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München - Im Instagram-Format "SplitIt" spricht der Mainzer Trainer Sandro Schwarz über einen Rassismus-Vorfall, seine eigene Grundhaltung und HSV-Spieler Bakery Jatta.

Beim Testspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen die FuPa Allstars Rheinhessen zeigte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz Anfang Juli etwas, das auch im Fußball mehr gebraucht wird denn je: Zivil-Courage.

Wie der Kicker und die VRM-Mediengruppe berichteten, hatte Schwarz, zusammen mit dem Mainzer Präsident Stefan Hoffmann, rassistische Ausrufe einer Fangruppe unterbunden.

Im SPORT1-Interview äußert er sich nun zu den Vorfällen: "Wenn man so etwas mitbekommt, unabhängig ob im Profifußball oder nicht, ist man in der Verantwortung klar seine Meinung zu sagen und Haltung zu zeigen." Es gehe seiner Meinung nach nicht darum, als Bundesliga-Trainer aufzutreten.

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Schwarz war im Anschluss auf die Tribüne gegangen und hatte das Gespräch mit der kleinen Gruppe gesucht. "Ich habe das in dem Moment so gefühlt und die Dinge angesprochen. Dann war das auch erledigt."

Schwarz möchte offenen Umgang

Dem 40-Jährigen ist es wichtig, seine Werte an seine Spieler weiterzugeben und auch offen mit ihnen zu sprechen. "Ich glaube, dass du andere Leute so behandeln solltest, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Es ist mein Anspruch die Jungs so zu führen."  Dass das nicht immer funktioniert, sei ihm bewusst, aber er möchte, dass ein "offener und ehrlicher Umgang" untereinander herrscht.

Innerhalb der Mannschaft will Schwarz ein angenehmes Klima schaffen. Seinen Spielern gibt er Regeln vor, lässt aber auch einen gewissen Rahmen, in dem sie sich bewegen können: "Wenn man sich darin bewegt, gute Leistungen abruft und gute Ergebnisse abliefert, dann macht das schon Spaß hier Fußball zu spielen."

Jatta "in Ruhe spielen lassen"

Das Wort "Entschuldigung" spielt für Schwarz eine große Rolle. "Wenn sich jemand aufrichtig entschuldigt, dann spricht nichts dagegen, dem Menschen eine zweite Chance zu geben", sagt er auch mit Blick auf den Rassismus-Eklat um den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.

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Auch zum HSV-Spieler Bakery Jatta hat Schwarz eine klare Meinung: "Es wird jede Woche etwas geschrieben, was seine Dokumente angeht, aber es besteht keine Beweislage. Wir sollten ihn in Ruhe Fußball spielen lassen."

Auch abseits des Fußballfeldes bekennt der Mainzer Trainer Farbe. Er ist Pate für die Mainzer Sommerschwüle, dem Pendant zum Christopher Street Day (CSD). "Ich habe eine Anfrage bekommen und mich entschieden das zu machen. Ich leiste meinen Beitrag."

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