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Die Bundesliga ist ausgeglichen wie lange nicht, sechs der neun Top-Teams sind heute im Einsatz. Die SPORT1-Außenreporter blicken auf die Lage ihrer Klubs.

Die Länderspielpause ist vorbei, das Bundesliga-Geschehen rückt wieder in den Fokus - ein Bundesliga-Geschehen, das so spannend und ausgeglichen ist wie lange nicht.

Nur zwei Punkte liegen nach dem Freitagsspiel zwischen Platz 1 (Borussia Mönchengladbach) und Platz 8 (Bayer Leverkusen), auch der bislang unter den Erwartungen gebliebene Meister-Aspirant Borussia Dortmund ist als Neunter nur zwei weitere Zähler entfernt. (Service: Bundesliga-Tabelle)

Sechs der neun Klubs aus der dicht gedrängten oberen Tabellenhälfte sind an diesem Samstag im Einsatz: Der BVB und Gladbach sowie RB Leipzig und der VfL Wolfsburg im direkten Duell, der FC Bayern München beim FC Augsburg, Überraschungsteam SC Freiburg bei Union Berlin. (Service: Bundesliga-Spielplan)

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Die SPORT1-Außenreporter berichten vor dem vollgepackten Fußball-Samstag über die Lage der Klubs:

Stefan Kumberger über den FC Bayern

SPORT1-Reporter Stefan Kumberger
SPORT1-Reporter Stefan Kumberger © SPORT1

Beim FC Bayern gibt es einfach keine ruhigen Zeiten. Selbst in Länderspielpausen wird über Verletzte (Lucas Hernández), Angefressene (Thomas Müller) und Reiselustige (Jérôme Boateng) diskutiert. Viel Unruhe also, aber wer Niko Kovac bei der Abschluss-Pressekonferenz erlebt hat, gewinnt den Eindruck: Kovac hat die freie Zeit genutzt, um einige Fehlentwicklungen in der Mannschaft zu stoppen.

Die für ihn gefährlichste Situation - nämlich die Causa Müller - hat Kovac auf menschlich beachtenswerte Weise vorerst runtergekühlt. Einzugestehen, dass seine "Not-am-Mann"-Aussage über Thomas Müller ein Fehler war, zeigt, welch guten Charakter Kovac besitzt.

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Die nächste Stufe der Annäherung wird Kovac bereits am Samstag in Augsburg (Bundesliga: FC Augsburg - FC Bayern, ab 15.30 Uhr im SPORT1-Liveticker) zünden und Müller von Anfang an bringen - da bin ich sicher. Es sprechen einfach zu viele Argumente für den Weltmeister von 2014. Dass Philippe Coutinho nach der Länderspielreise nach Singapur müde sein dürfte, ist nur eines von vielen.

Martin Quast über den SC Freiburg

SPORT1-Reporter Martin Quast
SPORT1-Reporter Martin Quast © Getty Images

Dass sich der SC Freiburg mitten in der Spitzengruppe der Bundesliga tummelt, hat zunächst viel mit dem Spielplan zu tun. Wer sich die bisherigen Gegner des Sport-Clubs anschaut, stellt fest, dass es bis auf den BVB nur Mannschaften waren, die sich in der unteren Tabellenhälfte befinden.

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Davon abgesehen gibt es aber natürlich auch andere Gründe für den Freiburger Aufschwung - allen voran die exzellente Scoutingabteilung. Jochen Saier und Klemens Hartenbach leisten hervorragende Arbeit, indem sie regelmäßig Top-Talente wie Nico Schlotterbeck oder Luca Waldschmidt nach Freiburg holen. Weil sie wissen, dass sie hier regelmäßig spielen und in Ruhe reifen können, funktioniert dieses Modell wunderbar.

Trotz des 29 Mann starken Kaders gibt es keine nach außen getragene Unzufriedenheit bei den Bankdrückern. Das Bild vom beschaulichen Breisgau: Hier stimmt es noch immer. Oder Nils Petersen, der ganz genau weiß, was er beim SC Freiburg hat und bei SPORT1 erklärt, warum es etwas Besonderes ist, hier zu spielen.

Lukas Rott über Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund

SPORT1-Reporter Lukas Rott
SPORT1-Reporter Lukas Rott © SPORT1

Borussia Mönchengladbach wirkt mental stabil, hat sich nach dem Ausrutscher in der Europa League Mitte September gegen den Wolfsberger AC wieder gefangen und eine Siegesserie gestartet. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose zeichnet sich außerdem durch eine hohe Effektivität aus und gewann einige ihrer eher durchschnittlichen Spiele.

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Die Stürmer der Gladbacher haben derzeit einen richtigen Lauf. Defensiv kommen allerdings immer wieder Schwächen ans Tageslicht. Die starke Physis könnte für die Gladbacher gegen den BVB zum Erfolgsschlüssel werden. (Bundesliga: Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach, ab 18.30 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Borussia Dortmund gab dagegen zuletzt immer wieder Führungen aus der Hand und verpasste es so, sichere Siege nach Hause zu fahren. Es mangelt schlichtweg an der Effektivität, auch mal einen dreckigen Sieg einzufahren.

Außerdem fehlt ohne Paco Alcácer die Torgarantie - Mario Götze, Julian Brandt und Co. konnten bislang nicht nachweisen, dass sie den Spanier gleichwertig ersetzen können. Auch in der Defensive werden immer wieder Schwächen offenbart. Der BVB hatte in dieser Saison schon des häufigeren Probleme mit hoch pressenden Gegnern. Slavia Prag und Bayer 04 Leverkusen konnten allerdings kein Kapital daraus schlagen.

Der anstehende Gegner Mönchengladbach hat die Offensive, diese Fehler zu bestrafen. Dem BVB schmeckt es außerdem nicht, gegen einen physisch starken Gegner wie die Rose-Elf zu spielen, wie zum Beispiel die 1:3-Niederlage bei Aufsteiger Union Berlin am 3. Spieltag offenbarte.

Niclas Löwendorf über RB Leipzig und den VfL Wolfsburg

SPORT1-Reporter Niclas Löwendorf
SPORT1-Reporter Niclas Löwendorf © SPORT1

Dass der VfL Wolfsburg am achten Spieltag als Tabellenführer dastehen könnte, damit haben vor der Saison nur die wenigsten gerechnet.

Ein Sieg im Spiel gegen RB Leipzig (ab 15.30 Uhr im SPORT1-Liveticker) und ein Punktgewinn der Dortmunder gegen Borussia Mönchengladbach können aus diesem Szenario Wirklichkeit machen.

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Und: Es wäre nicht einmal unverdient. Die Niedersachsen verbuchen die beste Defensive der Liga, was vor allem Neu-Trainer Glasner zu verdanken ist.

Der Österreicher hat den besten Start aller VfL-Trainer seit der Bundesliga-Zugehörigkeit hingelegt. Auch wenn seine Mannschaft spielerisch nicht die Elf der Stunde ist, so hat er seinem Team Konstanz eingeimpft. Das Spiel der "Wölfe" gegen die "Bullen" wird die erste richtige Standortsbestimmung.

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