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COLOGNE, GERMANY - NOVEMBER 08: 1. FC Koeln players confront referee Robert Kampka after TSG 1899 Hoffenheim score their team's second goal, a penalty awarded to them following a VAR review during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and TSG 1899 Hoffenheim at RheinEnergieStadion on November 08, 2019 in Cologne, Germany. (Photo by Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images)
Der 1. FC Köln verlor gegen Hoffenheim durch einen Elfmeter in der 98. Minute © Getty Images
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Köln - Der 1. FC Köln verliert gegen die TSG Hoffenheim durch einen Last-Minute-Elfmeter. Über die Zukunft von Trainer Achim Beierlorzer wird am Samstag entschieden.

Achim Beierlorzers Gesicht schien sich in Stein zu verwandeln. Der ohnehin schwer angezählte Trainer des 1. FC Köln hat durch einen Last-Minute-Knockout auch sein "Endspiel" verloren und steht beim Aufsteiger vor dem Aus.

Gegen die Rekordjäger von der TSG Hoffenheim unterlag der FC am Freitag trotz guter Leistung mit 1:2 (1:0), kassierte seine achte Saisonniederlage - und Beierlorzers 131. Tag im Amt dürfte einer seiner letzten gewesen sein.

Beierlorzer: "Kann ich nicht beeinflussen"

"Ob ich bleiben kann, kann ich nicht beeinflussen", sagte der Trainer bei DAZN, vor allem der späte Foulelfmeter für Hoffenheim nach Videobeweis wurmte ihn. "Es ist zum Kotzen", rief Stadionsprecher Michael Trippel in sein Mikrofon.

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Beierlorzer steht vor der Entlassung - Sport-Geschäftsführer Veh ist schon weg. "Der Vorstand und Armin Veh haben einvernehmlich entschieden, seinen noch bis 30. Juni 2020 laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen", teilte der FC im Moment des Abpfiffs via Twitter mit. Die Trennung zum Saisonende war ohnehin bereits beschlossene Sache.

Gespräche über Beierlorzer-Zukunft am Samstag

Bis auf Weiteres übernimmt Frank Aehlig die Sportliche Leitung der Kölner.

"Wir müssen das Ganze jetzt erstmal eine Nacht sacken lassen", sagte Aehlig. "Ich habe die Trainer gebeten das Training morgen abzusagen, um morgen mit Trainern und Spielern zu sprechen und mit diesen Eindrücken dann mit den Gremien und unserem Vorstand zu sprechen und zu entscheiden, ob wir mit Achim Beierlorzer weitermachen wollen oder eine Veränderung vornehmen."

Der 51-Jährige schloss eine weitere Zusammenarbeit nicht aus: "Eine Trennung wäre wahrscheinlicher gewesen, wenn die Leistung nicht die gewesen wäre, wie die wir heute gesehen haben. Deshalb ist es legitim, dass wir uns morgen mit den Sachen auseinandersetzen und dann zu einer besseren Entscheidung kommen, als wenn wir es heute mit der unmittelbaren Enttäuschung machen."

Es sind wieder einmal turbulente Tage in Köln. Jhon Córdoba (34.) hatte mit seinem ersten Bundesliga-Tor für Köln die verdiente Führung erzielt.

Hoffenheim siegt dank Elfer in der 98. Minute

Joker Sargis Adamyan (48.) glich jedoch für die Gäste aus, und Jürgen Locadia sorgte per Foulelfmeter nach VAR-Eingriff in der achten Minute der Nachspielzeit für den wettbewerbsübergreifend sechsten TSG-Sieg in Serie - Klubrekord. Hoffenheim sprang damit von Rang neun vorerst auf Platz zwei der Tabelle. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

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Schon nach der Derby-Pleite in Düsseldorf am vergangenen Wochenende hatte es Spekulationen um eine sofortige Entlassung gegeben, dann wandte sich die Klubführung mit einer ungewöhnlichen Mitteilung an die Öffentlichkeit: In der Hoffnung auf die Wende gegen Hoffenheim bekam Beierlorzer eine Gnadenfrist - allerdings verbunden mit einem klaren Hinweis: "Dass es im Fußball am Ende auf Ergebnisse ankommt, ist jedem klar."

Köln bestimmt zunächst das Spiel

Vor 49.100 Zuschauern wirkte seine Mannschaft in den ersten Minuten nicht eingeschüchtert, der FC bestimmte das Spiel mit dem Fußball, den Beierlorzer in Köln stets etablieren wollte: Hoffenheim wurde früh angelaufen und kam nicht zur Entfaltung. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Köln kam dennoch nicht zu echten Abschlüssen, Hoffenheim indes tat selbst wenig fürs Spiel, verließ sich wohl auf die Durchlässigkeit der Kölner Defensive - und war damit zunächst auch gut unterwegs: Pavel Kaderabek (20.) und Sebastian Rudy (28.) scheiterten jeweils aussichtsreich.

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Köln war bis dahin dennoch die bessere Mannschaft und vor allem kämpferisch überlegen, Córdobas Treffer war verdient: Kingsley Ehizibue und Louis Schaub setzten sich über rechts durch, der Kolumbianer traf aus zentraler Position von der Strafraumkante.

Nach der Pause war die Kölner Entschlossenheit zunächst aber wie weggeblasen.

Wie zuletzt so häufig nahmen zahlreiche unnötige Fehler die Sicherheit, Adamyans Treffer ging ein eklatanter Fehlpass im Spielaufbau voraus. Die Hoffenheimer Überlegenheit ebbte nun wieder ab, von jetzt an war es ein Spiel auf Augenhöhe. Dann ereilte den 1. FC Köln der späte Knockout.

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