluss, etwas später musste TSG-Verteidiger Stefan Posch einen Kopfball von Dominik Kohr (54.) kurz vor der Linie klären.

Ishak Belfodil vergab für die Gäste kurz vor Schluss noch eine gute Gelegenheit.

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