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Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt wird als möglicher Erbe von Lucien Favre bei Borussia Dortmund gehandelt. SPORT1 zeigt, was an den Gerüchten dran ist.

Nach dem Bundesliga-Spiel am vergangenen Samstag zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen (2:2) macht ein Trainer nach Abpfiff fröhliche Bilder mit BVB-Fans.

Doch es nicht Lucien Favre, der Coach der Schwarz-Gelben, sondern vielmehr der Trainer des Gegners, Florian Kohfeldt, der es dem Dortmunder Publikum angetan hat.

Am Dienstag meldet das Werder-nahe und üblicherweise gut informierte Portal deichstube, dass es bereits Annäherungen zwischen Kohfeldts Umfeld und dem BVB gegeben habe.

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SPORT1 ordnet das Gerücht ein.

Dass Lucien Favre und Borussia Dortmund mit der aktuellen sportlichen Situation nicht zufrieden sein können, steht außer Frage. Zwar rangiert der BVB in der Bundesliga nur drei Punkte hinter den Bayern, hat aber nun bereits wichtige Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams liegen lassen.

Der Geist von Jürgen Klopp

Der schweizerische Cheftrainer gerät immer wieder in die Kritik, weil er es an Temperament und schon physisch zur Schau getragenem Selbstvertrauen vermissen lässt. Favre ist bei allem unbestrittenen Fachwissen, das er ja auch zu vermitteln versteht, keiner, der mitreißen kann.

Nun präsentierte sich der 61-Jährige auch bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Bremen-Remis nicht wirklich glücklich. Während Favre hilfesuchend und verzweifelt wirkte, saß an seiner Seite ein aufgeweckter, schlagfertiger und gut gelaunter Florian Kohfeldt.

Der Hoffnungsträger von der Weser löste in Journalisten und Fans Erinnerungen aus – an einen Dortmund-Trainer, dem der menschliche Umgang mit allen Beteiligten immer am Herzen lag. Der Geist von Jürgen Klopp wehte plötzlich durch den Presseraum des Signal-Iduna-Parks.

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Dementi aus Bremen und Dortmund 

Tatsächlich gibt es eine Verbindung zwischen Klopp und Kohfeldt. Beide haben den gleichen Berater – Marc Kosicke. Die Verbindungen von Bremen nach Dortmund sind also durchaus realistisch.

Die Faktenlage zu einem möglichen Wechsel von Kohfeldt nach Dortmund sieht allerdings anders aus.

Erst im Sommer hatten die Werderaner den Vertrag mit dem 36-Jährigen verlängert. Statt bis 2021 gilt das Arbeitspapier des Trainers seither bis 2023.

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Nach SPORT1-Informationen aus dem Aufsichtsrat des SV Werder Bremen steht eine Freigabe des vermeintlichen Favre-Erben nicht im Geringsten zur Debatte. Kosicke wollte sich auf SPORT1-Anfrage nicht äußern. 

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Werder hat das Zepter in der Hand

Doch BVB-Lizenzbereichsleiter Sebastian Kehl nahm bei SPORT1 vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel in Prag klar Stellung. "Die Diskussion ist doch jetzt wirklich lächerlich. Wir haben einiges zu tun und darauf sollten wir uns konzentrieren. Diese Diskussionen gibt es intern nicht." (Champions League: Slavia Prag - Borussia Dortmund, am Mittwoch ab 18:55 Uhr im LIVETICKER)

Auch Florian Kohfeldts Worte aus der Vergangenheit lassen vermuten, dass es dem gebürtigen Siegener ernst um sein Engagement an der Weser ist. Nach seiner Vertragsverlängerung machte er deutlich, sich nicht umsonst auf eine so lange Zeit gebunden zu haben. "Ich werde meinen Vertrag bis 2023 erfüllen, wenn Werder Bremen das so will."

So romantisch die Vorstellung aus Sicht einiger Dortmund-Fans nur sein mag, in der näheren Zukunft wird es Florian Kohfeldt nicht nach Westfalen ziehen - und auch nicht woanders hin.

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