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Diese Szene sorgt für Diskussionen! Joshua Kimmich tritt Jadon Sancho beim Supercup abseits des Feldes auf den Fuß, darf die Partie dennoch fortsetzen.

Joshua Kimmich ist beim Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München glimpflich davon gekommen. Schiedsrichter Daniel Siebert bedachte einen Tritt des Nationalspielers nur mit einer Gelben Karte.

Der Rechtsverteidiger des Rekordmeisters trat Gegenspieler Jadon Sancho in der 76. Minute am Spielfeldrand auf den rechten Fuß beziehungsweise das Sprunggelenk, weil dieser den Ball vor einem Einwurf der Münchner nicht schnell genug freigegeben hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Sancho ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und hielt sich den betroffenen Fuß. Kimmich beschwerte sich über die Bewertung des Unparteiischen, nachdem dieser ihm die Verwarnung gezeigt hatte.

Zorc kann Entscheidung nicht verstehen

"Im Spiel habe ich mich über die Gelbe Karte beschwert, ich habe gehört, dass viele eine Rote gefordert haben", sagte Kimmich nach der 0:2-Niederlage. "Ich wollte den Ball mit der Sohle holen, in dem Moment stellt Sancho sein Bein davor und ich treffe ihn dann mit der Sohle. Es sieht vielleicht schlimm aus. Es war auf jeden Fall gar keine Absicht."

Anders beurteilt die Szene Michael Zorc. Dem BVB-Sportdirektor fehle "wirklich jegliches Verständnis" für die gefällte Entscheidung.

"Wie man da in Köln im Keller sitzen kann und sagen kann: Das ist eine Gelbe Karte. Das war eine glasklare Rote Karte", sagte Zorc der Funke Mediengruppe: "Was man da nicht gesehen hat oder nicht sehen wollte, erschließt sich mir nicht im Ansatz. Da kann man 35 Seminare bekommen, in dem Moment, in dem das so bewertet wird, braucht man den Videoschiedsrichter nicht."

Sancho wird angeschlagen ausgewechselt

Sancho spielte zunächst weiter. Der Engländer wurde wenig später aber ausgewechselt und verließ leicht humpelnd den Platz. Mit einem Eisbeutel um seinen lädierten rechten Knöchel ging Sancho am späten Abend in die Dortmunder Kabine.

"Wenn ich Rot gesehen hätte, hätte ich wahrscheinlich in dem Moment getobt, weil ich überhaupt nicht die Intention hatte, ihn zu verletzen. Das wäre pure Dummheit gewesen. Ich weiß ja genau, dass da jeder hinguckt, wenn der Ball im Aus ist. Ich wollte das Spiel einfach schnell machen", verteidigte sich Kimmich.

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Nach der Partie habe er sich auch bei Sancho entschuldigt und ihm gesagt, dass es keine Absicht gewesen sei. "Und es klang nicht so, als sei er irgendwie sauer gewesen", erklärte Kimmich.

Salihamidzic nimmt Kimmich in Schutz

Hasan Salihamidzic nahm den Nationalspieler in Schutz. "Ich habe es live gesehen. Für mich war es gar keine Karte. Er wollte den Ball mit der Sohle ziehen und zufällig kommt der Jadon dazwischen", sagte der Bayern-Sportdirektor.

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Trainer Niko Kovac ergänzte im ZDF, die Szene nicht gesehen zu haben, "aber der Josh macht so was sicher nicht mit Absicht". Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, hakte die Angelegenheit schnell ab: Die Szene sei "nicht entscheidend" gewesen.

Siebert hatte auch das Halbfinale im DFB-Pokal der vergangenen Saison gepfiffen, das die Bayern vor allem dank einer umstrittenen Elfmeter-Entscheidung bei Werder Bremen gewonnen hatten.

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