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Uli Hoeneß äußert sich in einem Interview kritisch zum Verhalten einiger Westklubs nach dem Mauerfall. Vom DFB hätte er sich damals ein Eingreifen gewünscht.

Bayern Münchens scheidender Präsident Uli Hoeneß hat anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls die damalige Einkaufsoffensive einiger Westklubs scharf kritisiert. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe keine gute Rolle gespielt, sagte Hoeneß der Berliner Zeitung.

"Jahre der Ausbeutung waren das, klar. Das war wie ein Kahlschlag. Und eigentlich hätte der DFB den Beschluss fassen müssen, dass man fünf Jahre keinen Spieler aus dem Osten kaufen darf", sagte Hoeneß. Rund 150 Spieler seien nach Recherchen der Zeitung in den ersten fünf Jahren nach dem Mauerfall von Ost nach West gewechselt, dabei auch die Talentiertesten.

Konkrete Vorwürfe machte Hoeneß Reiner Calmund, damaliger Manager von Bayer Leverkusen, der mit seiner legendären Einkaufstour am Tag nach dem Mauerfall begann und Spieler wie Andreas Thom und Ulf Kirsten zum Werksklub holte. "Der Calmund hat ja en gros eingekauft und übrigens versucht, auch an uns Spieler zu vermitteln", sagte Hoeneß.

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Union-Präsident Zingler: "Mauerfall für DDR-Fußball eine Katastrophe"

Bayern habe sich indes zurückgehalten. "Also, wir beim FC Bayern haben uns an diesem Ausverkauf ganz bewusst nicht beteiligt. Wir hatten beschlossen, dass wir uns an der Fledderei nicht beteiligen und den ostdeutschen Vereinen nicht die Spieler wegnehmen", sagte Hoeneß.

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"Für den Fußball in der DDR war das natürlich eine Katastrophe", sagte Union Berlins Präsident Dirk Zingler der Zeitung in dem Doppelinterview über die Jahre im Osten nach dem Mauerfall. "Staat weg. Betrieb weg. Klub weg. Das waren ja im Endeffekt alles Klubs, die an irgendwelchen Betrieben hingen", betonte Zingler. Der Osten habe Anfang der 90er Jahre da begonnen, wo die Bundesliga 30 Jahre zuvor angefangen hatte. 

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