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München - Leon Goretzka und Joshua Kimmich starten mit einer Millionenspende eine Hilfsaktion zur Bekämpfung des Coronavirus. Andere Stars ziehen nach und helfen mit.

Inmitten der Coronakrise hat sich ein Duo des FC Bayern zusammengetan und ein Hilfsprojekt an den Start gebracht.

Um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken und es zugleich zu bekämpfen, haben die deutschen Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich die Aktion "#WeKickCorona" ins Leben gerufen.

Damit wollen die Profis des deutschen Rekordmeisters karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen helfen, die aufgrund der Pandemie auf Soforthilfe angewiesen sind. Die erste Million zahlten sie aus eigener Tasche und rufen nun zu weiteren Spenden auf.

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"Weil die Gesundheit über allem steht, ist jetzt Solidarität im Kleinen wie im Großen notwendig. Jeder kann helfen", erklärte Kimmich. Gut 24 Stunden nach dem Start der Aktion haben die beiden Bayern-Spieler bereits über eine Million Euro eingesammelt, gemeinsam mit ihrem Startkapital von 1 Million Euro steht die am Freitag ins Leben gerufene Initiative damit bereits bei mehr als zwei Millionen Euro.

Kimmich und Goretzka rufen zu Zusammenhalt auf

Auf der Internet-Plattform WeKickCorona.com schreiben Goretzka und Kimmich zur Erläuterung ihres Engagements, dass sie als Profifußballer ein "gesundes und privilegiertes Leben" führten.

"In dieser schwierigen Zeit" sähen sie sich deshalb verpflichtet, "Verantwortung zu übernehmen". Sie seien nicht nur Profi-Fußballer des FC Bayern und der Nationalmannschaft, "sondern auch Teil unserer Gesellschaft, die mehr denn je aufgefordert ist, zusammenzuhalten".

Einrichtungen aus "allen gesellschaftlichen Bereichen", die "auf sofortige Hilfe angewiesen sind", können umgehend einen Antrag auf Unterstützung bei der Initiative von Goretzka und Kimmich stellen.

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Sané und Hummels helfen auch

Gleichzeitig rufen die beiden zu Spenden für ihre Hilfsaktion auf. Mit #WeKickCorona solle "denen in ganz Deutschland" geholfen werden, "die anderen helfen. Dass auch unser Engagement dabei nur einen kleinen Beitrag leisten kann, ist jedem von uns bewusst", schreiben sie.

Goretzka brachte seinen Dank für die Helfer in der aktuellen Krise zum Ausdruck: "Noch mal ein Riesen-Dankeschön an alle, die in sozialen Einrichtungen, Arztpraxen und Krankenhäusern alles dafür geben, damit die Situation gemeistert wird."

Auch der deutsche Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City erklärte auf Twitter, dass er "#WeKickCorona" unterstützen wird.

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Genauso wie BVB-Star Mats Hummels, der seine ehemaligen Bayern-Mitspieler Goretzka und Kimmich für die Spendenaktion überschwänglich lobte: "Sehr geile Aktion. Da bin ich selbstverständlich am Start und unterstütze euch bei #WEKICKCORONA!"

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Benedikt Höwedes sicherte inzwischen ebenfalls seine Unterstützung zu, auch Julian Draxler von PSG beteiligt sich.

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Darüber hinaus haben sich Jonas Hector, Lukas Klostermann, Julian Brandt, Nadiem Amiri und Thilo Kehrer der Initiative angeschlossen. Auch Bundesligaspieler wie Sebastian Rode, Mitchell Weiser oder Yannick Gerhardt und Legionäre wie Julian Weigl und Max Meyer beteiligen sich.

Auch Tah startet Hilfsprogramm

"Was Joshua Kimmich und Leon Goretzka gemacht haben, ist überragend. Das gibt den Leuten vielleicht Mut, die gerade Panik oder Existenzangst haben. Das brauchen wir", sagte Nationalspieler Jonathan Tah bei Sky.

Der Leverkusener wurde am Freitag ebenfalls aktiv: Die DFB-Stiftung Sepp Herberger startete gemeinsam mit Tah ein Hilfsprogramm, das in Not geratene "Mitglieder der Fußball-Familie" unterstützen will.

Durch eine Sofortmaßnahme stellte die Stiftung 100.000 Euro zur Verfügung, Tah beteiligt sich als privater Spender. Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Mitgliedsverbänden des DFB, deren Untergliederungen und den Vereinen engagieren.

DFB-Stars spenden

Am Mittwoch bereits hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verkündet, dass die deutsche Nationalmannschaft 2,5 Millionen Euro an die Initiative "WirHelfen" (wirhelfen.eu) gespendet habe.

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Der Entschluss sei in einer Telefonkonferenz gereift, berichtete DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Nationalspieler müssten "Vorbild sein", sie besäßen die "Kraft, etwas sagen zu können" und auch die "wirtschaftliche Kraft zu helfen". Auch Bierhoff selbst und Bundestrainer Joachim Löw beteiligten sich.

Zur Eindämmung des Coronavirus spielen sich zudem das Bundesministerium für Gesundheit und die deutsche Fußballelite die Bälle zu. Unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga (DFL) engagieren sich die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga für die Initiative "Kampf gegen Corona - #wirbleibenzuhause".

Spieler wie 2014er-Weltmeister Thomas Müller vom FC Bayern weisen in Clips aus dem "Home Office" auf die Notwendigkeit zur Beschränkung sozialer Kontakte hin, "um die Älteren, die Kranken und die Schwachen zu schützen".

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