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Arjen Robben spricht in höchsten Tönen von Ex-Teamkollege Thomas Müller. Der ehemalige Bayern-Star äußert sich auch zu seinem Karriereende.

Fußball-Rentner Arjen Robben sieht Thomas Müller beim deutschen Rekordmeister Bayern München trotz der Verpflichtung von Philippe Coutinho noch immer in einer wichtigen Rolle.

"Ich bin ein großer Fan von Thomas. Er hat Qualitäten, die keiner in dieser Mannschaft hat", sagte der Niederländer bei Sky90.

Müller sei "ein Mannschaftsspieler. Er läuft die Räume an, geht in die Tiefe. Er ist für mich ein sehr, sehr wichtiger Spieler und das hat er auch gezeigt." Der 29-jährige Müller war beim 3:0 auf Schalke am Samstagabend in der 57. Minute für den Brasilianer ausgewechselt worden.

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Coutinho mit Robbens Nummer: "Ich bin da ganz easy"

Coutinho sei "ein Fußballer mit einem Riesenpotenzial. Er wird bestimmt viele gute Spiele für Bayern zeigen". Dass er Robbens ehemalige Nummer trage, stört diesen nicht.

"Es war überhaupt nicht schwer, meine Trikotnummer weiterzureichen. Ich bin da ganz easy, ganz einfach. Ich will nur das Beste für den Verein. Wenn da ein neuer Spieler kommt und der will die Nummer 10, ja was soll ich dann sagen? Nein, bitte lass die Nummer 10 noch ein Jahr liegen?", sagte Robben.

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Robben über Karriereende: "Hoffe, es ist die richtige Entscheidung"

Sein Karriereende sei "schwer in einem Satz zu erklären. Ich glaube, das geht nicht über Nacht", meinte Robben: "Ich habe sehr lange überlegt. Das war die schwerste Entscheidung, die ich in meiner Karriere getroffen habe."

Vollends überzeugt scheint Robben noch nicht zu sein: "Ich hoffe, es ist die richtige Entscheidung. Ich glaube, wenn man alles zusammenfasst, ist ein bisschen Bauchgefühl dabei."

Viele Vereine hatten sich zuvor bei ihm gemeldet. "Ich habe es als riesiges Kompliment gesehen, dass es so viele Angebote gab. Ich habe ein, zwei Dinger mir ganz seriös angeschaut, ein paar Meetings gehabt und Vereine angehört", meinte der 35-Jährige.

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Es habe "ein paar gute Angebote" gegeben. Doch "am Ende habe ich gesagt, es ist gut so und ich höre auf", schilderte Robben. Noch fehle ihm der Fußball nicht: "Im Moment fühle ich mich sehr gut und entspannt."

Robben: "Das war eine Riesenenttäuschung"

Während seiner Karriere habe ihm diese Lockerheit vermeintlich gefehlt. "Hermann Gerland hat auch hundert Mal zu mir gesagt: Arjen, mach' nicht so viel. Trainiere ab und zu mal so, wie van Bommel es gemacht hat – so 70, 80 Prozent", so Robben: "Aber das war nicht drin. Ich habe das nicht hinbekommen, bis zum Schluss nicht."

Robben blickte auch auf seine vergebene Chance im WM-Finale 2010 zurück: "Enttäuschungen gehören zu jeder Fußballer-Karriere dazu, aber viele Titel auch. Das war eine Riesenenttäuschung. Du kriegst nicht noch einmal die Chance."

Robbens Karriere beim FC Bayern war auch von Franck Ribéry geprägt, mit dem er jahrelang ein fulminantes Flügelduo bildete. "Wir haben so viel Spaß miteinander gehabt. Ich habe ihm viel zu verdanken. Es war mir eine große Ehre, mit ihm zusammenzuspielen", schwärmte Robben.

Auch mit Philipp Lahm habe er es "geliebt, zusammenzuspielen."

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