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Die Eintracht verliert nicht nur das Spiel gegen Mainz, auch die Fans sorgen für unschöne Szenen. Sebastian Rode äußert sich dazu nun in den sozialen Medien.

Pyro-Eklat, Platzverweis, Derby-Pleite!

Eintracht Frankfurt erlebte am Montag beim 1:2 gegen Mainz 05 einen Abend zum Vergessen.

Die Partie hatte mit rund zehn minütiger Verspätung begonnen, nachdem aus dem Eintracht-Fanblock mehrere pyrotechnische Leuchtfeuer, Rauchkörper sowie ein Böller auf den Rasen geflogen waren.

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Negativer Höhepunkt: Beim Versuch die Fans zu beruhigen, wurde Eintracht-Kapitän Sebastian Rode von den eigenen Anhängern beschimpft.

Die Fernseh-Kameras fingen ein Gespräch Rodes mit dem Schiedsrichter-Assistenten ein. "Die haben selbst zu mir gesagt, verpiss dich", berichtete Rode Guido Kleve in den Katakomben, nachdem Schiedsrichter Manuel Gräfe beide Mannschaften erneut in die Kabine gebeten hatte.

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Rode relativiert Beschimpfungen

Am Tag danach äußerte sich der 29-Jährige nun bei Twitter und gab sich dabei beschwichtigend. "Vorab sei zu erwähnen, dass ich Pyrotechnik nicht gut heiße. Diese Fans haben dem Verein leider einen Bärendienst erwiesen. Aber: Ein "verpiss dich" von ein oder zwei Leuten auf einem Fußballplatz nehme ich nicht als Beleidigung wahr", erklärte Tode auf Twitter

Er appelliert vor allem an einen anderen deeskalierenden Umgang der Pressevertreter mit solchen Vorfällen und blickt bereits auf den nächsten Spieltag voraus. "Ich glaube, es tut allen gut, hier mal den Ball flach zu halten. Vor allem sollten Pressevertreter nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. Am Freitag haben wir schon das nächste wichtige Spiel und da müssen wir als Mannschaft und "ALLE" Fans wieder eine Eintracht sein." 

Mainz-Keeper macht schlechte Figur

Die Atmosphäre blieb allerdings danach beinahe so frostig wie die Temperaturen. Aus Protest gegen die Montagsspiele verzichteten die Mainzer exakt 15:30 Minuten auf die üblichen Gesänge - Frankfurts Anhänger sogar die komplette erste Hälfte. Nur bei guten Torszenen, wie etwa dem ersten gefährlichen Abschluss durch den Mainzer Pierre Kunde (6.) oder auf der Gegenseite einer Direktabnahme von Kohr (11.), kam Stimmung auf.

Insgesamt war Mainz in Halbzeit eins die etwas aktivere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen schlug Frankfurt nach einer clever ausgespielten kurzen Eckenvariante zu.

Der aufgerückte Martin Hinteregger traf letztlich per Flachschuss aus rund elf Metern zur Führung. FSV-Torhüter Robin Zentner sah dabei nicht gut aus.

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Rote Karte leitet Wende ein

Eine rote Karte für Dominik Kohr in der 44. Minute nach einem Foul als letzter Mann änderte dann aber die Vorzeichen der Partie.

Während der fällige Freistoß von Kunde noch wenig Gefahr brachte, machte sich die Mainzer Überzahl nach dem Seitenwechsel so richtig bemerkbar. Gegen Jean-Paul Boetius (47.) klärte Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch mit einer starken Parade, gegen einen von Hinteregger abgefälschten Schuss von Karim Onisiwo (50.) war er jedoch chancenlos. Mainz hatte nun Möglichkeiten im Minutentakt.

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Die Eintracht hatte allerdings zunächst viel Glück, dass es beim 1:1 blieb. Erst als ein vermeintlicher Treffer von Onisiwo (53.) auf Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen wurde, weil der Ball zuvor im Aus gewesen war.

Dann als Adam Szalai (59.) im Nachsetzen nach einem Schuss von Levin Öztunali aus kürzester Distanz scheiterte. Wenig später machte es der Ungar dann besser und mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr aus Hoffenheim die Wende perfekt. Filip Kostic vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich.

Frankfurts schwarze Serie in Mainz hält an

Während sich die Mainzer nach dem fünften Saisonsieg und mit nun 15 Zählern Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, verpasste es die Eintracht vier Tage nach dem Europa-League-Erfolg beim FC Arsenal auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzukehren und zudem erstmals seit 33 Jahren beim rheinhessischen Rivalen zu gewinnen.

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