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Alexander Nübel wechselt nach München, wo er die Nummer zwei hinter Manuel Neuer wird. Der FCB-Keeper spricht in der Presserunde in Doha über den Transfer.

Die Stars des FC Bayern schwitzen bis zum kommenden Freitag in der katarischen Hauptstadt Doha, um sich für die Rückrunde fit zu machen. (Service: Winterfahrpläne der Bundesligisten)

Bereits am 19. Januar müssen die Münchner bei Hertha BSC liefern (Bundesliga: Hertha BSC - FC Bayern ab 15.30 Uhr im LIVETICKER). Im Fokus stehen beim Rekordmeister aktuell allerdings andere Themen - wie der Transfer von Alexander Nübel zur neuen Saison.

Neuer selbst äußerte sich am Montagvormittag in Doha in einer Presserunde zu seinem kommenden Teamkollegen.

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Neuer: "Nübel gehört vielleicht irgendwann die Zukunft"

"Es ist eine Entscheidung des Vereins hinsichtlich der Zukunft. Dennoch haben wir auch gute Torhüter, wie Sven Ulreich, der seine Sache immer sehr gut gemacht hat. Nübel ist ein Top-Torwart, dem vielleicht irgendwann die Zukunft gehört ... irgendwann", sagte Neuer.  

Bislang zögerte der Bayern-Keeper, seinen Vertrag bis 2023 zu verlängern. Wie SPORT1 erfuhr, macht der Nationalspieler seine Entscheidung maßgeblich davon abhängig, wer langfristig Trainer beim FC Bayern werden soll. "Für mich ist es jetzt wichtig, wie es mit Hansi Flick weitergeht", bestätigt Neuer.

Flick könne langfristig Cheftrainer bei den Bayern sein, "weil es Spaß macht, mit ihm zusammen zu arbeiten und er gute Arbeit leistet". Für seine Verlängerung sei Nübels Wechsel an die Säbener Straße dagegen "unerheblich".

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Wie lange Neuer überhaupt noch zwischen den Pfosten stehen wird, kann er selbst nicht sagen: "Es gibt keine Deadline für meine Karriere. Solange ich happy bin und die Voraussetzungen stimmen, spiele ich gerne."

Spielpraxis für Nübel? "Der Trainer entscheidet"

Auf die Frage, ob er Nübel in der kommenden Saison einige Pflichtspiele abtreten werde, sagte Neuer: "Ich bin Profi, ich will immer spielen. Ich bin kein Statist, sondern Protagonist. Aber der Trainer entscheidet natürlich." Neuer verweist auf die Situation von Ulreich, bei dem das "Jobsharing-Modell" nicht angewandt wurde. 

Neuer weiter: Ich kann mich nicht in ihn hineinversetzen. Aber ich wollte immer die Nummer 1 sein. Ich wollte immer spielen."

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Bayern-Coach Hansi Flick hatte sich bereits am Sonntag den Fragen der Journalisten gestellt und dabei über den Nübel-Transfer gesprochen.

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Der Trainer zeigte sich dabei sehr angetan vom Sommer-Transfer: "Bayern hat die Chance genutzt, um einen sehr talentierten Torhüter nach München zu holen. Das ist sehr weitsichtig." Dennoch hoffe er, dass Neuer in München bleibt. "Manuel Neuer ist aktuell der weltbeste Torhüter und der FC Bayern wird gut daran tun, ihn zu halten."

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen aus der Presserunde zusammen:

Manuel Neuer über...

... die Folgen des Nübel-Transfers für ihn persönlich: "Es ist eine Entscheidung des Vereins im Hinblick auf die nächsten Jahre. Nübel ist ein guter Torwart, dennoch haben wir auch gute Torhüter, wie Sven Ulreich, der seine Sache immer sehr gut gemacht hat, wenn er mich vertreten hat. Nübel ist ein Top-Torwart, dem vielleicht irgendwann die Zukunft gehört. Für meine Zukunft spielt es aber keine Rolle, dass er zum FC Bayern wechselt."

... seine derzeitige Verfassung: "Das eine ist, dass ich gesund und fit bin und meine Leistung zeigen kann. Dass ich auch ein gutes Jahr hinter mir habe. Mit dem Trainer macht es Spaß, wir haben mit der Mannschaft Ziele vor Augen. Wir können alles erreichen. Deshalb bin ich auch als ältester Spieler Mannschaft ruhig und sehr motiviert." 

