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Im Streitfall Lucas Hernández bleiben die Fronten verhärtet. Nun erklären die französischen Teamärzte nach SPORT1-Informationen den Verteidiger für spielfähig.

Der Streit zwischen dem FC Bayern und dem französischen Fußballverband (FFF) um die Abstellung von Lucas Hernández zur Nationalmannschaft geht in die nächste Runde.

Laut L'Équipe hat die FFF nach einer MRT-Untersuchung am Montag entschieden, dass Hernández bei der Équipe Tricolore bleiben muss. Mehr noch: Nach SPORT1-Informationen erklärten die französischen Mannschaftsärzte den Verteidiger sogar für spielfähig.

Bayern lehnten Abstellung ab

Zuletzt hatten die Bayern ihr Missfallen darüber, ihren angeschlagenen Verteidiger in der Länderspielpause abstellen zu müssen, öffentlich kundgetan.

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Die Münchner lehnten zunächst eine Abstellung ab: "Der FC Bayern München hat den französischen Fußballverband (FFF) am Samstagabend darüber informiert, dass er seinen Abwehrspieler Lucas Hernández (23) wegen dessen Knieverletzung nicht für die französische Nationalmannschaft abstellen kann", hieß es einer Vereinsmitteilung am Montag.

Die Regularien des Fußball-Weltverbands FIFA schreiben allerdings vor, dass die Vereine dazu verpflichtet sind, ihre Spieler an die Landesverbände abzugeben: "Das Abstellen der Spieler ist für alle internationalen Fenster im internationalen Spielkalender […] zwingend."

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Rummenigge: "Bin irritiert"

Bayerns Vorstand Karl-Heinz Rummenigge reagierte trotzdem verärgert auf das Vorgehen der Franzosen: "Ich bin irritiert über das Verhalten des französischen Verbandes. Ich möchte darauf hinweisen, dass Lucas Hernández aufgrund seiner Verletzung weder bei unserem Champions-League-Spiel vergangenen Dienstag in London gegen Tottenham Hotspur noch bei unserem Bundesligaspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag im Kader des FC Bayern stehen konnte." 

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps rechtfertigte auf einer Pressekonferenz im Trainingslager in Clairefontaine die Anforderung des Defensiv-Asses:

"Wir stellen die Diagnose nicht infrage und wollen uns selbst ein Bild machen, aber wir spielen nicht heute, sondern erst am Freitag. Das geht nicht gegen Bayern oder Kovac, aber wir haben auch wichtige Spiele. Ich kenne Lucas gut genug, er ist auch bereit, mit einem Bein zu spielen."

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