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Armin Veh ärgert sich nach der deutlichen Niederlage des 1. FC Köln beim FC Bayern über den Schiedsrichter und macht ihm schwere Vorwürfe.

Vierte Niederlage im fünften Spiel, Relegationsplatz 16 - doch Sport-Geschäftsführer Armin Veh schimpfte nach dem 0:4 (0:1) bei Bayern München nicht etwa auf die Mannschaft des 1. FC Köln, sondern auf Schiedsrichter Patrick Ittrich.

"Das setzte seiner Leistung die Krone auf. Katastrophe! Er hätte sich auch ein rotes Hemd anziehen können", sagte Veh über die Rote Karte gegen Kingsley Ehizibue.

Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 ergänzte er: "In der ersten Halbzeit waren einige Szenen, wo ich gesagt habe: Es wäre besser für uns gewesen, wenn er das rote Trikot angehabt hätte - dann hätten wir gewusst, dass er bei Bayern spielt, bei Bayern mitmacht. Den macht man dann halt mal, den Spruch."

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Gespräch von Veh und Schiedsrichter Ittrich

Er habe Referee Ittrich nach dem Spiel aber noch getroffen und "ein gutes Gespräch geführt".

"Ich habe ihm gesagt, dass das keine gute Leistung war, aber er ist dann nicht einfach weggelaufen, sondern wir haben uns unterhalten", berichtete Veh, "und wenn ich vorher mit ihm gesprochen hätte, hätte ich den Spruch wahrscheinlich nicht gebracht."

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Abwehrspieler Ehizibue, übrigens in München geboren, war von Ittrich nach seinem Schubser gegen Philippe Coutinho beim Stand von 0:2 des Feldes verwiesen worden (59.). 

"Er schubst ihn zwar, aber eine Rote Karte ist das nicht, das ist ja aberwitzig", echauffierte sich Veh beim CHECK24 Doppelpass. "Herr Ittrich hat mir erklärt, Ehizibue habe keine Möglichkeit gehabt, den Ball zu spielen. Wenn Ehizibue die Möglichkeit hat, den Ball zu spielen, ist es eine Gelbe Karte. Er hat nach Regel gepfiffen. Es ist eine Wahnsinnsregel."

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