... Trainer Hansi Flick: "Es macht viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Für mich ist es natürlich ausschlaggebend, wer langfristig Trainer wird. Ich denke, dass er es sehr gut gemacht hat. Man sieht, wie viel Spaß wir im Training und den Spielen haben. Der Zusammenhalt und die Moral in den letzten Spielen zeigen das. Er kann langfristig Tainer beim FC Bayern sein, weil er gute Arbeit leistet."

...ein mögliches "Jobsharing" mit Nübel: "Ich bin Sportler und Profi, ich will immer spielen. Ich habe gerade schon Sven Ulreich angesprochen, der auch immer top Leistungen gezeigt hat. Er hätte ja auch verdient zu spielen. Da kann man keine Unterschiede machen. Ich bin ehrgeizig und liebe es auf dem Platz zu stehen. Ich bin kein Statist, sondern Protagonist und möchte immer spielen. Aber es ist natürlich nicht meine Entscheidung als Spieler, sondern der Trainer entscheidet natürlich. So war es immer und so wird es in Zukunft auch bleiben." 

... seine Zukunft beim FC Bayern: "Hoffentlich lange. So lange ich mich gut fühle und Leistungen zeigen kann, so lange mir das Fußballspielen Spaß macht und ich gebraucht werde. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich wichtig bin und mich das Team und der Trainer brauchen, dann spiele ich noch gerne. Es gibt keine Deadline für meine Karriere, außer es passiert etwas Unvorhergesehenes. Aber wenn die Voraussetzungen stimmen, spiele ich natürlich gerne."

... eine mögliche Vertragsverlängerung bei den Bayern: "Die Voraussetzungen habe ich im Kopf, die werde ich natürlich nicht preisgeben. Aber einiges kann man sich auch denken. Der Verein hat mir immer Wertschätzung gezeigt. Bisher kam es noch nicht dazu, dass wir uns mit einer Vertragsverlängerung beschäftigt haben, wobei ich überhaupt kein Zeitdruck habe. Es wird sich schon ergeben."

... über Oliver Kahn, Ex-Torwart des FC Bayern und seit 1.1. Vorstandsmitglied der FC Bayern München AG: "Ich weiß ja, wie er während seiner Karriere reagiert hat, wenn er nicht gespielt hat. (lacht) Ich freu mich jetzt erst mal, wenn er ankommt. Das werden ja auch seine ersten Tage beim FC Bayern sein. Deshalb bin ich gespannt, wie alles sein wird. Wir haben ja auch gegeneinander gespielt, ihn jetzt als Chef zu haben, wird sehr interessant. Ich denke, dass wir uns beide schätzen und über alles sprechen können."

... über die Jugendspieler im Trainingslager: "Man braucht Ehrgeiz, man muss sich an den erfahrenen Spielern im Training orientieren. Bisher sieht man, dass die jungen Spieler motiviert sind, eine gute Einstellung haben. Es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten."

... über Abwehrchef David Alaba: "Ich bin nicht verblüfft über seine Leistung. Er hat das schon einmal vor drei, vier Jahren gemacht und es damals schon gut gemacht Abgesehen davon, dass Phonzy (Alphonso Davies, d.R.) es auf der linken Seite überragend gemacht hat, hat es sich so entwickelt. Er hat eine gewisse Präsenz und spricht viel. Es ist wichtig, dass er schon lange dabei ist und ein Leader ist. Ich bin sehr froh, dass er vor mir steht."

... Alphonso Davies: "Über ihn bin ich schon eher verblüfft. Er hatte schon in der Vorbereitung in den USA sehr gute Spiele gemacht. Er hat sich gut integriert und die Rolle auf der linken Abwehrseite sehr gut angenommen. Er macht sich wenig Gedanken, ist völlig frei im Spiel nach vorne und spielt eine tolle Saison. Ich hoffe, dass es so weitergeht."

... ob er zum FC Bayern gewechselt wäre, wenn er Nübel wäre: "Ich kann mich schwer in ihn hineinversetzen. Aber ich war schon damals ein Spieler gewesen, der immer spielen wollte. Ich wollte immer die Nummer 1 sein. Ich weiß nicht, ob ich mich so verhalten beziehungsweise so entschieden hätte."

... über das derzeitige Lazarett mit Lewandowski, Coman und Co.: "Wenn man unsere Mannschaft sieht, sind wir gegenüber den Teams an der Spitze konkurrenzfähig. Deshalb gibt es von unserer Seite auch keine Ausreden, dass irgendjemand fehlt."

... über Tabellenführer Leipzig: "Wir schauen natürlich auf die Teams, die über uns stehen. Wir haben aber schon in Leipzig gezeigt, dass wir sie über weite Strecken dominiert haben. Es wird auch von Leipzig abhängen, wie konstant sie durch die Rückrunde kommen."

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