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Hasan Salihamidzic lässt mit einem Satz zur Trainersuche des FC Bayern aufhorchen. Den Transfer von Alexander Nübel bewertet er durchweg positiv.

Diese Worte dürften Hansi Flick gefallen!

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat die Trainersuche beim FC Bayern für beendet erklärt - zumindest vorübergehend.

Auf die Frage, ob die Münchner die Trainersuche aktuell eingestellt haben, sagte der Bosnier der Bild am Sonntag: "Natürlich! Wir haben doch gerade erst mit Hansi Flick ein halbes Jahr verlängert, und es ist ganz klar, dass wir unsere ganze Kraft verwenden, um ihn zu unterstützen."

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Nach SPORT1-Informationen ist es Flicks Traum dauerhaft Cheftrainer des deutschen Rekordmeisters zu werden, seine Zukunft hängt aber nach wie vor maßgeblich vom Erfolg in den nächsten Monaten ab.

Fakt ist: Flicks Arbeit ist auch außerhalb der bayerischen Landeshauptstadt nicht unbemerkt geblieben. Wie SPORT1 erfuhr, gibt es bereits Interesse von ausländischen Klubs am 54 Jahre alten Fußballlehrer.

Salihamidzic sieht Saisonziele nicht in Gefahr

Flick hofft aber auf eine Zukunft in München und scheut sich auch nicht, öffentlich deutlich zu machen, dass er sich für die Erfüllung der traditionell großen Ziele noch Verstärkungen im Kader wünscht.

Ein neuer Rechtsverteidiger und ein Flügelspieler sollten es im besten Fall sein. Salihamidzic zeigte sich im Anschluss überrascht vom öffentlichen Vorstoß des einstigen Co-Trainers von Niko Kovac, machte aber nun noch einmal deutlich, dass er die Worte nicht als Kritik an seiner Person verstanden habe.

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"Nein, das Thema ist für mich durch. Und für Hansi meinem Eindruck nach auch", erklärte der 43-Jährige der Bams. Nach SPORT1-Informationen kann Flick auch ohne Transfers leben und würde dann vermehrt auf die eigenen Talente setzen. Allerdings wünscht er sich in diesem Fall ein Anpassen der Saisonziele. 

Salihamidzic wiederum sieht die gesteckten Ziele trotz der angespannten Personalsituation nicht in Gefahr. "In so einer Phase muss man besonders eng zusammenstehen und gemeinsam überlegen, was das Beste ist", sagte der 43-Jährige.

"Oft ergeben sich dann Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte: Zum Beispiel junge Spieler, die ins kalte Wasser geworfen werden und überraschen, oder auch Positionswechsel, die so nicht vorgesehen waren, aber funktionieren. Oder ein Transfer. Wir müssen sehen."

Nübel-Transfer "ein Gewinn für uns"

Ein bereits getätigter Transfer sorgt derzeit für eine Menge Gesprächsstoff. Alexander Nübel verlässt Schalke 04 und schließt sich dem FC Bayern an. Als Nummer zwei hinter Manuel Neuer.

Eine fragwürdige Entscheidung? "Alexander ist für mich der beste Torwart der jungen Generation. Ein Junge mit einem geraden Charakter und richtig guten Mentalität", findet Salihamidzic, "Alexander ist selbstbewusst, ein Gewinn für uns."

"Mit diesen beiden Torhütern sind wir das nächste Jahrzehnt optimal besetzt. Andere große Vereine geben 60, 70, 80 Millionen Euro für einen Torwart aus. Wir haben ihn ablösefrei bekommen", erklärte der Bosnier weiter.

Ein Problem wegen der Aufteilung der Spielzeiten mit Stammkeeper Manuel Neuer sieht der Sportdirektor nicht. "Manuel ist unsere Nummer 1! Er ist unser Welttorhüter, Weltmeister – und ein starker Kapitän", machte Salihamidzic deutlich, dementierte aber nicht die exklusive SPORT1-Information, wonach Nübel eine Mindestanzahl an Spielen schriftlich zugesichert wurde. 

"Wir reden nie über Verträge. Alexander weiß, dass Manuel unsere Nummer 1 ist, und er hat gesagt, dass er sich unter- und einordnet."

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