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München - Der FC Bayern macht eine Alternative zu Leroy Sané für die Außenbahn klar. Ivan Perisic wird nach SPORT1-Informationen für eine Saison plus Kaufoption von Inter Mailand ausgeliehen.

Der Wunsch von Niko Kovac geht in Erfüllung!

Nach SPORT1-Informationen ist der Wechsel von Ivan Perisic zum FC Bayern München perfekt.

Der Kroate wird für eine Gebühr von fünf Millionen Euro eine Saison von Inter Mailand ausgeliehen, plus anschließender Kaufoption, die sich im Sommer 2020 auf 25 Millionen Euro belaufen soll. Der 30-Jährige soll in München ein Jahresgehalt zwischen zehn und elf Millionen Euro (sechs Millionen netto) verdienen.

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Wie SPORT1 erfuhr, hatte Karl-Heinz Rummenigge die Verpflichtung von Perisic zur Chefsache erklärt, nachdem sich Wunschspieler Leroy Sané einen Kreuzbandanriss zugezogen hatte.

Noch in der vergangenen Woche hatte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht zum ersten Mal gegen den von Kovac bereits vor einigen Wochen vorgeschlagenen Transfer ausgesprochen. Auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist nicht vollends überzeugt.

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Rummenigge erfüllt Kovacs Wunsch

Doch angesichts der Verletzung Sanés sah sich Rummenigge nun offenbar dazu genötigt, Kovacs Wunsch zu erfüllen.

"Ich sage nichts zu Namen. Zu kroatischen Spielern sage ich: Wir sind Vize-Weltmeister geworden", antwortete Kovac am Samstag auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Pokal-Spiel gegen Cottbus auf die Frage nach seinem Landsmann, versprach aber Neuzugänge. "Unsere drei Chefs arbeiten fleißig daran und Sie können sich sicher sein, dass wir bis zum 2. September noch etwas bekommen werden."

Branchini als Vermittler

Der Kontakt zu Perisic kam über Giovanni Branchini zustande, der sowohl 2007 beim Wechsel von Luca Toni zu den Bayern, als auch beim Coup mit Pep Guardiola 2013 eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Der Italiener, der über den ehemaligen Stürmer und heutigen Berater Nenad Jestrovic an die Perisic-Seite herangetreten ist, gilt als einer der wichtigsten Unterhändler der Münchner. Auch beim Transfer von Lucas Hernández soll er mitgewirkt haben.

Perisic kennt seine Rolle

Nun konnte er auch Perisic erfolgreich vermitteln. Zunächst hatte Sky Sport Italia am Freitag davon berichtet, dass der Kroate in den Fokus der Münchner gerückt ist. Am Samstagvormittag vermeldete die Gazzetta dello Sport Einigkeit zwischen den Parteien, Perisic reiste nach übereinstimmenden Medienberichten nicht mit zum Testspiel seines Klubs am Abend gegen den FC Valencia.

Nach SPORT1-Informationen wechselt der 30-Jährige in dem Wissen nach München, vorerst nur als Ersatzspieler eingeplant zu sein.

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Der Vorteil: Perisic kennt die Bundesliga bestens, kann sofort helfen und verfügt auch international über jede Menge Erfahrung.

Mit drei Toren und einem Assist trug Perisic bei der WM im vergangenen Jahr seinen Teil zu Kroatiens Finaleinzug bei. Seine Torgefahr hatte er zuvor auch in 112 Bundesligaspielen für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg mit 27 Treffern durchaus unter Beweis gestellt und in den vergangenen vier Jahren mit 40 Toren in 163 Pflichtspielen für Inter Mailand untermauert.

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Zweifel wegen Schnelligkeitsdefiziten

Allerdings wollte ihn der neue Inter-Trainer Antonio Conte in der Saisonvorbereitung zum Außenverteidiger umschulen, weswegen Perisic Abwanderungsgedanken hegte. Jetzt wird sein Weg zu den Bayern führen - allerdings nicht ohne Bedenken.

Vereinsintern herrschten bis zuletzt Zweifel, ob er den hohen Ansprüchen der Bayern genügen kann. Seine Schnelligkeitsdefizite wurden ihm ebenso angelastet wie seine Schwächen im Eins-gegen-Eins.

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Wiedervereinigung mit Kovac

Doch Kovac kennt Perisic aus seiner Zeit als Nationaltrainer Kroatiens. Bei der WM 2014 war er auf dem rechten Flügel gesetzt, schoss in drei Spielen zwei Tore und bereitete ein weiteres vor - das Vorrunden-Aus konnte aber auch Perisic damals nicht verhindern.

An der Säbener Straße wird es nun also zu einer Wiedervereinigung kommen.

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