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Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio (l.) ließ Jürgen Klinsmann in letzter Minute jubeln
Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio (l.) ließ Jürgen Klinsmann in letzter Minute jubeln © Getty Images
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Wolfsburg - Joker Mehmedi bringt den VfL Wolfsburg gegen die Hertha auf die Siegerstraße. Doch die Berliner kommen zurück - und jubeln dank Lukebakio in letzter Minute.

Jürgen Klinsmann hat sein Wolfsburg-Trauma endgültig überwunden und mit Hertha BSC in der Autostadt einen wertvollen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt geholt.

Fast elf Jahre nach dem legendären 1:5 mit Bayern München feierte der Coach der Berliner nun am 19. Spieltag der Bundesliga einen 2:1 (0:0)-Erfolg, der dem Hauptstadt-Klub ein kleines Polster auf die Abstiegszone verschaffte. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Der VfL Wolfsburg verliert nach einer wenig erbaulichen Partie vor 24.894 Zuschauern dagegen im Rennen um die Europacup-Plätze immer mehr den Anschluss. Auch spielerisch bleibt das Team von Trainer Oliver Glasner aktuell deutlich hinter den Ansprüchen zurück und muss sich klar steigern. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

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Den Führungstreffer der Gastgeber des erst fünf Minuten zuvor eingewechselten Admir Mehmedi (68.) konterte Berlins Verteidiger Jordan Torunarigha wenig später (74.) per wuchtigem Kopfball. Dodi Lukebakio (90.) traf kurz vor dem Schlusspfiff zum Sieg. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Erinnerungen an legendäre Bayern-Pleite

Die fast schon legendäre Pleite von Klinsmann am 4. April 2009 in der Volkswagen Arena war vor dem Duell noch einmal ausgiebig diskutiert worden. Der Ex-Bundestrainer, der seitdem nicht mehr als Coach in Wolfsburg aufgetreten war, verlegte seinen Fokus aber klar auf die Aktualität.

Klinsmanns Vorgabe an seine Mannschaft für das Spiel betraf vor allem die Offensive. Der 55-Jährige wünschte sich eine Woche nach der 0:4-Klatsche gegen den Rekordmeister aus München ein Plus an Kreativität, mehr Torchancen. Zunächst war allerdings der stabil wirkende Defensivverbund inklusive des zuletzt nicht immer berücksichtigten Nationalspielers Niklas Stark gefordert, denn die Wölfe starteten mit mehr Schwung.

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Hertha setzte auf eine Kontertaktik und fuhr damit gut. Marius Wolf hätte die Gäste bei einem der wenigen Ausflüge in den Strafraum des Gegners in Führung bringen können, er traf die Flanke des sehr aktiven Javairo Dilrosun aber nicht richtig (13.).

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Lukebakio lässt Hertha jubeln

Die Aktion zeigte aber Signalwirkung, Hertha übernahm nun die Spielkontrolle, agierte giftiger, wacher gegen biedere Wölfe, die erst in der 38. Spielminute durch einen Fernschuss von Kapitän Josuha Guilavogui wirklich gefährlich wurden. Bis zur Halbzeit blieb Wolfsburg dann am Drücker.

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Gleiches Bild nach dem Wechsel, die Gastgeber drängten weiter auf die Führung und hatten durch Renato Steffen ihre bis dato beste Chance - doch Hertha-Keeper Rune Jarstein wehrte gut postiert ab (52.). Beide Teams waren bemüht, zeigten viel Einsatz, wirkten aber spielerisch limitiert.

Mit den beiden Treffern war dann plötzlich Feuer in der Partie, beide Mannschaften witterten die Chance auf den Dreier. Die entscheidende Aktion gelang dann der Hertha durch Lukebakio.

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