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München - Nach der Verletzung von Leroy Sané benötigt Bayern eine Alternative für die Außenbahn. Die heißt Ivan Perisic - und genießt plötzlich höchste Priorität.

Wird aus Bayerns Plan B für den Flügel ein Plan P?

Nach der schweren Verletzung von Wunschspieler Leroy Sané lautet das neue Transferziel des FC Bayern nun Ivan Perisic. Nach SPORT1-Informationen hat der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge eine Verpflichtung des 30 Jahre alten Flügelstürmers von Inter Mailand zur Chefsache erklärt.

Noch in der vergangenen Woche hatte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic deutlich gegen den von Trainer Niko Kovac bereits vor einigen Wochen vorgeschlagenen Transfer ausgesprochen. Wie SPORT1 erfuhr, ist auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß nicht überzeugt.

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Erfüllt Rummenigge Kovacs Wunsch?

Doch angesichts des Kreuzbandanrisses im rechten Knie von Sané sah sich Rummenigge nun offenbar dazu genötigt, Kovacs Wunsch zu erfüllen.

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Der Kontakt kam über Giovanni Branchini zustande, der sowohl 2007 beim Wechsel von Luca Toni zu den Bayern, als auch beim Coup mit Pep Guardiola 2013 eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Der Italiener, der über den ehemaligen Stürmer und heutigen Berater Nenad Jestrovic an die Perisic-Seite herangetreten ist, gilt als einer der wichtigsten Unterhändler der Münchner. Auch beim Transfer von Lucas Hernández soll er mitgewirkt haben.

Bayern vor Leihe von Perisic

Nun scheint es, als könnte er auch Perisic erfolgreich vermitteln.

Zunächst hatte Sky Sport Italia am Freitag davon berichtet, dass der Kroate in den Fokus der Münchner gerückt ist. Am Samstag vermeldete die Gazzetta dello Sport den Transfer als perfekt. Die Rede ist von einer Leihe bis Saisonende, für die Inter fünf Millionen Euro erhält. Der Deal soll eine anschließende Kaufoption seitens der Bayern in Höhe von 25-30 Millionen Euro beinhalten. Am Samstag reiste Perisic nach übereinstimmenden Meidenberichten nicht mit zum Testspiel seines Klubs am Abend gegen den FC Valencia.

Nach SPORT1-Informationen ist der Spieler gewillt, nach München zu wechseln. Auch in dem Wissen, vorerst nur als Ersatzspieler eingeplant zu sein.

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Der Vorteil: Perisic kennt die Bundesliga bestens, kann sofort helfen und verfügt auch international über jede Menge Erfahrung.

Mit drei Toren und einem Assist trug Perisic bei der WM im vergangenen Jahr seinen Teil zu Kroatiens Finaleinzug bei. Seine Torgefahr hatte er zuvor auch in 112 Bundesligaspielen für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg mit 27 Treffern durchaus unter Beweis gestellt und in den vergangenen vier Jahren mit 40 Toren in 163 Pflichtspielen für Inter Mailand untermauert.

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Zweifel wegen Schnelligkeitsdefiziten

Allerdings wollte ihn der neue Inter-Trainer Antonio Conte in der Saisonvorbereitung zum Außenverteidiger umschulen, weswegen Perisic zuletzt Abwanderungsgedanken hegte. Jetzt könnte sein Weg zu den Bayern führen - allerdings nicht ohne Bedenken.

Vereinsintern herrschten bis zuletzt Zweifel, ob er den hohen Ansprüchen der Bayern genügen kann. Seine Schnelligkeitsdefizite wurden ihm ebenso angelastet wie seine Schwächen im Eins-gegen-Eins.

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Wiedervereinigung mit Kovac?

Doch Kovac kennt Perisic aus seiner Zeit als Nationaltrainer Kroatiens. Bei der WM 2014 war er auf dem rechten Flügel gesetzt, schoss in drei Spielen zwei Tore und bereitete ein weiteres vor - das Vorrunden-Aus konnte aber auch Perisic damals nicht verhindern.

An der Säbener Straße könnte es nun also zu einer Wiedervereinigung kommen.

Karl-Heinz Rummenigge persönlich will dafür Sorge tragen.

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