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München - Thomas Müller zahlt das Vertrauen von Hansi Flick zurück, ist in Topform. Im Sommer wäre eine Olympia-Teilnahme möglich - doch er scheint von der EM zu träumen.

Spät am Samstagabend wurde Thomas Müller mal wieder zu seiner möglichen Olympia-Teilnahme befragt. Bekanntermaßen ist sie überhaupt nur deshalb ein Thema, weil ihn Bundestrainer Joachim Löw ausgebootet und ihn U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz auf die Liste der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) gesetzt hat.

Müller, das ist nicht zuletzt seit seinen Aussagen im SPORT1-Interview bekannt, steht der Gold-Jagd in Japan offen gegenüber.

Im ZDF Sportstudio ließ er nach dem 5:0 gegen Schalke ebenfalls aufhorchen, indem er auf die Olympia-Frage antwortete: "Man will sich ja die Tür nicht zumachen, aber es gibt erst mal noch viele andere Großveranstaltungen im Fußball: das Meisterschaftsfinale, das DFB-Pokalfinale, Champions League und die Europameisterschaft. Da ist noch einiges dazwischen. 'The Show must go on' erst mal hier."

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Ziemlich viel Show liefert Müller seit Wochen wieder auf dem Platz, weshalb sein EM-Traum offensichtlich noch immer lebt.

Thomas Müller beeindruckt unter Flick

Bei Hansi Flick hat Müller wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Unter dem Nachfolger von Niko Kovac war der Ur-Bayer (seit 2000 im Verein) nunmehr in neun Bundesliga-Spielen an zwölf Toren beteiligt. Seine vier Tore sowie acht seiner insgesamt zwölf Assists schoss und servierte er unter Flick.

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Der neue Bayern-Trainer machte im Grunde nicht mehr, als Müller mit Selbstvertrauen vollzutanken. Zunächst gab er ihm einen Stammplatz in der Mittelfeld-Zentrale. Seit der Rückrunde funktioniert er sogar auf seiner ungeliebten rechten Seite, leistet zudem wichtige Defensivarbeit.

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"Natürlich habe ich nach dem Trainerwechsel eine andere Rolle bekommen", sagt Müller. "Ich habe nicht nur mehr Spielzeit bekommen, sondern Hansi hat mich auch in die Pflicht genommen. Als zweiter Kapitän habe ich vorher auch schon versucht, Verantwortung zu übernehmen, aber wenn man nicht auf dem Platz steht, ist es nicht ganz so einfach."

Ein kleiner Gruß also an Kovac, der Müller sechs Mal in Folge auf die Bank gesetzt hatte, woraufhin dieser öffentlich Wechselgedanken äußerte.  

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Nun brilliert der Weltmeister von 2014 wieder mit Instinkt, aber auch mit dem Glück des Tüchtigen. Er antizipiert Räume, reißt Löcher und pusht seine Mitspieler. Attribute, die ihn oft stark machten, die er aber in der Hinrunde auch oft nicht zeigen konnte.

Müller selbst will indes nicht über seine eigenen Leistungen sprechen. Es gehe ihm ums Team, nicht um sich selbst.

Denkt Löw beim Bayern-Star um?

Was er allerdings in seiner unnachahmlichen Art kommentierte, war der Treffer zum 2:0 gegen Schalke 04, zugleich sein 100. Pflichtspiel-Tor in der Allianz Arena. "Dahoam is am scheensten", verkündete er über seinen Twitter-Kanal.

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Bei ihm "dahoam" in München finden übrigens auch die drei EM-Gruppenspiele des DFB-Teams statt.

Ob Löw noch mal umdenkt?

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