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Köln - Köln-Stürmer Mark Uth fehlt wegen einer Klausel im Duell mit dem FC Schalke 04. Bei SPORT1 findet der Angreifer deutliche Worte dafür.

Mark Uth hatte sichtlich Spaß. Der Stürmer des 1. FC Köln hielt in der rechten Hand ein Kölsch und warf mit der linken Kamelle ins Publikum.

Beim traditionellen Rosenmontagszug waren Karnevalsfan Uth und Co. auf einem roten Wagen mit der bunten Aufschrift "Spürbar anders" unterwegs gewesen - und bejubelten nachträglich den 5:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC.

Nach den Feierlichkeiten geht der Blick bei den Kölnern nun aber wieder nach vorne. Am Samstag empfangen die Geißböcke in der Bundesliga den FC Schalke 04 (Bundesliga: 1. FC Köln - Schalke 04 ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) - doch Uth darf nicht mitspielen!

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Klausel verbietet Uth-Einsatz gegen Schalke

Eine Klausel verhindert den Einsatz gegen seinen Noch-Klub.

"Die Schalker wollten nicht, dass ich gegen sie spiele", sagt Uth, der bis Saisonende von Schalke nach Köln verliehen wurde, zu SPORT1: "Schön finde ich das nicht, aber ich muss das akzeptieren."

Er müsse auf der einen Seite den Verein verstehen, der diese Klausel ausgehandelt habe, meint der Angreifer, auf der anderen Seite sei es für ihn als Spieler natürlich ärgerlich.

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"Wir wollen Fußball spielen und nur unseren Job machen", betont der 28-Jährige, "wenn wir das nicht dürfen, dann finde ich das schade".

Nach SPORT1-Informationen drohte der Winter-Wechsel zwischenzeitlich sogar aufgrund dieser Klausel zu scheitern. Schalke beharrte auf der Vereinbarung, FC-Sportchef Horst Heldt knickte letztlich widerwillig ein. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider sagte am Rande der 0:5-Pleite gegen Leipzig zur Uth-Sperre: "Das spielt an diesem Tag keine Rolle."

Klausel ist bei UEFA-Wettbewerben verboten

Eine solche Klausel ist in der Bundesliga regelkonform, bei UEFA-Wettbewerben aber im Übrigen untersagt. "Die Integrität des sportlichen Wettbewerbs ist ein fundamentales Prinzip der UEFA", heißt es beim europäischen Fußballverband.

Solch eine Klausel wäre ein Verstoß gegen die UEFA-Regularien, denn: "Jede Vereinbarung zwischen zwei Vereinen, die beeinflusst, welcher Spieler auf dem Feld eingesetzt wird, ist für die UEFA nichtig. Jeder Versuch, eine solche Bestimmung durchzusetzen, wäre zudem ein eindeutiger Verstoß gegen das UEFA-Champions-League- und das Disziplinar-Reglement und würde daher entsprechend sanktioniert."

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Uth spielt nach anderthalb glücklosen Jahren auf Schalke (28 Ligaspiele, zwei Tore) vorübergehend bis Sommer in Köln. In seiner Heimatstadt schlug der Nationalspieler (ein Einsatz) bisher voll ein, erzielte drei Tore und legte zwei weitere auf. In Berlin verwandelte er einen Traum-Freistoß zum 5:0-Endstand.

Uth will "auf der Tribüne die Daumen drücken"

Am Samstag kommt Uth nun als Fan ins Stadion. "Ich hätte mich sehr gefreut, gegen die alten Jungs zu spielen", sagt er, "die Klausel ist aber nun mal drin, man kann es nicht ändern. Ich werde auf der Tribüne die Daumen drücken."

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Und wie geht es im Sommer für Uth weiter? Köln könnte ihn dank einer Klausel in Höhe von zehn Millionen Euro fest verpflichten.

"Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht", versichert Uth: "Mein voller Fokus liegt auf dem FC. Ich möchte helfen, dass Köln die Klasse hält. Dann sehen wir weiter."

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