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Gelsenkirchen - Borussia Mönchengladbach verpasst den vorübergehenden Sprung auf Platz eins - auch weil bei Schalke 04 ein Winter-Neuzugang voll einschlägt

Der FC Schalke 04 hat Borussia Mönchengladbach zum Rückrundenstart einen herben Dämpfer verpasst und den vorübergehenden Sprung der Fohlen auf Platz eins verhindert.

Angeführt von Winter-Neuzugang Michael Gregoritsch bezwangen die Schalker die Gladbacher verdient mit 2:0 (0:0) und schoben sich in der Tabelle zunächst am Revierrivalen Borussia Dortmund vorbei auf Platz vier. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

Nationalspieler Suat Serdar mit seinem siebten Saisontor (48.) und Gregoritsch (58.) sicherten dem Beinahe-Absteiger der vergangenen Spielzeit nach sechs Duellen wieder einen Sieg gegen die Gladbacher.

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"So erträumt man sich den Einstand. Dass es so funktioniert hat, ist natürlich top", schwärmte Gregoritsch nach dem Abpfiff beim ZDF. "Dass wir das Spiel gewonnen haben, ist etwas Besonderes für mich." (Service: Die Stimmen zum Spiel)

Starkes Debüt von Gregoritsch

Das Team von Trainer David Wagner, das nach 18 Partien schon einen Dreier mehr auf dem Konto hat als in der gesamten Vorsaison, zog vorerst am Erzrivalen Borussia Dortmund vorbei auf Rang vier.  (Service: TABELLE der Bundesliga)

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"Ich bin erst zwei Wochen hier und habe schon gesehen, dass hier unglaublich gute Qualität in der Mannschaft ist. Wir stehen oben, das ist für mich auch eine neue Situation", sagte Gregoritsch. "Wir wollen den Flow mitnehmen, oben dranbleiben und wir nehmen mit, was möglich ist."

Die Fohlen, bis Mitte Dezember noch Tabellenführer, blieben zum vierten Mal in Folge auswärts ohne Sieg.

Ohne seinen besten Spieler der Hinrunde war Schalke-Coach Wagner zum Improvisieren gezwungen. Für den angeschlagenen Mittelfeldspieler Amine Harit, an zehn Toren beteiligt, rückte Alessandro Schöpf ins Team. In der Zentrale fiel Serdar damit noch mehr Verantwortung zu. Ein starkes Debüt gab die Augsburger Leihgabe Gregoritsch im Angriff.

"Gregoritsch hat Bock zu spielen, das hat man schon in den Testspielen und im Training gesehen", sagte Torschütze Serdar bei DAZN. "Vor meinem Tor war es ein klasse Ball von ihm. Ich war überrascht, dass ich so viel Freiraum habe, das hat er gut gesehen."

Rose nach Niederlage ernüchtert

Gladbach-Trainer Marco Rose setzte auf geballte Offensive: Mit dem Ex-Schalker Breel Embolo sowie Patrick Herrmann, Marcus Thuram und Alassane Plea liefen gleich vier Stürmer auf. Das Risiko zahlte sich nicht aus, die Gäste mit der in der ersten Saisonhälfte besten Defensive ließen sehr viele Chancen zu.

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"Schalke ist mehr gelaufen, hat besser die Zweikämpfe geführt. Bei uns hat man sich mehr mit Problemen auseinandergesetzt und die Überzeugung verloren. Wir hatten ein paar Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Es war ein verdienter Sieg für Schalke", fasste Rose zusammen.

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Auch Schubert überzeugt bei Schalke

Im Schalker Tor ersetzte erneut Markus Schubert den gesperrten Alexander Nübel, der in der Winterpause seinen Wechsel zu Bayern München angekündigt hatte. Der 21-Jährige verhinderte mit einer Glanzparade bei einem Plea-Schuss einen frühen Rückstand (5.). Auf der Gegenseite rettete Yann Sommer gegen Gregoritsch und Serdar zweimal in höchster Not (6.). Dann scheiterte auch Schöpf an dem Schweizer (15.).

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Schalke übernahm im unterhaltsamen Duell der Überraschungsteams der Hinrunde immer mehr das Kommando. Nach Balleroberung ging es schnell und ohne viele Schnörkel nach vorne. Auch gegen Benito Raman musste Sommer Kopf und Kragen riskieren (28.). Auf der anderen Seite rettete Gregoritsch nach einem Kopfball von Thuram auf der Linie (37.). Dass es zur Halbzeit 0:0 stand, war ein kleines Wunder.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange bis zum ersten Tor: Nach Gregoritsch-Vorlage traf Serdar überlegt ins lange Eck. "Gregoritsch hat Bock zu spielen, das hat man schon in den Testspielen und im Training gesehen. Vor meinem Tor war es ein klasse Ball von ihm", sagte der Torschütze nach der Partie bei DAZN. "Ich war überrascht, dass ich so viel Freiraum habe, das hat er gut gesehen."

Zehn Minuten später gelang Gregoritsch, der in Augsburg zuletzt auf dem Abstellgleis gelandet war, dann das erste Bundesliga-Tor seit dem 11. Mai 2019.

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