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Dortmund - Der FC Bayern enttäuscht im Supercup gegen Borussia Dortmund. Robert Lewandowski fordert erneut Neuzugänge und kritisiert den fehlenden Glauben an die eigene Stärke.

Katerstimmung in Dortmund – bei den Spielern des FC Bayern und vor allem bei Robert Lewandowski.

Die 0:2-Pleite der Münchner offenbarte nicht nur, dass der deutsche Rekordmeister sich im 4-3-3-System mit nur einem Sechser teilweise die gleichen Fehler erlaubt wie in der Vorsaison. Sie bestätigte auch Führungsspieler wie Lewandowski darin, erneut darauf hinzuweisen, dass Neuzugänge mit hoher Qualität dringend gebraucht werden.  

Lewandowski: Zu dünne Bayern-Bank

Zur Erinnerung: Auf der USA-Reise war es vor allem Lewandowski, der deutlich Transfers gefordert hatte, um den hohen Zielen des Vereins gerecht werden zu können. 

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Nach dem Abpfiff an alter Wirkungsstätte sprach er erneut Klartext: "Meine Meinung bleibt genauso. Heute war genau der richtige Zeitpunkt, an dem wir sehen konnten, was passiert, wenn man nur so viele Profispieler hat wie wir." Zuvor forderte er am DAZN-Mikro: "Wir brauchen mehr Spieler. Wir brauchen mehr Qualität von der Bank."

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Darauf wollte Sportdirektor Hasan Salihamidzic jedoch nicht groß eingehen: "Dass wir was tun müssen, wissen wir ja." Auch Joshua Kimmich riet zur Gelassenheit. Der Außenverteidiger geht davon aus, dass die die Klubspitze die Zeichen der Zeit längst erkannt hat: "Die Mannschaft hat sehr großes Vertrauen in unseren Verein.

Doch während sich beim BVB Stars wie Mario Götze, Thomas Delaney oder Achraf Hakimi auf der Bank wiederfanden, sowie fünf weitere Feldspieler, war die Bank der Bayern lediglich mit zwei Torhütern und sechs Feldspielern bestückt. Darunter Ryan Johannson (U19) und Sarpreet Singh (U23). 

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"Klar, wir haben junge Spieler auf der Bank, die Potential haben. Aber man braucht jemanden, der kommt und der Mannschaft direkt helfen und Impulse setzen kann", sagte Lewandowski, der den Bayern-Talenten freilich keinen Vorwurf machte, sondern selbstkritisch mit sich und der ersten Elf umging.

Torjäger spart nicht mit Selbstkritik

"Es tut weh, wenn man weiß, dass man das Spiel hätte gewinnen können, man aber verloren hat", erklärte der 30-Jährige. "Fehler können im Fußball immer passieren, aber solche Fehler tun weh. Es waren zwei, drei einfache Fehler, die nicht passieren dürfen. Aber wir hätten auch ein, zwei Tore schießen können. Leider haben wir das nicht geschafft. Dortmund hat gut gekontert."

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Vor allem Routinier Thiago unterliefen im Mittelfeld-Zentrum etliche Fehlpässe. Zwei davon führten zu schnellen Umschaltmomenten der Borussia samt Gegentoren.  

"Wir haben das Spiel selbst verloren", betonte Lewandowski. "Wir hätten es gewinnen können, aber wir haben zu viele einfache Fehler gemacht."

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Lewandowski vermisst Glaube an die eigene Stärke

Sorge bereiten sollte aber vor allem eine Erkenntnis Lewandowskis, die auch nichts mit einem dünnen Kader und fehlenden Neuzugängen zu tun hat: mangelnde Einstellung.

"Nach dem ersten Tor (48. Minute durch Paco Alcácer, d. Red.) haben wir nicht mehr hundertprozentig daran geglaubt, dass wir zurück ins Spiel kommen", sagte der Stürmer.

"Es ist ein ähnlicher Fehler wie in der letzten Saison, dass wir nach einem Gegentor zwar versuchen, weiterzuspielen, aber eben nicht mit dem hundertprozentigen Glauben, das Spiel drehen zu können. Wir müssen das Spiel jetzt gut analysieren. Ich hoffe, dass uns solche Fehler nie mehr passieren."

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