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Paderborn holt überraschend drei Punkte in Freiburg © Getty Images
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Freiburg - Kellerkind Paderborn bäumt sich im Abstiegskampf auf und siegt trotz Unterzahl in Freiburg. Damit gibt der Aufsteiger vorübergehend die rote Laterne in der Bundesliga ab.

Big Points im Abstiegskampf für den SC Paderborn! (Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen)

Das Tabellenschlusslicht feierte am 19. Bundesliga-Spieltag beim SC Freiburg trotz Unterzahl einen 2:0-Erfolg und gibt zumindest vorübergehend die rote Laterne an Fortuna Düsseldorf ab. (Tabelle der Bundesliga)

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"Wir freuen uns sehr. Die Jungs haben einen sehr guten Job gemacht. Mit der Gelb-Roten Karte drohte das Spiel zu kippen, da hatten wir in der ein oder anderen Situation ein wenig Glück. Dennoch sind wir nicht ganz unverdient als Sieger vom Platz gegangen", sagte Paderborn-Coach Steffen Baumgart nach der Partie.

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Paderborn trifft in Unterzahl

Christopher Antwi-Adjej brachte den Aufsteiger kurz nach der Pause (48.) mit seinem ersten Bundesligator in Führung und damit auf die Siegerstraße.

Der Platzverweis gegen Jamilu Collins nach knapp einer Stunde brachte die Gäste nicht aus dem Konzept, stattdessen erhöhte Abdelhamid Sabiri in der Schlussphase vom Elfmeterpunkt sogar noch auf 2:0. Lucas Höler hatte zuvor Kai Pröger von den Beinen geholt.

Für Paderborn ist es der vierte Saisonsieg und der zweite Dreier aus den letzten drei Bundesliga-Partien. Am letzten Spieltag vor der Winterpause hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewonnen. (Spielplan der Bundesliga)

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Freiburg tut sich schwer

Die 23.500 Zuschauer im Schwarzwaldstadion sahen zu Beginn ein Kampfspiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften waren bemüht, sich durch Tempo und Zweikampfstärke Respekt beim Gegner zu verschaffen. Zu Chancen kamen in den ersten zehn Minuten weder die Freiburger noch die Paderborner.

"Wenn wir hochkonzentriert sind, können wir gewinnen - ansonsten wird es schwierig", hatte SC-Trainer Christian Streich kurz vor dem Anpfiff bei Sky prophezeit. Tatsächlich taten sich die Freiburger extrem schwer.

Von einer Überlegenheit der Gastgeber war auch nach 20 Minuten nichts zu sehen. Die Paderborner mischten munter mit. Im Mittelfeld wurde um jeden Zentimeter gefightet, in beiden Strafräumen war dagegen kaum etwas los.

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Höler und Hoch behindern sich gegenseitig

Mitte der ersten Hälfte waren es sogar die Gäste, die der Führung nahe waren. Sabiri (22.) und Jamilu Collins (23.) sorgten zweimal für Gefahr.

Beim SC ging so gut wie nichts in der Offensive, die Breisgauer leisteten sich in allen Mannschaftsteilen zu viele Fehler. Dass sich Höler und Robin Koch bei der bis dahin größten Freiburger Chance gegenseitig behinderten, sprach Bände (28.).

Ende der ersten Hälfte ließen beide Mannschaften nach, das Spiel war insgesamt schwach. Doch während der SCP mit seinem Auftritt durchaus zufrieden sein konnte, blieben die Freiburger weit unter ihren Möglichkeiten.

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Pröger trifft nur Aluminium

Kurz nach dem Seitenwechsel wurde die Mannschaft Streichs für ihren schlechten Auftritt bestraft. Antwi-Adjei gewann das Laufduell gegen Jonathan Schmid und ließ auch SC-Torwart Alexander Schwolow schlecht aussehen. Kurz darauf hätte Dennis Srbeny den Vorsprung eigentlich ausbauen müssen (53.).

Nach einer knappen Stunde wachten die Freiburger auf und erhöhten die Schlagzahl. Dass Collins wegen wiederholten Foulspiels vom Platz musste, spielte dem SC in die Karten. Der Druck auf das Paderborner Tor wuchs zusehends, der Ausgleich lag in der Luft. Dennoch hatten die Gastgeber Glück, als ein abgefälschter Schuss von Kai Pröger an der Latte landete (65.).

In der 70. Minute zog Streich sein letztes Ass aus dem Ärmel und brachte den lange verletzten Nationalstürmer Luca Waldschmidt. Streichs Kollege Steffen Baumgart sah in der 79. Minute wegen Meckerns die Gelbe Karte.

"Es war ein schwieriges Spiel. Wir waren fußballerisch nicht gut genug. Es gab zu viele Fehler und Missverständnisse. Paderborn hat alles abgearbeitet. Wir haben verdient verloren gegen gute Paderborner", konstatierte, Freiburg-Trainer Christian Streich nach der Partie.

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