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Uli Hoeneß ist der Meinung, dass bei der Vermarktung der deutschen Eliteliga noch deutlich mehr zu holen ist. Der Bayern-Boss spricht von gigantischen Beträgen.

Uli Hoeneß sieht bei der Vermarktung der Bundesliga-Rechte Potenzial, das in die Milliarden geht.

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"Vielleicht kommen eines Tages auch Amazon, Apple, Comcast, Disney, Google oder Netflix dazu. (...) Wenn die den Fußball für sich entdecken, werden wir noch über ganz andere Beträge reden", sagte der Präsident von Bayern München der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag.

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Bei diesen Unternehmen spiele "eine halbe Milliarde, eine Milliarde keine Rolle. Dann könnten wir Dimensionen erreichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können."

In der TV-Vermarktungsperiode 2017 bis 2021 erlöst die Deutsche Fußball Liga (DFL) durch die Vergabe der nationalen Medienrechte insgesamt 4,64 Milliarden Euro. 

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Hoeneß denkt über 100-Millionen-Transfer nach

Allerdings hinkt die Bundesliga - und der FC Bayern - im internationalen Vergleich weiter hinterher. Trotz eines Umsatzes von 700 Millionen Euro, den der FC Bayerm in diesem Jahr erzielen werde, gehe man mit einem "Rückstand von 200 Millionen Euro gegenüber Manchester United in die Saison", sagte Hoeneß. 

Dennoch will der FCB im Konzert der Großen offenbar auch auf dem Transfermarkt mitmischen: "Wenn Sie mich vor drei Jahren gefragt hätten, ob der FC Bayern jemals 100 Millionen Euro für einen Spieler ausgibt, hätte ich gesagt Nein", erklärte der Bayern-Boss: "Und jetzt haben wir es doch überlegt."

Zuletzt warben die Münchner offen um den deutschen Nationalspieler Leroy Sané. Für den Star von Manchester City wäre wohl eine Transfersumme im dreistelligen Millionenbereich fällig. 

Entwicklung der Traditionsvereine "eine Katastrophe"

Während der FC Bayern über Transfers in einer neuen Größenordnung nachdenkt, macht sich Hoeneß mit Blick auf einige große Traditionsvereine Sorgen. 

"Es ist ein Drama, dass der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg nicht dabei sind", sagte er, und er sprach von einer "Katastrophe". Mit diesen Mannschaften wäre die Bundesliga "noch populärer und attraktiver".

Über seine Zukunft wollte Hoeneß sich nicht äußern.

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"Ich werde meine Entscheidung am 29. August dem Aufsichtsrat mitteilen. Vorher gibt es von mir dazu keine offizielle Erklärung", bekräftigte er. 

Es wird erwartet, dass Hoeneß nicht mehr kandidieren und damit auch seinen Posten im Aufsichtsrat abgeben wird. Seine Nachfolge in beiden Ämtern soll der frühere adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer übernehmen.

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