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Leipzig - Das Trainerdebüt von Markus Gisdol beim 1. FC Köln geht gründlich in die Hose. Bei RB Leipzig kassieren die Geißböcke eine deutliche Niederlage.

Neuer Trainer, alte Probleme: Markus Gisdol hat einen Albtraumstart in seine Retter-Mission beim 1. FC Köln hingelegt. Beim Debüt des neuen Coaches und des neuen Sportchefs Horst Heldt verloren die völlig überforderten Kölner am Samstagabend bei RB Leipzig verdient mit 1:4 (1:3). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Mit nur sieben Punkten aus zwölf Spielen befindet sich der Aufsteiger als Tabellen-17. der Bundesliga weiter in großer Abstiegsgefahr – auf Gisdol wartet viel Arbeit.

"Es ist natürlich keine Wunschvorstellung, wenn man weiß, dass man das erste Spiel gegen Leipzig hat", erklärte Gisdol bei Sky. "Klar hätte ich mir ein paar Trainingseinheiten mehr gewünscht mit unserer Mannschaft, aber es war klar, dass es eine sehr, sehr schwierige Aufgabe wird. Der Klub ist in einer schwierigen Situation, da musst du mit kleinen Schritten arbeiten."

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Leipzig, das am Mittwoch gegen Benfica Lissabon den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale perfekt machen kann, verkürzte als Zweiter den Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach auf einen Zähler. (SERVICE: Spielplan der Bundesliga)

Forsberg trifft doppelt

Torjäger Timo Werner (22.), Spielmacher Emil Forsberg (32., Foulelfmeter) und Konrad Laimer (37.) verdarben Gisdol die FC-Premiere schon in der ersten Halbzeit. Rafael Czichos (39.) verkürzte, in der Schlussphase traf erneut Forsberg (79.) mit einem sehenswerten Freistoß. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben wieder ein super Spiel gemacht. Im Großen und Ganzen können wir sehr zufrieden sein", sagte Werner bei Sky.

"Wir haben wieder mal Gegentore einfach hergegeben", klagte Kölns Nationalspieler Jonas Hector: "Wir hatten keinen Punkt verdient, wir waren klar unterlegen - in allen Belangen." 

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Nagelsmann lobt die Gier seines Teams

"Wir haben wieder eine ganz gute Offensivleistung gezeigt mit vier Toren", fügte Trainer Julian Nagelsmann hinzu. "Gerade in den 25 Minuten nach der Pause waren wir sehr druckvoll und haben es nicht schleifen lassen, nach dem ärgerlichen Standardgegentor. Am Ende haben wir absolut verdient gewonnen. Ich bin mit dem Auftreten der Jungs sehr zufrieden. Sie haben eine gute Gier in den letzten Wochen. Auch nach der Länderspielpause. Von daher habe ich nicht viel auszusetzen."

Der frühere HSV-Coach Gisdol baute die Kölner Startelf bei seiner Bundesliga-Rückkehr nach 671 Tagen auf vier Positionen um. Unter anderem musste das Sturmduo Simon Terodde und Jhon Cordoba zunächst auf der Bank Platz nehmen. 

Dagegen durfte Anthony Modeste, über dessen angeblich belastetes Verhältnis zu Gisdol spekuliert worden war, von Beginn an ran. Der Franzose nutzte seine Chance nicht. Bei RB kehrte Nationalspieler Marcel Halstenberg nach einer Verletzungspause zurück und überzeugte.

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Man müsse in Leipzig "das Einfache in den Vordergrund stellen", hatte Gisdol vor dem Spiel gesagt. Das gelang den Kölnern kaum. Die Gäste standen tief und verhinderten anfangs zwar die gefürchteten Leipziger Tempovorstöße, im eigenen Ballbesitz brachte der FC aber wenig zustande. Die Konterversuche verpufften oft schon in der eigenen Hälfte. Es häuften sich schnell die Leipziger Angriffe. 

Hector-Fehler leitet Pleite ein

"Einfach" waren dann die Fehler, die Kölns Niederlage einleiteten. Hector vertändelte den Ball gegen Christopher Nkunku, der den freistehenden Werner bediente. "Ich denke, dass Jonas insgesamt mit der Situation sehr gut umgehen kann", sagte Gisdol. "Es ist bitter, dass er jetzt den Fehler gemacht hat. Er hat dann in der zweiten Halbzeit sehr viel Stabilität gezeigt, als ich ihn auf die Sechs gestellt habe. Er kippt dann nicht weg in solchen Momenten."

Kurz darauf brachte Kingsley Ehizibue im Strafraum Nkunku plump zu Fall, beim dritten Treffer durch Laimer agierte die FC-Abwehr zu zögerlich.

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Gisdol verfolgte das Geschehen an der Seitenlinie mit verschränkten Armen, auf der Bank sah Sportchef Heldt mit ernstem Blick zu. Auf Czichos Anschlusstreffer nach einer Ecke reagierten die Kölner Anhänger mit Spott. "Auswärtssieg!", riefen sie. 

Denn davon war Köln auch nach dem Seitenwechsel weit entfernt. Leipzig dominierte und führte den "Effzeh" mit seinen Kombinationen mitunter vor. Dabei agierte RB aber oft zu lässig und nicht konsequent im Abschluss, was sich das Team von Trainer Julian Nagelsmann angesichts der Überlegenheit aber leisten konnte. Einen der seltenen Gegenangriffe vergab Modeste (68.). Besser machte es Forsberg.

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