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Jürgen Klinsmann trainiert seit einigen Wochen die Hertha
Jürgen Klinsmann trainiert seit einigen Wochen die Hertha © Getty Images
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Die fehlende Lizenz von Jürgen Klinsmann macht bundesweit Schlagzeilen. Der Hertha-Coach selbst sieht darin ein "Schnäppchen für die Medien" und beschwichtigt.

Jürgen Klinsmann sieht die Irritation um seine Trainer-Lizenz medial aufgebauscht.

"Es ist ein kleines Schnäppchen für die Medien, um da ihre Sprüche abzulassen", sagte der frühere Welt- und Europameister im Sky-Interview. Hinsichtlich des Rückrundenstarts von Hertha BSC am Sonntag (Bundesliga: Hertha BSC - FC Bayern ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) gegen seinen Ex-Klub Bayern München sieht Klinsmann "gar kein Problem", er werde definitiv auf der Bank sitzen und das Team betreuen.

Die Bild hatte am Dienstag berichtet, dass Klinsmann derzeit keine gültige Trainer-Lizenz vorlegen könne. Inzwischen habe er dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) aber die notwendigen Nachweise von Fortbildungen zugeschickt, versicherte Klinsmann.

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Hertha spürt keinen Druck

"Mich hat 20 Jahre nie jemand wegen einer Lizenz angesprochen, egal ob als Bundestrainer, Bayern-Trainer oder Nationaltrainer der USA", sagte der 55-Jährige: "Jetzt haben sie halt nachgeschaut - und da war die abgelaufen."

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Druck spürt Klinsmann vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub indes nicht. "Wir haben gar nichts zu verlieren. Holen wir einen Punkt - mega! Holen wir drei - dann ist Party angesagt!"

Dass der Rekordmeister in der Hinrunde nicht immer überzeugen konnte, ist für Klinsmann kein Vorteil - im Gegenteil. "Die sind ein bisschen angeschlagen, aber gerade dann sind sie am gefährlichsten", sagte der 55-Jährige: "Das haben sie immer bewiesen." 

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Klinsmann ohne Groll auf Bayern

Auf seine Zeit als Trainer bei den Bayern blickt Klinsmann ohne Groll zurück, auch wenn er in der Saison 2008/09 vorzeitig entlassen wurde. "Man hat sich ein wenig aufgerieben, war anderer Meinung. Dennoch blicke ich auf eine ganz tolle Lebenserfahrung zurück, ich habe nach wie vor viele gute Freunde in München", sagte der einstige Bundestrainer.

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Die Schadenfreude an seinem Scheitern bei den Bayern empfindet der Wahl-Kalifornier als "ein bisschen deutsch". Damals sei "viel kaputt getreten worden", meinte Klinsmann, "medial war das für viele ein Zuckerschlecken, nach dem tollen Sommermärchen 2006 mal das Gegenteil hochzuschießen."

Auf die Frage, ob eine zweite Amtszeit bei den Bayern komplett auszuschließen sei, antwortete Klinsmann mit einem Vergleich: "Sie würden sich ja nach einer Scheidung auch nicht zum vierten oder fünften Mal wieder mit ihrer Frau verheiraten."

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